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MSM (Methyl-Sulfonyl-Methan)

Methyl-Sulfonyl-Methan (MSM) ist eine schwefelhaltige Verbindung mit sehr guten schmerzlindernden und entzündungshemmenden Eigenschaften. Besonders häufig wird MSM bei Beschwerden des Bewegungsapparates (Gelenke, Sehnen, Muskeln) eingesetzt, da es auf die Funktion und Regeneration unterstützend wirken kann. Weitere positive Wirkungen besitzt MSM insbesondere bei der Kollagensynthese (Haare, Haut, Nägel), bei Allergien und bei Erkrankungen des Magen-Darmtraktes.

Was ist Methyl-Sulfonyl-Methan?

Methyl-Sulfonyl-Methan (MSM) ist eine organische, biologisch aktive Schwefelverbindung, die in allen lebenden Organismen vorkommt. Unser Körper besteht in erster Linie aus Wasser und Natrium, wobei allerdings auch MSM einen bedeutenden Anteil einnimmt. In unserer täglichen Nahrung ist MSM enthalten, lieg in einer sehr gut bioverfügbaren Form vor und stellt einen essentiellen (lebensnotwendigen) Nahrungsbestandteil dar. Insbesondere in frischen, rohen Lebensmitteln kommt MSM vor, allerdings geht es schon bei leichter Verarbeitung verloren, wenn diese Nahrungsmittel erhitzt werden oder austrocknen, d. h. es ist außerordentlich hitze- und sauerstoffempfindlich.

Schwefel gehört zu den Mineralstoffen und ist in fast jeder Körperzelle enthalten. In diesem Zusammenhang ist Schwefel im Körper für zahlreiche Stoffwechselvorgänge von entscheidender Bedeutung. So ist beispielsweise die Funktion von Hormonen, Enzymen, Proteinen und die Struktur und Festigkeit von Knorpel, Bindegewebe etc. direkt abhängig vom Gehalt an Schwefel und seinen Verbindungen. Damit er allerdings optimal von unserem Körper genutzt werden kann, ist es wichtig, dass organischer, biologisch aktiver Schwefel vorliegt, wie es auch bei MSM der Fall ist.
Für seine gesundheitsfördernden Wirkungen und seine Heilkraft bei vielen Beschwerden ist Schwefel bereits seit Jahrhunderten bekannt. Im Altertum wurde dafür schwefelhaltige Heilquellen erfolgreich genutzt.

Wie kann Methyl-Sulfonyl-Methan im Körper wirken?

Wirkungen bei Gelenkerkrankungen (Arthrose und Arthritis):
Insbesondere in der Orthopädie wird bei Gelenksarthrose (nicht entzündliche Gelenkserkrankung, Gelenksdegeneration) bzw. Gelenksarthritis (Entzündung der Gelenke) MSM zur unterstützenden Behandlung verwendet, da bei diesen Erkrankungen Methyl-Sulfonyl-Methan die Regeneration des Gelenkknorpels positiv beeinflussen und Entzündungen lindern kann. Da MSM vorwiegend aus Schwefel besteht und die Struktur und Festigkeit des Knorpels unmittelbar abhängig ist von dem Gehalt an Schwefel, ist MSM auch für die intakte Funktion des Knorpels hierbei von entscheidender Bedeutung. Auch bei Gelenkverletzungen, wie sie beispielsweise beim Sport auftreten können, kann MSM die Behandlung unterstützen und die Regeneration fördern. Weiterhin spielen Schwefelverbindungen, zu denen auch MSM zählt, nicht nur bei der Synthese von Knorpel sondern auch bei der Bildung von Binde- und Stützgewebe, Kollagen und organsicher Knochenmatrix eine wichtige Rolle. Daher kommt MSM eine große Bedeutung bei Schmerzen und Steifheit bei Überbeanspruchung (z. B. Sport, Übergewicht etc.) der Bänder, Sehnen, Muskeln und Gelenken zu.

Darüber hinaus besteht die übliche Behandlung von Arthrosen in der Verabreichung schmerzlindernder und entzündungshemmender Medikamente, die aber oft unangenehme Nebenwirkungen haben. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass in mehreren Studien MSM dieselben Wirkungen hinsichtlich der Schmerzreduktion und antientzündlichen Wirkungen besaß wie handelsübliche Medikamente und dabei deutlich verträglicher war als die herkömmlichen Medikamente.

Wirkungen bei rheumatoider Arthritis:
Rheumatoide Arthritis tritt in den letzten Jahren immer häufiger auf. Inzwischen leiden bereits ca. 40% aller Menschen über 65 Jahre an dieser Erkrankung. Da MSM sowohl abschwellende als auch entzündungshemmende Wirkungen besitzt, fördert es die Beweg-lichkeit der Gelenke und lindert die Schmerzen.

Wirkungen auf die Muskulatur:
Darüber hinaus ist MSM ein wichtiger Bestandteil einiger lebenswichtiger Aminosäuren. Es bildet eine flexible Verbindung zwischen den einzelnen Proteinen, die wiederum aus Aminosäuren bestehen, in unserem Muskelgewebe. Da die Muskulatur eine ganz wesentliche Stützfunktion für unser Knochensystem besitzt, ist infolgedessen auch die Stärkung der Muskulatur für gesunde Gelenke und Knochen und deren Entlastung von besonderer Bedeutung.
Bei Muskelschmerzen oder Krankheiten der Skelettmuskulatur besitzt MSM gute schmerzlindernde Wirkungen. Hierbei hilft MSM bei übertrainierten Muskelpartien, Krämpfen, Verletzungen und bei Überbelastung, dass (Mikro-) Verletzungen schneller ausheilen und die Rekonvalenzzeit verkürzt wird. Beschleunigt werden kann der Heilungsprozess durch eine zusätzliche Einnahme von Vitamin C.
Aufgrund dieser Wirkungen setzen Athleten aber auch Sportmediziner MSM gerne ein. Interessant ist, dass Methyl-Sulfonyl-Methan die Erythrozyten (rote Blutkörperchen) im Körper dazu befähigt, mehr Sauerstoff aufzunehmen und somit die einzelnen Organe wieder mit mehr Sauerstoff versorgt werden. Somit wird die Ausdauer und Leistungsfähigkeit insbesondere von Sportlern positiv beeinflusst.

Wirkungen auf den Stoffwechsel:
Da die Durchlässigkeit der Zellmembranen durch Methyl-Sulfonyl-Methan erhöht wird, können Nährstoffe besser und schneller aufgenommen und Stoffwechselschlacken schneller und effektiver ausgeschieden werden. Zusätzlich wird auch die Aufnahme von Glucose bei Diabetikern durch MSM verbessert und somit die Insulinresistenz vermindert.

Wirkungen auf die Magensäureproduktion und Verdauung:
MSM kann Untersuchungen zu Folge die Magensäureproduktion normalisieren. Einige Patienten, die an einer erhöhten Magensäureproduktion (hyperazider Gastritis) litten, konnten nach MSM-Einnahme ihre Medikamentendosis wie H -Blocker oder Antacida deutlich reduzieren. Die genauen Wirkungsmechanismen diesbezüglich sind noch nicht bekannt. Darüber hinaus könnte die Tatsache eine Rolle spielen, dass Schwefel, wie er auch in MSM enthalten ist, Bestandteil von so genannten Schleimsubstanzen (Mucoproteide, Mucopolysaccharide) ist und diese wiederum sehr wichtig für eine intakte Magenschleimhaut sind.
Darüber hinaus soll Methyl-Sulfonyl-Methan auch regulierend auf die Verdauung wirken.

Wirkungen gegen oxidativen Stress:
Weil MSM aus Schwefel besteht, ist es auf diese Weise auch essentieller Bestandteil vieler schwefelhaltiger Enzyme und Aminosäuren (Methionin, Cystein), die z. T. an der Entgiftung von freien Radikalen beteiligt und somit antioxidativ wirksam sind. Hierdurch werden Zellen und Gewebe vor oxidativem Stress geschützt und somit das Risiko für Schäden an der Erbsubstanz (DNA) verringert. Darüber hinaus beschleunigt es die Aufnahme und verlängert die Wirkung einiger Vitamine wie z. B. von Vitamin C, E und Co-Enzym Q10, wobei speziell bei diesen Substanzen MSM die antioxidative Wirkung noch zusätzlich erhöhen kann. In Tierversuchen konnte die Schutzwirkung von MSM vor Krebs (v. a. Brust- und Darmkrebs) deutlich gezeigt werden. Entsprechende Versuche an Menschen laufen.

Wirkungen gegen Brust- und Darmkrebs:
In verschiedenen Tierversuchen konnte die Schutzwirkung von MSM vor Krebs (v. a. Brust- und Darmkrebs) deutlich gezeigt werden, d. h. dass MSM die Wahrscheinlichkeit für einen Ausbruch speziell dieser Krebsarten senken kann, wobei es keine toxischen Nebenwirkungen hatte. Entsprechende Studien an Menschen laufen und sind sehr viel versprechend, da die Einnahme von MSM in Verbindung mit anderen Therapien zu Krebsvorbeugung den Ausbruch und das Voranschreiten auch anderer Krebsarten verhindern oder zumindest verzögern könnte.

Wirkungen auf Entgiftungsprozesse:
MSM ist eine sehr wirkungsvolle Substanz, um Entgiftungsprozesse zu beschleunigen. Auch die Ausleitung von Schwermetallen, wie z. B. Quecksilberablagerungen im Gehirn, kann diese spezielle Schwefelverbindung ankurbeln. Darüber hinaus ist Schwefel biochemisch in den Entgiftungsprozess von Steroiden, Phenolen und Alkoholen involviert.

Wirkungen bei Emphysemen und Lungenerkrankungen:
Verschiedene Untersuchungen haben ergeben, dass MSM bei Lungenerkrankungen (Bronchitis, Raucherhusten, Kurzatmigkeit etc.) helfen kann. Der genaue Wirkmechanismus ist bislang noch nicht bekannt, es gibt allerdings Hinweise darauf, dass zwei Faktoren eine Rolle spielen: Zum einen, dass Erythrozyten in Anwesenheit von MSM mehr Sauerstoff aufnehmen können und zum anderen, dass MSM antibakterielle Effekte besitzt.

Wirkungen auf den Gehirnstoffwechsel:
MSM ist ein Antioxidans, das die Blut-Hirn-Schranke passieren kann. Daher kann MSM dazu beitragen, dass die Konzentrationsfähigkeit und geistige Fitness verbessert werden. Man geht davon aus, dass hierfür ursächlich auch die Anregung der Sauerstoffaufnahme der Erythrozyten durch MSM eine Rolle spielt, da hierdurch die Sauerstoffversorgung und die Gehirndurchblutung verbessert werden.

Wirkungen gegen Allergien:
MSM besitzt offensichtlich gute antiallergische Eigenschaften. Beobachtungen zufolge lässt es Allergien abklingen und besitzt nahezu ähnliche Wirkungen gegen Allergien wie Antihistaminika allerdings ohne dessen Nebenwirkungen. Hierbei nimmt man an, dass MSM eine natürliche Schutzschicht auf der Schleimhaut bildet und damit Allergenen die Anhaftung an die Schleimhäute erschwert.

Wirkung auf die Kollagensynthese (Haut, Haare, Nägel:)
Methyl-Sulfonyl-Methan ist notwendig für die Kollagensynthese in der Haut, in den Haaren und in den Finger- und Fußnägeln. MSM kann hierdurch verhindern, dass die Zellen inflexibel und hart werden, d. h. MSM erhöht die Elastizität der Haut. Auch bei Akne, Rosacea, Ekzeme, Verbrennungen, altersbedingten Hautveränderungen und überschießendem Narbengewebe kann MSM die Haut aufgrund dieser Wirkung weicher und ansehnlicher machen, wobei es zusätzlich die Wundheilung fördert. Darüber hinaus wird MSM (in Cremeform) auch bei Sklerodermie, einer Autoimmunerkrankung, bei der die Haut und das Bindegewebe abnorm hart und steif werden, erfolgreich eingesetzt, da hierdurch das betroffene Gewebe wieder elastischer und weicher wird.
Nicht zu unrecht wird MSM auch häufig als das Schönheitsmineral bezeichnet, da es dem Haar zu mehr Glanz verhilft und die Haut weicher und elastischer wirken lässt.

Wirkungen gegen Parasiten:
Studien an Mensch und Tier zeigen, dass MSM eine äußerst gute Wirkung gegen Parasiten wie Trichomonaden, Pilze, Gardia (Gardiasis = Erkrankung durch Darmflagellaten), Rund- und anderen Würmern besitzt. Daher wird MSM auch bei Haut- und Fußpilz immer häufiger eingesetzt. Auch in der Antibiotika-Therapie werden Schwefelverbindungen zur Bekämpfung bakterieller Infekte eingesetzt. Tierversuche belegen die Wirksamkeit von MSM diesbezüglich bereits, während viel versprechende Studien am Menschen noch laufen.

Empfehlenswert ist eine regelmäßige, tägliche Einnahme von MSM über einen längeren Zeitraum, damit MSM seine Wirkung optimal entfalten kann. Eine gleichzeitige Einnahme von Vitamin C oder Multivitaminpräparaten beschleunigt und verstärkt die Wirkung von MSM zusätzlich.



Diese Information basiert auf verschiedenen Veröffentlichungen. Für die Richtigkeit der Aussagen übernehmen wir keine Haftung. Ferner sollte diese Information nicht zur Behandlung von Erkrankungen genutzt werden. Falls Sie Medikamente einnehmen oder in ärztlicher Behandlung sind, sollten Sie vor der Einnahme jeglicher Nahrungsergänzungsmittel Ihren Arzt zu Rate ziehen.
Die Anwendung von Nahrungsergänzungsmitteln bei Kindern sollte in jedem Fall mit dem behandelnden Arzt abgestimmt wer, da die meisten Studien mit Erwachsenen durchgeführt werden und Verzehrsempfehlungen für Kinder sowie eventuelle Nebenwirkungen nicht bekannt sind.
 
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