Indol-3-Carbinol
Mit Pflanzenkraft gegen Krebs
Indol-3-Carbinol ist eine phytochemische Substanz, die eine
große Bedeutung als Antioxidans und Antikarzinogen hat.
Aus epidemiologischen Untersuchungen ist bekannt, dass der
Verzehr von reichlich Gemüse das Risiko an Krebs zu
erkranken vermindert. Vor allem den Kohlgemüse kommt hier
eine wichtige Bedeutung zu. Einer der Inhaltsstoffe, auf die
diese Wirkung zurückgeht ist das Indol-3-Carbinol.
Indol-3-Carbinol gehört zur Gruppe der schwefelhaltigen
Verbindungen mit dem Namen Glucosinolate. Besonders reich an
Indol-3-Carbinol ist das Kohlgemüse Broccoli.
Forscher der Berkeley Universität von Californien kamen
bereits 1998 dem Wirkstoff Indol-3-Carbinol auf die Spur.
Ihren Erkenntnissen nach kann das Indol-3-Carbinol das
Wachstum von Brust- und Gebärmutterhalskrebs hemmen.
Diese Wirkung wird darauf zurückgeführt, dass
Indol-3-Carbinol in den Östrogenstoffwechsel eingreift. Es
stimuliert die Umwandlung von Östrogen zu neutralen
Abbauprodukten, die dann keinen fördernden Einfluss mehr auf
die Entstehung von Brustkrebs besitzen. Wie Studien gezeigt
haben, kann auch durch eine vorbeugende Einnahme das
Brustkrebsrisiko gesenkt werden. Diese Wirkung ist auch für
Frauen interessant, die nach der erfolgreichen
Brustkrebsbehandlung die Entstehung neuer Tumoren fürchten.
Aber nicht nur für Frauen ist Indol-3-Carbinol interessant.
Erste Studien bei der Vorbeugung und Behandlung von
Prostata-Krebs sind sehr viel versprechend. Hierbei wird die
Wirkung allerdings auf den hemmenden Einfluss von
Indol-3-Carbinol auf das Wachstum der Krebszellen.
Wirkungen
Indol-3-Carbinol (I3C®) ist eine phytochemische Substanz
(ein Glucosinolat), die in Gemüsen aus der Familie der
Kreuzblütler enthalten ist - vor allem in Broccoli,
Weißkohl, Rosenkohl und Blumenkohl. Indol-3-Carbinol bietet
Schutz gegen hormonabhängige Tumoren durch gezieltes
Eingreifen in den Stoffwechsel des Sexualhormons Östradiol.
Für dessen Abbau gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten:
Als Metaboliten können entweder Östriol oder
Catechol-Östrogen entstehen. Während eine hohe Konzentration
an Östriol das Brustkrebsrisiko nach der Menopause steigert,
nimmt Catechol-Östrogen kaum Einfluss auf das Tumorwachstum.
Bei Studien zeigte sich, dass Indol-3-Carbinol die Bildung
des harmloseren Abbauproduktes fördert.
Bei mehreren in-vitro und in-vivo Studien konnte gezeigt
werden, dass Indol-3-Carbinol das Wachstum von
Östrogen-Rezeptor positiven Tumorzellen um bis zu 90 Prozent
hemmt. Auch bei Östrogen-Rezeptor negativen Mammakarzinomen
kam es bei Gabe von Indol-3-Carbinol zu einer Hemmung des
Zellwachstums. Bei diesen Tumoren hat Tamoxifen keine
Wirkung. Die günstige Wirkung von Indol-3-Carbinol ist hier
wahrscheinlich auf seine starke antioxidative Wirkung
zurückzuführen. Bei weiblichen Raucherinnen konnte außerdem
gezeigt werden, dass Indol-3-Carbinol das Wachstum von
Lungenkrebs hemmt.
Des weiteren verfügt Indol-3-Carbinol über eine
antioxidative Wirkung und unterstützt die Bildung von
natürlich entgiftenden Enzymen.
Indikationen
Neben der unterstützenden Behandlung bei Brustkrebs - wobei
die Einnahme nur nach strenger Indikationsstellung durch
einen Arzt erfolgen sollte - bestehen aufgrund der starken
antioxidativen Wirkung von Indol-3-Carbinol auch
Indikationen bei:
unregelmäßiger und einseitiger Ernährung
starken Rauchern
Personen, die chronisch krank sind und ständig Medikamente
einnehmen müssen
vor und nach Operationen wegen bösartiger Tumoren
älteren Menschen mit verminderter Leistungsfähigkeit des
Immunsystems
Nebenwirkungen sind bei diesem Naturprodukt nach dem
heutigen Stand des Wissens ebenso wenig bekannt wie
Wechselwirkungen mit Medikamenten.
Diese Information basiert auf verschiedenen
Veröffentlichungen. Für die Richtigkeit der Aussagen
übernehmen wir keine Haftung. Ferner sollte diese
Information nicht zur Behandlung von Erkrankungen genutzt
werden. Falls Sie Medikamente einnehmen oder in ärztlicher
Behandlung sind, sollten Sie vor der Einnahme jeglicher
Nahrungsergänzungsmittel Ihren Arzt zu Rate ziehen.
Die Anwendung von Nahrungsergänzungsmitteln bei Kindern
sollte in jedem Fall mit dem behandelnden Arzt abgestimmt
wer, da die meisten Studien mit Erwachsenen durchgeführt
werden und Verzehrsempfehlungen für Kinder sowie eventuelle
Nebenwirkungen nicht bekannt sind. |
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