Vitamin E
Vitamin E ist ein äußerst wichtiges Vitamin, das den Körper
aufgrund seines starken antioxidativen Potentials vor
oxidativem Stress durch freie Radikale schützt und sowohl
zur Vorbeugung als auch zur unterstützenden Therapie
zahlreicher Krankheiten (Herzkrankheiten, Diabetes mellitus,
Rheuma, Gelenkerkrankungen, Katarakt (Grauer Star,
Altersstar), Krebs etc. eingesetzt werden kann. Auch das
Immunsystem und die körperlichen und geistige
Leistungsfähigkeit werden durch Vitamin E auf hervorragende
Weise gestärkt.
Was ist Vitamin E?
Vitamin E gehört zu den fettlöslichen Vitaminen. Seit 1968
gilt Vitamin E als essentieller Nährstoff, obwohl es schon
seit den 20er Jahren als Bestandteil der Nahrung bekannt
ist. Als Vitamin E bezeichnet man im weiteren Sinn alle
Derivate des Tocols und Tocotrienols. Generell kommen in der
Natur Vitamin E- Verbindungen nur als Stoffgemisch vor,
wobei bislang acht natürliche Vitamin E-Verbindungen (Vitamere)
identifiziert wurden. Das (RRR-) alpha-Tocopherol ist
hierbei die Vitamin E-Verbindung, die beim Menschen am
wirksamsten ist und daher in seiner Wirksamkeit gleich 100%
gesetzt wird.
Selbst synthetisieren können nur Pflanzen Vitamin E. Da es
aber über die Nahrungskette auch zu Tieren gelangt, wenn
auch in deutlich geringerem Umfang, kommt das fettlösliche
Vitamin in allen Zellmembranen vor, so dass auch tierische
Nahrungsmittel einen Beitrag zur Bedarfsdeckung leisten.
Reich an Tocopherol sind Pflanzenöle, wie Weizenkeim-,
Sonnenblumen-, Saflor-, Soja- und Maiskeimöl. Bei den Ölen
korreliert der Gehalt an Vitamin E im Allgemeinen mit dem an
Polyenfettsäuren. Weitere gute Tocopherol-Quellen sind u. a.
Nüsse, Vollkorngetreideerzeugnisse und Leguminosen (Bohnen,
Ebsen etc.).
Resorbiert wird Vitamin E im oberen Dünndarm, wobei dies
stets an die Fettverdauung gekoppelt ist (fett-lösliches
Vitamin), da hierfür eine ausreichende Verfügbarkeit von
Gallensäuren erforderlich ist. Erhöht wird die
Absorptionsrate durch mittelkettige Fettsäuren und
vermindert durch mehrfach-ungesättigte Fettsäuren wie z. B.
Linolsäure, alpha-Linolensäure, Omega-3- und
Omega-6-Fettsäuren, oxidierte, ranzige Fette und
Abführmittel. Durch Luftsauerstoff wird Vitamin E rasch
oxidiert, insbesondere in Gegenwart von Schwermetallen (Blei
etc.) und Peroxiden. In Abwesenheit von Sauerstoff sind
Vitamin E-Verbindungen bis 200°C stabil, wobei sich
Lichteinfluss negativ auf die Wirksamkeit auswirkt.
Wie kann Vitamin E im Körper wirken?
Wirkungen als Antioxidans gegen freie Radikale:
An vielen Prozessen in unserem Körper ist Vitamin E
beteiligt. Die wichtigste Aufgabe des Vitamin E ist, als
Antioxidans die Zellen und Zellmembranen vor Oxidation zu
schützen. So genannte freie Radikale werden durch die
Umwelt- und Luftverschmutzung (Abgase, Zigarettenrauch,
Strahlung etc.), über die Nahrung (ranzige Fette,
Konservierungsstoffe etc.), über Medikamente aufgenommen und
darüber hinaus während der Stoffwechselvorgänge im Körper
durch Oxidationsprozesse auch selbst gebildet.
Normalerweise kann ein gesunder Körper eine übermäßige
Anzahl an freien Radikalen z. B. über körpereigene
antioxidative Enzymsysteme in Schach halten. Gelingt dies
dem Körper nicht mehr, können die übermäßig vorhandenen
Radikale schädliche Prozesse auslösen wie z. B.
Alterungsprozesse beschleunigen (Faltenbildung etc.) oder
die zur Entstehung von Krankheiten (Krebs, Katarakt etc.)
beitragen. Um den Körper bei der Abwehr der freien Radikale
zu unterstützen, ist eine Zufuhr von Antioxidantien, die als
Radikalfänger fungieren und die Anzahl der Radikale wirksam
verringern, äußerst wichtig.
Insbesondere Vitamin E kann im Rahmen des Fettstoffwechsels
Membranfette, Depotfette und Fettproteine (Lipoproteine) vor
einem Abbau durch Oxidation der Fette (Lipidperoxidation)
bzw. dem Ranzigwerden schützen. Deshalb werden Fetten und
Ölen, die sehr viele oxidationsempfindliche mehrfach
ungesättigte Fettsäuren enthalten zum Schutz Vitamin E
zugesetzt, das hierbei komplett verbraucht wird und daher
nicht mehr dem Körper für andere Aufgaben zur Verfügung
steht. Gemeinsam mit Vitamin A, Beta-Carotin, Vitamin C,
Selen und Glutathion bildet Vitamin E einen effektiven
Schutz vor den schädlichen Auswirkungen der reaktiven
Sauerstoffspezies. Insbesondere zwischen Vitamin E und
Vitamin C besteht eine besonders enge Beziehung, da Vitamin
C das beim Abfangen freier Radikale oxidierte Vitamin E
wieder reduzieren kann, damit es wieder als aktives Vitamin
E zur Verfügung steht.
Wirkungen auf das Immunsystem, Wirkungen bei
Krebserkrankungen:
Vitamin E trägt zu einer Stärkung der Abwehrkräfte und damit
zu einer Anregung des Immunsystems bei. Insbesondere
Menschen, die ständigem Stress ausgesetzt sind, häufig unter
Erkältungen und Infekten leiden oder auch ältere Menschen,
deren Immunabwehr vielfach geschwächt ist, kann Vitamin E
eine wirksame Möglichkeit bieten, wieder mehr
Widerstandkräfte zu entwickeln. Zentraler Dreh- und
Angelpunkt bei Abwehrschwäche und Krebserkrankungen ist das
Immunsystem, wobei in diesem Zusammenhang der oxidative
Stress verursacht durch freie Radikale, als Initiator und
Beschleuniger bestimmter Erkrankungen gilt. Die aggressiven
Sauerstoffspezies verändern und schädigen die Erbsubstanz
(DNA) der Zellen derart, dass sie ihre Funktion nicht mehr
optimal ausüben können (Organe, Gewebe), entarten (Tumore)
oder absterben. Hierbei spielen bestimmte Inhaltsstoffe der
Nahrung, die Antioxidantien eine wichtige Rolle, da sie die
aggressiven Sauerstoffverbindungen (freien Radikale)
entschärfen können und somit das Risiko für die Entstehung
der folgenschweren Zellveränderungen vermindern können.
Wissenschaftler gehen sogar davon aus, dass ca. 80-90% aller
Krebserkrankungen durch äußere Faktoren verursacht werden,
wobei etwa 40-50% davon auf Fehlernährung zurückzuführen
sein sollen. In mehreren Studien konnte gezeigt werden, dass
ein Mangel an antioxidativen Vitaminen offenbar die
Krebshäufigkeit erhöht, da der Schutz vor freien Radikalen
vermindert ist. Auch innerhalb von Krebstherapien wie z. B.
bei Strahlen- oder Chemotherapien entstehen vermehrt
reaktive Sauerstoffspezies, so dass den Antioxidantien
sowohl in der Vorbeugung als auch innerhalb
therapieunterstützender Maßnahmen bei Krebserkrankungen eine
bedeutende Rolle zu kommt. Darüber hinaus haben insbesondere
Raucher aufgrund der hohen Aufnahme an freien Radikalen
einen höheren Bedarf an Vitamin E.
Wirkungen gegen Alterungsprozesse (Anti-Aging):
Nach dem heutigen Stand der Wissenschaft geht man davon aus,
dass an Alterungsprozessen neben genetischen Faktoren in
besonderem Maße freie Radikale beteiligt sind. Diese treiben
aufgrund ihrer zellschädigenden Eigenschaften Mechanismen
und Abläufe im Körper voran, die die Alterungsprozesse
beschleunigen können. Hierdurch können Gewebe oder Organe
ihre eigentliche Funktion nicht mehr ausreichend ausüben.
Hier ist nun die so genannte Anti-Aging-Medizin gefragt, die
nicht ohne Grund v.a. auf den verstärkten Einsatz von
Antioxidantien (Anti-Aging-Präparate) setzt. Daher ist es
wichtig, dass der Körper möglichst lange, erfolgreich
eventuell durch zusätzliche Zufuhr von Antioxidantien die
schädlichen Wirkungen der freien Radikale abwehren kann, um
ein Voranschreiten des Alterungsprozesses zu verlangsamen.
Wirkungen auf die Haut:
Vitamin E fördert die Gesundheit und die Funktion der Haut
sowie die Fähigkeit der Haut, Feuchtigkeit zu speichern.
Denn einen intakte Hautfunktion und ein natürlicher
ausgewogener Feuchtigkeitsgehalt bzw. eine gute
Wasserbindungskapazität der Haut sind nicht nur für das
Aussehen und die Jugendlichkeit der Haut, sondern auch für
ihre Abwehrfunktion gegenüber Krankheitserregern,
Umweltgiften oder UV-Strahlen besonders wichtig. Interessant
ist, dass die Entstehung von Altersflecken und
Pigmentstörungen unmittelbar mit einer negativen Vitamin
E-Bilanz im Blutplasma in Verbindung gebracht werden. Die
Farbveränderungen der Haut sind offensichtlich die Folge der
hautschädigenden Wirkung freier Radikaler, die durch
Sonnenbestrahlung verstärkt im Organismus entstehen
Insbesondere in mittleren und höheren Alter und gerade dann,
wenn sich die ersten Pigmentflecken zeigen, sollte die
tägliche Dosis auf 400 I.E. angehoben werden, damit der
biologische Zellschutz als eine aktive Altersbremse wirksam
werden kann.
Wirkungen bei Arterienverkalkung (Arteriosklerose):
Die Arteriosklerose ist mit ihren gefürchteten
Folgeerkrankungen (Herzinfarkt, Schlaganfall, Angina
pectoris etc.) trotz Zunahme bösartiger Tumorerkrankungen
immer noch die häufigste Todesursache in der westlichen
Welt. Als wichtigste Risikofaktoren für die Entwicklung der
Arteriosklerose gelten Hypercholesterinämie, Bluthochdruck,
Rauchen, Diabetes mellitus, Stress, die Pille sowie
Übergewicht.
Eine besondere Rolle spielen in diesem Zusammenhang die
Fett-Eiweiß-Verbindungen (Lipoproteine) in unterschiedlicher
Dichte. Das Lipoprotein hoher Dichte (HDL = High Density
Lipoprotein) vermag die Blutgefäße vor Arteriosklerose zu
schützen und wird daher auch als das „gute Cholesterin“
bezeichnet. Dagegen schädigt das „böse“ LDLCholesterin (=Low
Density Lipoprotein) von geringer Dichte die Gefäßwände. Vor
allem das alte und ranzig gewordene Cholesterin, d. h. das
oxidierte Cholesterin wirkt sich negativ aus. Entgegen
früherer Ansicht ist nicht die Konzentration von
Gesamtcholesterin der wesentliche Risikofaktor für die
Arteriosklerose sondern vielmehr das oxidierte
LDL-Cholesterin.
Um das LDL-Cholesterin vor Oxidation zu schützen, benötigt
der Körper zwei bestimmte Antioxidantien: Vitamin E und
Beta-Carotin. Vitamin E verhindert zusätzlich Prozesse, die
ein Voranschreiten der Arteriosklerose vorantreiben, wie z.
B. die Anheftung von weißen Blutkörperchen (Monocyten) an
die Gefäßwände, Verklumpung von Blutplättchen oder die
Gewebsvermehrung (Proliferation) glatter Gefäßmuskelzellen,
die letztendlich zur Gefäßverengung beitragen. Daher hat
Vitamin E eine sehr gute durchblutungsfördernde Wirkung.
Zahlreiche Studien haben deutlich gezeigt, dass Vitamin E
sowohl in der Primärprävention (Verhinderung der Entstehung
einer Arteriosklerose, eines Herzinfarkts etc.) als auch in
der Sekundärprävention (Verhinderung z. B. eines
Folgeherzinfarktes) als Antioxidans eine überaus wichtige
Rolle spielt. So besteht eine klare Beziehung zwischen der
Vitamin-E-Konzentration im Blut-Plasma und der Mortalität
(Sterblichkeit) an Gefäßerkrankungen. Ist genügend Vitamin E
im Blut vorhanden, hat man ein deutlich vermindertes Risiko
für z. B. koronare Herzkrankheiten festgestellt.
Wirkungen bei Diabetes mellitius:
Mehr als die Hälfte aller Diabetiker stirbt an
Herz-Kreislauf-Erkrankungen und nicht an
Stoffwechselentgleisungen (Hypo- bzw. Hyperglykämie).
Interessant ist, dass jeder Blutzuckeranstieg bei einer
diabetischen Stoffwechsellage zu einem weiteren Anstieg von
reaktiven Sauerstoffspezies in den Zellen führt. Dies
scheint nach neuestem Stand der Wissenschaft auch eine
Erklärung für den fortschreitenden Betazellverlust in der
Bauchspeicheldrüse bei Diabetikern zu sein. Darüber hinaus
bewirkt die vermehrte Bildung reaktiver Sauerstoffradikale
eine vermehrte Oxidation von LDL-Cholesterin und verursacht
somit durch eine Veränderung an den Gefäßwänden ein erhöhtes
Thrombose-Risiko, das wiederum zu Herz- und
Gefäßkomplikationen (Mikro- und Makroangiopathie) führen
kann. Daher sollten insbesondere Diabetiker auf eine
ausreichende Versorgung mit Vitamin E achten, um das Risiko
für die gefürchteten diabetischen Folgeerkrankungen zu
verringern.
Wirkungen bei Gelenkerkrankungen (Arthrose,
Arthritis, Rheuma):
Rheumatische Arthritis (entzündliches Rheuma) und Arthrose
(nicht entzündlicher Gelenkverschleiß) sind die häufigsten
Gelenkerkrankungen in Deutschland. Viele Millionen
Bundesbürger leiden darunter. Viele haben Schmerzen, wobei
irgendwann jede Bewegung zur Qual wird. Die Ursachen der
Erkrankungen sind sehr unterschiedlich. Bei der primären
Arthrose ist die Ursache bislang noch weitestgehend
unbekannt, während die sekundären Arthrosen als Folge
mechanischer Fehlbelastungen (z. B. bei angeborenen oder
erworbenen Stellungsanomalien), mechanischer Überbelastung
(Übergewicht etc.), Traumen, hormonelle Einflüssen, so z. B.
im Klimakterium auftreten können. Wenn es zusätzlich zu
entzündlichen Reaktionen an der Gelenkinnenhaut kommt,
spricht man von einer aktivierten Arthrose. Generell sind am
häufigsten die Knie-, Hüft- und Wirbelgelenke betroffen. Je
weiter der Prozess fortschreitet, desto mehr werden
Knorpelgewebe, Gelenkkapsel, Bänder und Muskeln in
Mitleidenschaft gezogen. Daher ist es wichtig den
Verschleiß-Prozess möglichst frühzeitig zu verlangsamen bzw.
zu stoppen, da andernfalls die letzte Möglichkeit gegen die
Schmerzen einer weit fortgeschrittenen Arthrose häufig nur
noch ein künstliches Gelenk ist.
Damit es erst gar nicht so weit kommt, wird vorbeugend
und therapieunterstützend die Einnahme von hoch dosiertem
Vitamin E empfohlen. Interessant ist, dass zahlreiche
Studien belegen konnten, dass bei Menschen mit
Gelenkerkrankungen und Rheuma sehr häufig ein deutlich
verringerter Vitamin-E-Spiegel im Blut vorliegt. Der Grund
hierfür liegt darin begründet, dass bei chronischen
Entzündungen vermehrt zellschädigende freie Radikale
gebildet werden, so dass das wenige im Blut vorhandene
Vitamin E daher besonders schnell verbraucht wird und damit
der Bedarf an Radikalfängern (Antioxidantien) erhöht ist.
Eine der wirksamsten Waffen gegen diese aggressiven
Sauerstoffverbindungen, die bei Stoffwechselvorgängen im
Körper freigesetzt werden, ist das Vitamin E, das als
Antioxidans diese Radikale unschädlich machen kann und die
Bildung von Entzündungsmediatoren verringert. Auch ein
schmerzlindernder Effekt des Vitamin E wird angenommen. Bei
chronischen Gelenkbeschwerden scheint auch eine ausgewogene
Ernährung den erhöhten Bedarf nicht zu decken, so dass eine
zusätzliche Einnahme von Vitamin E und anderen
Antioxidantien notwendig ist. Daher wird von vielen Ärzten
neben einer effektiven Schmerzbekämpfung die Einnahme von
hoch dosiertem Vitamin E aus reinem Pflanzenöl empfohlen, da
der Körper natürliches Vitamin E besser verwerten kann als
synthetisch hergestelltes. Interessant ist, dass deutliche
klinische Besserungen bei entzündlichen Gelenkerkrankungen
mit dem Spurenelement Selen erzielt werden konnten. Ein
Grund hierfür könnte die Tatsache sein, dass Selen für viele
antioxidativ wirksame Enzymsysteme (z. B.
Glutathionperoxidase) essentiell notwendig ist.
Darüber hinaus gilt auch für Personen mit
Gelenkerkrankungen die Redewendung: Wer rastet, der rostet.
Sport und Bewegung sind daher auch für Patienten mit (rheumatoider)
Arthritis oder Arthrose äußerst wichtig. Vorraussetzung
sollte allerdings immer eine wirksame Schmerztherapie sein,
da wohl niemand mit starken Schmerzen Sport treiben kann. Da
beim Sport für die Energiegewinnung mehr Sauerstoff
verbraucht wird, erhöht sich infolge dessen im Körper auch
der oxidative Stress, wodurch mehr freie Radikale in der
Skelettmuskulatur gebildet werden. Deshalb ist Vitamin E für
diese Patientengruppe in zweifacher Hinsicht besonders
wichtig, da sowohl durch entzündliche Prozesse (rheumatische
Arthritis) als auch durch die sportliche Aktivität freie
Radikale entstehen, die durch Vitamin E unschädlich gemacht
werden können.
Wirkungen auf die körperliche Fitness:
Vitamin E ist als Antioxidans in der Lage, die bei Sport
zahlreich entstehenden freien Radikale effizient abzufangen
und zu entschärfen. D.h. wer Sport treibt, sollte, wie
bereits erwähnt, auf eine ausreichende Zufuhr an
Antioxidantien achten. Interessant ist, dass bereits in den
40er Jahren erste Untersuchungsergebnisse bekannt wurden,
wonach russische Leistungssportler mit Vitamin E höhere
Ausdauerleistungen erzielten und kürzere Erholungsintervalle
benötigten. Diese Eigenschaft des Vitamin E sollte sich
jeder, der gerne Sport treibt, zu Nutze machen, da er
hierdurch seine Muskulatur unterstützt, länger belastbar zu
bleiben und die Regenerationsfähigkeit anregt. Vitamin E
verhilft allgemein zu mehr Fitness und Leistungsfähigkeit
auch im alltäglichen Leben.
Wirkungen bei Augenerkrankungen:
Die Entwicklung eines Katarakts (grauer Star) wird Studien
zufolge ganz erheblich durch oxidativen Stress infolge
erhöhter Konzentrationen an freien Radikalen beschleunigt.
Da Antioxidantien, zu denen auch das Vitamin E gehört, die
schädlichen Wirkungen dieser Radikale verringern können,
wird hier häufig eine zusätzliche Einnahme des Vitamin E
empfohlen. Inzwischen sprechen auch die Ergebnisse einiger
epidemiologischer Studien dafür, dass eine optimale
Versorgung mit antioxidativen Nährstoffen das Risiko der
Kataraktentwicklung verringert und die Sehfunktion
unterstützt.
Wirkungen auf die Gehirnzellen:
Freie Radikale können sich auf viele Zelltypen zerstörerisch
auswirken, da sie im gesamten Körper vorkommen. Besonders
empfindlich reagieren Gehirnzellen auf oxidativen Stress,
wie Wissenschaftler in verschiedenen Studien herausfanden.
Um die „grauen“ Zellen vor den negativen Folgen zu schützen
und dem Verfall der geistigen Leistungsfähigkeit
vorzubeugen, hat sich Vitamin E bewährt, da es die Wände der
Gehirnzellen schützen und das Nervensystem aktivieren kann,
wodurch auch das Risiko, eine Alzheimer- oder
Parkinson-Erkrankung zu entwickeln, deutlich gesenkt werden
kann.
Wirkungen bei Epilepsie:
Epilepsie wird meist mit speziellen Medikamenten, den
Antikonvulsiva behandelt, wobei diese Therapie die Vitamin
E-Konzentration im Plasma häufig reduziert. In diesem
Zusammenhang gibt es Hinweise darauf, dass eine Verringerung
der Vitamin E-Menge die Anfallsbereitschaft steigert und
eine unterstützende Einnahme (Supplementierung) mit Vitamin
E die Zahl und Intensität epileptischer Anfälle verringern
kann.
Weitere Wirkungen:
- Von dem Multitalent Vitamin E profitieren neuesten
Erkenntnissen zufolge auch Frauen in den Wechseljahren.
Da deutlich weniger Östrogene (weibliche Geschlechtshormone)
gebildet werden, die gefäßerweiternd wirken und die
Blutfette positiv beeinflussen, steigt das Risiko für
Gefäßverkalkung sowie Herz-Kreislauf- Erkrankungen. Vitamin
E kann die Gefäßwände vor Schädigungen schützen Und auch
Begleiterscheinungen der Wechseljahre wie Hitzewallungen
wurden durch Vitamin E nachweislich verringert.
- Vitamin E wird auch als das „Fruchtbarkeitsvitamin“
bezeichnet, da es die Fortpflanzungsorgane in ihrer Funktion
unterstützt.
- Weiterhin benötigt der Körper Vitamin E für die
Blutgerinnung und für den Schutz der roten
Blutkörperchen vor oxidativen Schäden.
- Auch die Gesunderhaltung der Prostata wird
durch Vitamin E begünstigt, wie finnische Wissenschaftler
zeigen konnten.
Auch bei Vitamin E heißt das Zauberwort hier eindeutig:
Vorbeugung- und möglichst frühzeitig, nämlich dann, wenn wir
uns noch gesund und leistungsfähig fühlen.
Diese Information basiert auf verschiedenen
Veröffentlichungen. Für die Richtigkeit der Aussagen
übernehmen wir keine Haftung. Ferner sollte diese
Information nicht zur Behandlung von Erkrankungen genutzt
werden. Falls Sie Medikamente einnehmen oder in ärztlicher
Behandlung sind, sollten Sie vor der Einnahme jeglicher
Nahrungsergänzungsmittel Ihren Arzt zu Rate ziehen.
Die Anwendung von Nahrungsergänzungsmitteln bei Kindern
sollte in jedem Fall mit dem behandelnden Arzt abgestimmt
wer, da die meisten Studien mit Erwachsenen durchgeführt
werden und Verzehrsempfehlungen für Kinder sowie eventuelle
Nebenwirkungen nicht bekannt sind.
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