Vitamin B6 Pyridoxin
Das Vitamin für Ihre Muskeln - Manager für Ihr
Körpereiweiß
Vitamin B6 wird auch als Pyridoxin oder Pyridoxin
Hydrochlorid (HCl) bezeichnet. Im Stoffwechsel hat Vitamin
B6 sehr viele verschiedene Aufgaben. Die wichtigsten
Aufgaben liegen dabei im Bereich des
Aminosäure-Stoffwechsels, der ohne Vitamin B6 nicht
funktioniert. Bei einem Mangel werden als erster des Nerven-
und Immunsystem in Mitleidenschaft gezogen. Die neuesten
Forschungergebnisse zur orthomolekularen Medizin gehen davon
aus, dass mehr als 100 Beschwerden,
Befindlichkeitsstörungen, aber auch ernste Erkrankungen auf
einen Mangel dieses wichtigen B-Vitamins zurückzuführen
sind.
Ein Mangel an Vitamin B6 ist neben dem Folsäure-Mangel, der
häufigste Vitamin-B-Komplex-Mangel in Deutschland. Bei den
Frauen von 19 bis 36 Jahren erreichen 76% nicht einmal die
von der DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) vorgegeben
Minimalzufuhr. Bei den Männern sind es immerhin in diesem
Altersbereich noch 53%, die die Mindestzufuhrmengen nicht
erreichen.
Vitamin B6 macht Muskeln aus Eiweiß
Für Sportler ist Vitamin B6 von entscheidender Bedeutung,
weil es zur Umwandlung von Nahrungseiweiß in Muskeln
unbedingt notwendig ist. Je mehr Eiweiß gegessen wird, desto
höher ist der Bedarf an Vitamin B6. Doch nicht nur der
Muskel besteht aus Eiweiß. Auch alle Enzyme, das gesamte
Immunsystem, alle Botenstoffe im Gehirn sind auf eine
ausreichende Vitamin B6 Zufuhr angewiesen. Daran erkennt
man, wie wichtig dieses Vitamin für unsere
Leistungsfähigkeit und unser Wohlbefinden ist.
Vitamin B6 Mangel ist häufiger als Sie denken
Durch ungesunde Ernährung tritt ein Mangel an Vitamin B6
sehr häufig auch bei uns auf. Laut Studien kommt es bei 53%
der Männer und sogar bei 76% der Frauen vor, dass sie nicht
einmal die empfohlene Mindestzufuhr dieses Vitamins
erreichen, um gesund zu bleiben. Vor allem schwangere Frauen
und ältere Menschen leiden an den Folgen von Vitamin B6
Mangel.
Tipp: Bereits drei Stunden nach der Einnahme der Pille sinkt
die Vitamin B6-Konzentration um 20%. Dies könnte psychische
Störungen bei Frauen zur Folge haben. Vitamin B6 ist auch in
den Wechseljahren besonders wichtig, da eine ausreichende
Zufuhr dem rasch fortschreitendem Knochenabbau
entgegenwirkt.
Funktionen von Vitamin B6 :
Blutzuckerspiegel: Es ist notwendig für die
Umwandlung von Protein- und Kohlehydratspeichern in Glucose
zur Aufrechterhaltung eines normalen Blutzuckerspiegels
zwischen den Mahlzeiten
Fettstoffwechsel: Vitamin B6 ist an der
Synthese von Fetten (Lipiden) für die Myelinscheiden zum
Schutz des Nervenmarks beteiligt
Serotonin-Synthese: Es ist beteiligt an der
Synthese des Neurotransmitters Serotonin, welcher aus
Trypthophan gebildet wird (Migränekost: Lachs, Walnüsse,
Hühnerfleisch, Bananen - enthalten Trypthophan) und
ebenfalls an der Kollagensynthese.
Hämoglobin-Synthese: Pyridoxin ist außerdem an
der Synthese von Hämoglobin beteiligt und wichtig für den
Sauerstofftransport durch die Erythrozyten
Leber: Bringt die Eiweißsynthese in der Leber
wieder in Gang und wirkt günstig auf die Leberregeneration
Was kann Vitamin B6 für Sie tun?
- wichtig für den Eiweißaufbau
- entscheidend für den Muskelaufbau
- wappnet Sie gegen Stress
- schützt das Herz
- stabilisiert den Blutzucker
- hilft bei Depressionen
- wichtig im Kampf gegen Osteoporose
- stärkt das Immunsystem
- wichtig für den Gehirnstoffwechsel
- kann PMS lindern
Erste Warnzeichen bei einem Mangel:
Muskelschwäche, Depressionen, Angstzustände, Arthritis,
anhaltende Müdigkeit, Taubheitsgefühl in den Gliedern,
Konzentrationsschwäche, Gereiztheit und Nervosität
Nahrungsmittel, die Pyridoxin enthalten
Hefe, Getreide, Keimlinge, Sojabohnen, Leber, Fleisch,
Milch, Käse, Eier, Fisch, Grünes Gemüse, Johannisbeeren,
Zitrusfrüchte, Bananen, Birnen, Avocado, Linsen, Spinat
Quellen:
Burgerstein, Uli P., Schurgast, Hugo, Ihr Einkaufsführer
Vitamine, Karl F. Haug Verlag, Stuttgart, 2003
Brugerstein et. al., Burgersteins Handbuch Nährstoffe, 10.
vollständig neu bearbeitete und erweiterte Auflage, Karl F.
Haug Verlag, Stuttgart 2002
Dietl. H., Ohlenschläger G., Handbuch der Orthomolekularen
Medizin – Prävention und Therapie durch körpereigene
Substanzen, 2. verbeserte Auflage, Karl. F. Haug. Verlag,
Heidelberg, 2001
Gröber, U., Orthomolekulare Medizin – Ein Leitfaden für
Apotheker und Ärzte, 2. vollständig überarbeitete und
erweiterte Auflage, Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft
mbH, Stuttgart 2002
Gröber, U., Mikronährstoffe für die Kitteltasche,
Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart 2002
Gröber, U. Der taxofit-Vitalstoff-Check – Gesund und fit mit
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Lechner, J., Vitalstoffe und Gesundheit Orthomolekulare
Ernährung – Bausteine des Lebens, Fit Food Verlag, München
2001
Lininger Skye W. et. al., The natural pharmacy, 2nd revised
edition, Prima Publishing / Healthnotes Inc., 1999
Zimmermann, M., Burgerstein Mikronährstoffe in der Medizin:
Prävention und Therapie; ein Kompendium, Haug, Stuttgart,
2001
Diese Information basiert auf verschiedenen
Veröffentlichungen. Für die Richtigkeit der Aussagen
übernehmen wir keine Haftung. Ferner sollte diese
Information nicht zur Behandlung von Erkrankungen genutzt
werden. Falls Sie Medikamente einnehmen oder in ärztlicher
Behandlung sind, sollten Sie vor der Einnahme jeglicher
Nahrungsergänzungsmittel Ihren Arzt zu Rate ziehen.
Die Anwendung von Nahrungsergänzungsmitteln bei Kindern
sollte in jedem Fall mit dem behandelnden Arzt abgestimmt
wer, da die meisten Studien mit Erwachsenen durchgeführt
werden und Verzehrsempfehlungen für Kinder sowie eventuelle
Nebenwirkungen nicht bekannt sind.
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