Omega-3 Fettsäuren
Ein zu hoher Konsum von Nahrungsfetten kann zu
zahlreichen medizinischen Problemfeldern assoziiert,
darunter Adipositas, Insulinresistenz, koronare
Herzkrankheit und verschiedene Krebsarten. Während der
Konsum von gesättigten Fettsäuren, mit chronischen
Krankheiten in Zusammenhang gebracht wird, belegen
medizinische Studien, dass Omega-3-Fettsäuren
(n-3-Fettsäuren) von Bedeutung für die Vorbeugung und
Behandlung verschiedener Krankheiten sind. Dies gilt
insbesondere für die Fischöle.
Fischöle bestehen aus den essentiellen Fettsäuren
Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA). EPA
und DHA gehören zur Gruppe der mehrfach ungesättigten
Fettsäuren. Im Vergleich zu den gesättigten Fetten können
die diese nach der Aufnahme mit der Nahrung leichter zu
Energie verstoffwechselt werden. Aus diesem Grund zeichnen
sie sich durch eine höhere Bioverfügbarkeit aus. EPA und DHA
sind Abkömmlinge der mehrfach ungesättigten
Alfa-Linolensäure (ALA) und werden zur Klasse der
Omega-3-Fettsäuren gerechnet.
Koronare Herzkrankheit
Die positiven Wirkungen von Fischöl auf die koronare
Herzkrankheit (KHK) sind seit mehr als zwanzig Jahren
Gegenstand der medizinischen Forschung. Dies gilt
insbesondere seit der richtungweisenden Studie, in der eine
ungewöhnlich niedrige kardiovaskuläre Mortalität bei den
Grönland-Eskimos festgestellt wurde. Fischöl hat wichtige
Auswirkungen auf den Stoffwechsel. In einer Studie an
europäischen Männern konnte nachgewiesen werden, dass
Fischöl beim Menschen den Triglyzeridspiegel im Serum senkt.
In einer neueren Studie wurden die Wirkungen einer
Nahrungsergänzung mit Omega-3-Fettsäuren, insbesondere mit
Fischöl, bei postmenopausalen Frauen mit und ohne
Hormonsubstitutionstherapie (HRT) untersucht. Unabhängig von
der Hormonsubstitution senkte das Fischöl die
Triglyzeridkonzentration im Serum signifikant um
durchschnittlich 26 Prozent, ohne andere Lipidparameter zu
beeinflussen. Die damit verbundene Verminderung des
KHK-Risikos bei postmenopausalen Frauen wurde auf 27 Prozent
geschätzt.
Krebs
Die Ergebnisse epidemiologischer, experimenteller und
pathophysiologischer Studien sprechen dafür, dass Entstehung
verschiedener Krebserkrankungen beim Menschen durch
ungesättigte Fettsäuren (insbesondere durch Fischöle)
gehemmt werden. Auch wurde beobachtet, dass eine EPA- und
DHA-Supplementation in Form von Fischöl das Wachstum und die
Metastasierung von Brust- und Dickdarmkrebs hemmt.(18,19)
Depression
In mehreren Beobachtungsstudien wurden niedrige
Omega-3-Fettäure-Konzentrationen mit einem höheren
Schweregrad von Depressionen in Zusammenhang gebracht. Im
Rahmen einer jüngeren Studie konnte in den Membranen der
roten Blutkörperchen von depressiven Personen eine
signifikant niedrigere Konzentrationen Omega-3-Fettsäuren
insgesamt nachgewiesen werden.
Diabetes mellitus
In Studien wurde durch die Zufuhr von 5-10 Prozent der
Nahrungsenergie in Form von Fischöl die Glukoseaufnahme
beschleunigt und die Erhaltung des normalen
Glukosestoffwechsels gefördert. Noch größere Relevanz kommt
der Tatsache zu, dass Fischöl die Glykogenspeicherung
beschleunigt und deshalb selbst in Situationen erhöhter
Fettsäureoxidation eine vermehrte Glukoseaufnahme in die
Skelettmuskulatur ermöglicht. Fischöl verstärkt die
Sekretion von Insulin durch den Einbau von
Omega-3-Fettsäuren in die Plasmamembran. Auf diese Weise
fördert Fischöl die Regulation des Blutzuckers.
Rheumatoide Arthritis
Klinische und biochemische Studien dokumentieren, dass
Fischöl als Quelle für Omega-3-Fettsäuren zur Behandlung der
rheumatoiden Arthritis herangezogen werden kann. EPA und DHA
reduzierten in diesen Studien die Eicosanoide und die
proinflammatorischen Zytokine. Nach zweiwöchiger Einnahme
von Omega-3-Fettsäuren war die Synthese von Interleukin-1 um
20 Prozent zurückgegangen. Nach vier Wochen war diese
Wirkung noch ausgeprägter. Die Synthese von
Tumornekrosefaktor-Alpha ging innerhalb von 2 Wochen um 40
Prozent zurück. Nach vier Wochen war keine signifikante
Veränderung erkennbar.(3)
Andere Studien belegen den erfolgreichen Einsatz von Fischöl
in der Behandlung von akutem Atemnotsyndrom, Psoriasis,
Multipler Sklerose und Dysmenorrhoe.
Quelle: Alternative Medicine Review, vol 5.6
Tipp: Lesen Sie den Artikel
"Omega-3-Fettsäuren - Fischöl besser als Pflanzenöl?"
von Dipl. oec. troph. Kathi Dittrich
Diese Information basiert auf verschiedenen
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Information nicht zur Behandlung von Erkrankungen genutzt
werden. Falls Sie Medikamente einnehmen oder in ärztlicher
Behandlung sind, sollten Sie vor der Einnahme jeglicher
Nahrungsergänzungsmittel Ihren Arzt zu Rate ziehen.
Die Anwendung von Nahrungsergänzungsmitteln bei Kindern
sollte in jedem Fall mit dem behandelnden Arzt abgestimmt
wer, da die meisten Studien mit Erwachsenen durchgeführt
werden und Verzehrsempfehlungen für Kinder sowie eventuelle
Nebenwirkungen nicht bekannt sind. |
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