Kupfer
Bei Metallen denken Sie wahrscheinlich nicht an Essen, bei
Kupfer eher an Heizungsrohre oder grüne Dächer, wo
Kupferoxid für die charakteristische Färbung sorgt. Kupfer
ist das älteste Metall, das von Menschen bearbeitet und
verwendet wurde. Kupfer tötet Keime ab, z.B. die in den
Weihwasserbecken der Kirchen.
Kupfer ist ein wichtiger Bestandteil von Enzymen, z,B. dem
Metalloenzym Lysyloxidase, die die Vernetzung von Elastin
und Kollagen unterstützen. Damit wird garantiert, dass die
Haut gesund und elastisch bleibt. Außerdem fördert dies die
Knochenelastizität und beugt Osteoporose vor. Bei der
Osteoporose wird Knochensubstanz abgebaut und das Risiko für
Knochenbrüche steigt. Insbesondere Frauen nach den
Wechseljahren sind davon betroffen. Für die
Knochenfestigkeit sind außerdem die Mikronährstoffe Calcium,
Vitamin D und Vitamin K1 notwendig.
Kupfer hat im menschlichen Körper viele Aufgaben: Es ist
Bestandteil von Enzymen des Aminosäure- und
Eisenstoffwechsels. Kupfer ist an der Bildung der roten
Blutkörperchen beteiligt, der Funktion des zentralen
Nervensystems sowie beim Pigmentstoffwechsel. Außerdem ist
Kupfer notwendig, damit in den Mitochondrien, den
Kraftwerken der Zellen, Energie produziert werden kann.
Der Kupferbestand des Körpers beträgt 80 bis 100 Milligramm,
vor allem im Skelett, aber auch in den Muskeln, den inneren
Organen und im Gehirn, womit Kupfer das dritthäufigste
Spurenelement im menschlichen Organismus darstellt. Der
Kupfergehalt des Blutserums liegt zwischen 70 μg bis 150 μg.
Ein Kupfermangel entsteht durch einseitige Ernährung oder
durch Resorptionsstörungen. Kleinkinder, die nur mit
Kuhmilch ernährt werden, können Kupfermangel entwickeln, da
Kuhmilch nur einen geringen Kupferanteil besitzt. Chronische
Darmentzündungen und chronische Durchfälle führen ebenfalls
leicht zu Kupfermangel. Er kann auch durch die
längerfristige Einnahme von säurebindenden Medikamenten
entstehen.
Kupfermangel reduziert die Zahl der weißen Blutkörperchen,
so dass das Immunsystem geschwächt wird. Wenn die Synthese
von Kollagen und Elastin gestört ist, kann es zu Osteoporose
und Gefäßrupturen kommen. Weitere typische Zeichen sind:
- Blutarmut
- Pigmentstörungen in der Haut
- Störungen des zentralen Nervensystems
- Störungen des Wachstums
Orthomolekularmediziner empfehlen die tägliche Aufnahme von
1,0 bis 1,5 Milligramm Kupfer. Lebensmittel, die Kupfer
enthalten, sind Getreideprodukte, Leber, Fische,
Schalentiere sowie einige Käse- und Gemüsesorten, aber auch
in Schokolade und Nüssen
Quellen:
Pressemitteilung der Gesellschaft für Ernährungsmedizin und
Diätetik e.V., Aachen vom 1.6.
Diese Information basiert auf verschiedenen
Veröffentlichungen. Für die Richtigkeit der Aussagen
übernehmen wir keine Haftung. Ferner sollte diese
Information nicht zur Behandlung von Erkrankungen genutzt
werden. Falls Sie Medikamente einnehmen oder in ärztlicher
Behandlung sind, sollten Sie vor der Einnahme jeglicher
Nahrungsergänzungsmittel Ihren Arzt zu Rate ziehen.
Die Anwendung von Nahrungsergänzungsmitteln bei Kindern
sollte in jedem Fall mit dem behandelnden Arzt abgestimmt
wer, da die meisten Studien mit Erwachsenen durchgeführt
werden und Verzehrsempfehlungen für Kinder sowie eventuelle
Nebenwirkungen nicht bekannt sind.
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