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Mangan

Mangan ist Bestandteil von zirka 60 Enzymen. Deshalb nimmt es unmittelbar Einfluss auf viele Stoffwechselprozesse.

Mangan gehört zu den essentiellen Spurenelementen. Es ist sowohl Bestandteil als auch Aktivator von Enzymen und daher an zahlreichen Stoffwechselprozessen beteiligt. Das betrifft z.B. die Glucosebildung aus Milchsäure, die Blutgerinnung, die Knochenbildung, die Spermienbildung sowie die Entwicklung des zentralen Nervensystems (ZNS).

Zudem unterstützt Mangan als Bestandteil der Superoxiddismutase – eines antioxidativ wirkenden Enzyms – den Körper bei der Neutralisierung Freier Radikale. Mangan ist sozusagen der metallische Teil des Enzyms, der zwar winzig klein, aber extrem wichtig für das Enzym ist. Auch Kupfer, Zink und Selen üben eine solche Rolle in Enzymen aus.

Ein weiteres Enzym, das Mangan braucht, ist die Pyruvatcarboxylase. Sie verwandelt das „Abfallprodukt“ Milchsäure wieder in Glucose. Milchsäure entsteht, wenn der Energie liefernde Nährstoff Glucose unter Sauerstoffabwesenheit verstoffwechselt wird. Diese Glucoseverwertung ist allerdings weniger effektiv als der Abbau des Nährstoffes unter Sauerstoffanwesenheit. Aus diesem Grund wird Glucose auch nur dann zu Milchsäure abgebaut, wenn der Körper dringend Energie benötigt.

Als Bestandteil der Glycosyltransferase nimmt Mangan außerdem Einfluss auf die Bildung der so genannten Proteoglycane, die durch ihre Raum füllenden Eigenschaften insbesondere für Knochen, Knorpel und Gelenke wichtig sind.

Zusammenhänge scheinen ferner auch zwischen Mangan und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, einschließlich der Arteriosklerose, zu bestehen, denn der Fettstoffwechsel wird unter anderem auch durch manganabhängige Enzyme verbessert. Bei Manganmangel treten Störungen der Fruchtbarkeit und des Skelettwachstums (verkürzte Knochen) auf.

Wissenschaftler der John Hopkins Universität in Baltimore haben entdeckt, dass Mangan die Vermehrung von Aids-Viren hemmt. Die Entdeckung, über die die Forscher im Wissenschaftsmagazin Molecular Cell schreiben, soll in Zukunft helfen, einen neuen Ansatzpunkt für die Entwicklung von Präparaten zu finden.



Diese Information basiert auf verschiedenen Veröffentlichungen. Für die Richtigkeit der Aussagen übernehmen wir keine Haftung. Ferner sollte diese Information nicht zur Behandlung von Erkrankungen genutzt werden. Falls Sie Medikamente einnehmen oder in ärztlicher Behandlung sind, sollten Sie vor der Einnahme jeglicher Nahrungsergänzungsmittel Ihren Arzt zu Rate ziehen.
Die Anwendung von Nahrungsergänzungsmitteln bei Kindern sollte in jedem Fall mit dem behandelnden Arzt abgestimmt wer, da die meisten Studien mit Erwachsenen durchgeführt werden und Verzehrsempfehlungen für Kinder sowie eventuelle Nebenwirkungen nicht bekannt sind.
 

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