| Boswellia Serrata
(Weihrauch) Schon seit frühester Zeit wird
Weihrauch für gesundheitliche Zwecke genutzt. Inzwischen
wurde die uralte Heilpflanze neu entdeckt und ihre Wirkung
im Licht moderner medizinischer Anwendung untersucht. Vor
allem bei entzündlichen Prozessen ist die Heilkraft von
Weihrauch mittlerweile wissenschaftlich nachgewiesen und
klinisch erprobt.
Es gibt ca. 20 Arten des Weihrauchbaumes. Vitamehr verwendet
die in Indien beheimatete und aus der klassischen
ayurvedischen Medizin bekannte Art Boswellia Serrata.
Die wichtigsten Anwendungsbereiche des Weihrauchs sind
- rheumatische Erkrankungen (Rheuma, Weichteilrheuma,
Fibromyalgie)
- chronischer Polyarthritis
- entzündliche Darmerkrankungen (Morbus Crohn, Colitis
Ulcerosa, Divertikulitis)
- Hirntumore
- chronisches Asthma
- Psoriasis (Schuppenflechte), Neurodermitis
Die Hauptwirkstoffe des Weihrauchs sind die Boswelliasäuren.
Aus Untersuchungen ist bekannt, dass diese eine deutliche
entzündungshemmende Wirkung haben. Hierbei wird ein
bestimmtes Enzym (die so genannte 5-Lipoxygenase) gehemmt,
wodurch Entzündungen reduziert werden aber auch dem
Zusammenziehen der Bronchien beim Asthma entgegengewirkt
wird.
An der Universitästklinik Mannheim wurde von Dr. Henning
Gerhardt eine Studie mit Patienten durchgeführt, die an der
Darmerkrankung Colitis Ulcerosa leiden. Das Ergebnis zeigte
eine gute Wirksamkeit und Verträglichkeit.
Im Gegensatz zu den herkömmlichen, nicht-steroidalen
Entzündungshemmern, bewirkt eine längere Einnahme von
Boswellia keine Reizung und kein Geschwür des Magens.
Neben dem Einsatz von Weihrauch bei Colitis Ulcerosa wurden
ebenso positive Erfahrungen mit anderen Darmerkrankungen,
wie Morbus Crohn und Divertikulitis, gesammelt.
Professor T. Simmet von der Universität Bochum vermeldete
Erfolge in der Krebsbehandlung. Beobachtet wurde eine
deutliche Hemmung des Tumorzellenwachstums und sogar der
Abbau von Tumorzellen bei Gehirntumorpatienten. Dabei
verschwanden Kopfschmerzen und Lähmungen. Sowohl in Anfangs-
als auch im fortgeschrittenen Stadium waren erstaunlich gute
Ergebnisse zu verzeichnen. Neueste Arbeiten zeigen, dass
Boswelliasäuren sogar Ödeme, die sich um Gehirntumoren
bilden, bekämpft werden können.
Studien, die bei einer Tagung der Deutschen Gesellschaft für
Rheumatologie vorgestellt wurden, bestätigten die
entzündungshemmende Wirkung des Weihrauches bei
Rheumatischen Erkrankungen
In der Wissenschaftszeitschrift "New Scientist" wurde dem
Weihrauch ein ausführlicher Bericht gewidmet, in welchem
über die lindernde Wirkung bei chronischen
Atemwegserkrankungen (Asthma) berichtet wurde.
Wissenswertes
Weihrauch ist ein sehr gut verträgliches Heilmittel, von dem
keine Nebenwirkungen bekannt sind. Es werden zurzeit keine
Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln beschrieben.
Lediglich während der Schwangerschaft und der Stillzeit
sollte auf eine Einnahme verzichtet werden.
Historisches / Volksheilkunde
Dei Anfänge der Naturheilkunde sind eng verwoben mit
religiösen Traditionen. Der Weihrauch hat schon seit langem
seinen Platz in den Religionen der Welt. Früher wurde er
(zusammen mit Myrrhe) verwendet, weil man seinem Duft eine
beruhigende Wirkung zuschrieb. Schon die alten Ägypter
wussten, dass man mit Düften Psyche und Wohlbefinden
beeinflussen könne. Weihrauch und Myrrhe sollten seelisches
Gleichgewicht wiederherstellen, Räucherungen des Körpers die
sexuelle Ausstrahlung ägyptischer Frauen steigern. Weihrauch
findet bereits Erwähnung im altägyptischen Papyrus Ebers aus
der Regierungszeit Amenophis I (ca. 1600 v Chr.). Er wird
als Bestandteil vieler Rezepturen genannt, z.B. zur
Behandlung von Kopfschmerzen, Zahnschmerzen, Verletzungen
und Eiterungen am Auge, bei Entzündungen des Ohres, zur
Wundbehandlung, Leberschwäche, Gelbsucht, Entzündungen des
Afters, Juckreiz, Krätze, Hautgeschwüre, Verhärtungen in den
Gelenken, bei rheumatischen Gelenkbeschwerden, zur
Erleichterung der Geburt und bei Amenorrhoe. In der
Ayurvedischen Medizin Indiens wird Weihrauch seit über 3000
Jahren besonders erfolgreich bei zwei Indikationsgebieten
eingesetzt, bei entzündlichen Erkrankungen und Nervenleiden.
Auch bei subakuter Bronchitis, chronischen Lungenleiden,
Leikorrhoe und chronischer Lryngitis ist die Anwendung
beschrieben.
Auch in der babylonischen und assyrischen Medizin finden
sich Beispiele für die Anwendung. Weihrauch hatte einen
festen Platz als Pharmakon in der klassischen griechischen
Medizin, wie die hippokratischen Schriften belegen. Auch bei
Plinius und anderen Autoren de antiken Rom finden sich
hinweise. Dioskurides (1. Jh. n. Chr.) beschreibt Weihrauch
als adstringierendes und erwärmendes Mittel, das bei
Erkrankungen der Luftröhre, bei Ohrenschmerzen und
Blutspeien verwendet werden konnte.
Quellenverzeichnis
Burgersteins Handbuch der Nährstoffe, Haug-Verlag, ISBN
3-8304-2017-X
Muntermacher, Wellness von Innen & Co.
Vitamine und Mineralstoffe, AID Verbraucherdienst
informiert, 3207/1993
Werbach :R. Foundations of Nutritional Medicine. Third Line
Press. Tarzana, California 1997
Diese Information basiert auf verschiedenen
Veröffentlichungen. Für die Richtigkeit der Aussagen
übernehmen wir keine Haftung. Ferner sollte diese
Information nicht zur Behandlung von Erkrankungen genutzt
werden. Falls Sie Medikamente einnehmen oder in ärztlicher
Behandlung sind, sollten Sie vor der Einnahme jeglicher
Nahrungsergänzungsmittel Ihren Arzt zu Rate ziehen.
Die Anwendung von Nahrungsergänzungsmitteln bei Kindern
sollte in jedem Fall mit dem behandelnden Arzt abgestimmt
wer, da die meisten Studien mit Erwachsenen durchgeführt
werden und Verzehrsempfehlungen für Kinder sowie eventuelle
Nebenwirkungen nicht bekannt sind.
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