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Vitamin B3 (Niacinamid)

Das Vitamin für Ausgeglichenheit und innere Ruhe

Vitamin B3 ist auch unter den Namen Niacin (Nicotinsäure) und Niacinamid (Nicotinsäureamid) bekannt. Dieses Vitamin sollte man aber keinesfalls mit dem schädlichen Nicotin im Tabak verwechseln. Vitamin B3 kann von unserem Körper aus Tryptophan selbst hergestellt werden. Es ist unbedingt notwendig für die Energiegewinnung und es fördert die Durchblutung.

Auf die Verwertung kommt es an!

Nach der Entdeckung Amerikas durch Columbus gab es reichlich neue Nahrungsmitteln wie Tomaten, Kartoffeln, Bohnen, Chili und auch Mais. Vor allem in Norditalien wurde Mais bald der Hauptbestandteil der Ernährung (Polenta). Das im Mais enthaltene Vitamin B3 ist jedoch für den Menschen nicht verwertbar. Und so kam es zu einer bisher unbekannten Krankheit mit dem Namen Pellagra, was übersetzt "raue Haut" bedeutet. Bei diesem extremen Vitamin-B3-Mangel wird die Haut schuppig, es kommt zu Durchfall und geistiger Verwirrung.

Zur Belebung von Körper und Geist.

Vitamin B3 bildet gemeinsam mit Eiweiß hunderte verschiedener Enzyme, welche im Körper zur Herstellung von Energie notwendig sind. Es ist auch für eine ausreichende Bildung von Neurotransmittern im Gehirn entscheidend und belebt so auch den Geist.
Tipp: Der größte Feind von Vitamin B3 ist Zucker. Wenn Sie oft Bonbons, Schokoriegel, Gummibärchen, Cola und andere Limonaden konsumieren, kann das schon sehr bald zu einem Vitamin B3 Mangel führen.

Funktionen von Vitamin B3

Antioxidans: Vitamin B 3 ist Bestandteil der bedeutendsten vitalen Redoxsysteme NAD und NADP (Nicotinamid-adeninfinukleoid) und wirkt entgiftend.

Blutzucker: Zusammen mit Chrom ist Niacin Bestandteil des Glucosetoleranzfaktors, welcher für die Regulierung von Insulin und des Blutzuckerspiegels zuständig ist.

Fettstoffwechsel: Vitamin B3 senkt das Gesamtcholesterin und LDL-Cholesterin, erhöht HDL-Cholesterin. Dadurch unterstützt es die Vorbeugung vor Arteriosklerose

Gen-Reparatur: Niacin vermehrt die Produktion von Proteinen im Zellkern, die z. B. die Brücken an der DNA reparieren. Diese Brücken entstehen z. B. durch Oxidation, Stress oder Umweltbelastungen

Zellstoffwechsel: Niacin ist an der Bildung von 200 Enzymen im Körper beteiligt, ebenso an der Biosynthese von Fettsäuren und Steroiden, es kurbelt die Energieproduktion an.

Was kann B3 für Sie tun
  • steigert die Energie
  • wichtig für den Eiweiß- und Fettstoffwechsel
  • kann den Cholesterinspiegel senken
  • regelt den Feuchtigkeitshaushalt der Haut
  • lindert Migräneschmerzen
  • sorgt für die Herstellung der Sexualhormone
  • fördert einen gesunden Schlaf
  • stärkt die Nerven

Erste Warnzeichen bei einem Mangel

  • Kopfschmerzen, Depressionen und Nervenschwäche, Muskelschwäche,
    Mundgeruch, Müdigkeit, Rissige Haut und Hautentzündungen, Empfindliches Zahnfleisch, Zerstreutheit,
    Folgen eines Vitamin B3 Mangels
  • Haut: PELLAGRA-Syndrom (= raue Haut), gerötete, rissige, schuppige, verhärtete Stellen an den Körperteilen, die Sonnenlicht ausgesetzt sind , ebenso an den Ellenbogen, Knien, im Nacken, auf dem Handrücken und an den Unterarmen
  • Mund, Lippen: entzündete, schmerzhafte, geschwollene Zunge, aufgesprungene Lippen
  • Nervensystem: Angstzustände, Müdigkeit, Gereiztheit, Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, Emotionsschwankungen, Verwirrtheit, Orientierungslosigkeit, Delirium
  • Psyche: Halluzinationen ,Paranoia, schwere Depressionen
  • Verdauungssystem: verminderte Abgabe von Verdauungssäften, Magenerweiterung und –schwellung, Blähungen, Erbrechen, Durchfall
  • Migräne: Migräne infolge von Durchblutungsstörungen



Quellen:
Burgerstein, Uli P., Schurgast, Hugo, Ihr Einkaufsführer Vitamine, Karl F. Haug Verlag, Stuttgart, 2003
Brugerstein et. al., Burgersteins Handbuch Nährstoffe, 10. vollständig neu bearbeitete und erweiterte Auflage, Karl F. Haug Verlag, Stuttgart 2002
Dietl. H., Ohlenschläger G., Handbuch der Orthomolekularen Medizin – Prävention und Therapie durch körpereigene Substanzen, 2. verbeserte Auflage, Karl. F. Haug. Verlag, Heidelberg, 2001
Gröber, U., Orthomolekulare Medizin – Ein Leitfaden für Apotheker und Ärzte, 2. vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage, Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart 2002
Gröber, U., Mikronährstoffe für die Kitteltasche, Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart 2002
Gröber, U. Der taxofit-Vitalstoff-Check – Gesund und fit mit Vitaminen, Mineralien und weiteren bioaktiven Stoffen, Knaur Ratgeber Verlage, München, 2004
Lechner, J., Vitalstoffe und Gesundheit Orthomolekulare Ernährung – Bausteine des Lebens, Fit Food Verlag, München 2001
Lininger Skye W. et. al., The natural pharmacy, 2nd revised edition, Prima Publishing / Healthnotes Inc., 1999
Zimmermann, M., Burgerstein Mikronährstoffe in der Medizin: Prävention und Therapie; ein Kompendium, Haug, Stuttgart, 2001

Diese Information basiert auf verschiedenen Veröffentlichungen. Für die Richtigkeit der Aussagen übernehmen wir keine Haftung. Ferner sollte diese Information nicht zur Behandlung von Erkrankungen genutzt werden. Falls Sie Medikamente einnehmen oder in ärztlicher Behandlung sind, sollten Sie vor der Einnahme jeglicher Nahrungsergänzungsmittel Ihren Arzt zu Rate ziehen.
Die Anwendung von Nahrungsergänzungsmitteln bei Kindern sollte in jedem Fall mit dem behandelnden Arzt abgestimmt werden, da die meisten Studien mit Erwachsenen durchgeführt werden und Verzehrempfehlungen für Kinder sowie eventuelle Nebenwirkungen nicht bekannt sind.
 

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