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Sibirischer Ginseng

Ginseng gilt traditionell als immunstärkende Heilpflanze. Medizinisch wirksam sollen die Inhaltsstoffe in den Wurzeln sein. Bekannt sind zur Zeit 3 Ginseng-Arten: Sibirischer Ginseng, koreanischer Ginseng und amerikanischer Ginseng. Alle drei Arten gehören jedoch der selben Pflanzenfamilie an und haben daher ein ähnliches Wirkungsspektrum.

Sibirischer Ginseng stammt ursprünglich aus dem Süd-Osten Russlands, dem nördlichen China, Japan und Korea.
Koreanischer Ginseng, auch asiatischer roter oder weißer Ginseng genannt, wird schon seit tausenden von Jahren in der chinesischen Medizin als allgemeines Stärkungsmittel, Energielieferant und als Mittel für Langlebigkeit und Vitalität genutzt. (1) Auch sibirischer Ginseng wird schon seit über 2000 Jahren in der chinesischen Medizin zur Steigerung des Wohlbefindens und bei Atemwegs- und anderen Infektionen genutzt. Ginseng soll außerdem das Verdauungssystem stärken.

Die amerikanischen Völker haben Ginseng als Heilpflanze bei Verdauungsproblemen und als Immun- und sexuelles Stärkungsmittel angewendet.

Der russische Arzt Brekhman hat in Studien festgestellt, dass Ginseng auch als Beruhigungs- und Stärkungsmittel in Stress-Situationen wirksam ist und einen stressbedingt erhöhten Blutdruck beruhigen kann. Solche pflanzlichen Beruhigungsmittel dürfen keine Nebenwirkungen oder gravierende physiologische Veränderungen hervorrufen.

Als gesundheitlich wirksame Inhaltsstoffe sind in Studien die so genannten Saponin-Triterpen-Glycoside ermittelt worden. Sie werden auch als so genannte Ginsenocide bezeichnet. Dies sind Stoffe, die zu der Gruppe der sekundären Pflanzenstoffe gehören und u.a. antioxidative Eigenschaften haben. Antioxidantien sind Stoffe, die freie Radikale, also Stoffe, die durch falsche Ernährung und Stress im Körper gebildet werden und Zellen schädigen, unschädlich machen können. Sie können so das Risiko der Entstehung von ernährungsbedingten Krebserkrankungen oder Gefäßablagerungen (=Arteriosklerose) vermindern.

In verschiednen Studien konnte außerdem festgestellt werden, dass Ginseng die körperliche Leistungsfähigkeit steigert, indem es die Sauerstoffaufnahme verbessert. So konnte 1986 in einer japanischen Studie gezeigt werden, dass Ginseng-Extrakte die Sauerstoff-Aufnahme in arbeitenden Muskelzellen verbessert und so die Muskelleistung erhöht.

In weiteren Studien konnte gezeigt werden, dass Ginseng den Blutdruck bei Menschen mit erhöhten oder zu niedrigen Werten normalisiert. In einer 1996 in Japan durchgeführten Studie konnte gezeigt werden, dass Ginseng auch das Risiko der Entstehung von Magengeschwüren vermindern kann.

In einer 1987 in Deutschland durchgeführten doppelblinden Studie konnte außerdem festgestellt werden, dass Ginseng-Extrakte das Immunsystem stärken und so eine größere Resistenz des Körpers gegenüber Infektionen bewirken können. Andere Studien belegten, dass Ginseng-Extrakte die Aktivität der Lymphozyten (=weiße Blutkörperchen, die Antikörper bilden) und der natürlichen Killerzellen steigern.



Quellen:
(1) Dupler, D.: Siberian Ginseng. In: Gale encyclopedia of alternative medicine; Gale Group, 2001.

Diese Information basiert auf verschiedenen Veröffentlichungen. Für die Richtigkeit der Aussagen übernehmen wir keine Haftung. Ferner sollte diese Information nicht zur Behandlung von Erkrankungen genutzt werden. Falls Sie Medikamente einnehmen oder in ärztlicher Behandlung sind, sollten Sie vor der Einnahme jeglicher Nahrungsergänzungsmittel Ihren Arzt zu Rate ziehen.
Die Anwendung von Nahrungsergänzungsmitteln bei Kindern sollte in jedem Fall mit dem behandelnden Arzt abgestimmt wer, da die meisten Studien mit Erwachsenen durchgeführt werden und Verzehrsempfehlungen für Kinder sowie eventuelle Nebenwirkungen nicht bekannt sind.
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