| Beta-Sitosterin Phytosterine (Phytosterole)
haben eine cholesterinähnliche Struktur, deswegen
vermindern sie die Cholesterinaufnahme im Darm.
Moleküle mit ähnlich chemischer Struktur konkurrieren
sozusagen um die Transportwege durch die Darmwand.
Schätzungsweise 1 mg Beta-Sitosterin kann die Aufnahme von 1
mg Cholesterin im Darm blockieren.
Sie senken das LDL-Cholesterin um bis zu 13%, das HDL wird
nicht beeinflusst. Sterine hemmen die Entstehung
krebserzeugender Stoffe, so gelten die Phytosterine als
risikomindernd für Brust-, Darm-, Magen- und Prostatakrebs.
Beta-Sitosterin sind ist ein pflanzliches Phytosterol mit
Hormonwirkung. Es beeinflusst das hormonelle
Gleichgewicht in der Prostata und vermindert so Schwellungen
und einen Gewebezuwachs. Störungen beim Wasserlassen
werden dadurch verbessert.
Die „Zeitschrift für Phytotherapie“ schreibt in Ausgabe 10,
21, 2000, Seite 270:
Effektiv: Beta-Sitosterin bei BPH
Das Phytopharmakon Beta Sitosterin (Phytosterol) hat eine
festen Stellenwert in der konservativen Therapie der
benignen Prostatahyperplasie (BPH): Es lindert wirkungsvoll
die irrtativen und obstruktiven Symptome in den frühen
Stadien und ist das einzige pflanzliche BPH-Therapeutikum,
dem auch die deutsche Gesellschaft für Urologie in ihren
Leitlinien eine Wirksamkeit bestätigt.
ß-Sitosterin hat aber noch eine andere erstaunliche Wirkung,
wodurch es für manche Menschen fast noch wichtiger wird:
ß-Sitosterin ist der Nährstoff, der die Funktion der Blase
aufrecht erhält. ß-Sitosterin hemmt u. a. die Aktivität
des Enzyms α-Reduktase und trägt so dazu bei, dass die
Aktivität der Blasenmuskulatur voll funktionsfähig bleibt.
Eine kürzlich durchgeführte Doppel- Blind- Studie in der
Schweiz hat gezeigt, dass in einer Gruppe von 50 Männern,
die eine vergrößerte Prostata haben, diejenigen deutliche
Besserung verspürten, die Beta-Sitosterin erhielten.
Das Phytopharmakon Beta-Sitosterin wirkt auch langfristig
bei Patienten mit benigner Prostatahyperplasie (BPH). Dies
hat eine Analyse der Daten von 117 Patienten ergeben, die
ein Jahr nach einer sechsmonatigen, multizentrischen,
doppelblinden und placebokontrollierten klinischen Studie
untersucht worden sind. Das berichten Dr. Richard Berges und
seine Mitarbeiter von der Urologischen Klinik der Ruhr
Universität Bochum (BJU 85, 2000, 842).
38 Patienten der Verum-Gruppe setzten die Therapie nach der
Studie ein Jahr lang fort und bekamen weiter dreimal täglich
20 Milligramm Beta-Sitosterin (Harzol®). Ihr maximaler
Urinfluss hatte sich während der Studie von durchschnittlich
neun Milliliter pro Sekunde (ml/s) auf 12,4 ml/s verbessert,
ihr Rest-Harn-Volumen war von etwa 65 ml auf 22 ml gefallen.
Diese Werte blieben in den folgenden zwölf Monaten unter
Beta-Sitosterin stabil.
Bei den 14 Patienten, die nach dem Ende der Studie die
Therapie abgebrochen hatten, hatte sich das
Rest-Harn-Volumen nach zwölf Monaten wieder verdoppelt, ihr
maximaler Urinfluss blieb hingegen konstant. 18 Patienten,
die erst mit Placebo und danach nicht weiter behandelt
worden waren, hatten kaum veränderte Werte.
Eine Arbeit der Universität Bochum gibt Hinweise, wie
Beta-Sitosterin wirken könnte. Das Phytopharmakon erhöht die
Produktion des Zytokins TGF (transforming growth factor)-ß1
in Kulturen von Prostata-Stroma-Zellen (Eur. Urol. 37, 2000,
735). Von TGF-ß1 ist bekannt, daß es auf Stroma-Zellen
zytostatisch wirkt. In der Arbeit belegten die Forscher
auch, das Beta-Sitosterin in Stroma-Zellen die
Proteinkinase-C-Alpha, ein für die Zellteilung wichtiges
Enzym, inaktiviert.
Hintergrundinformation gutartige Prostatavergrößerung
Die Vergrößerung der Prostata ist unter dem medizinischen
Fachbegriff Benigne Prostata-Hyperplasie (BPH) bekannt. Etwa
50 Prozent aller Männer über 50 Jahre und sogar etwa 80
Prozent aller 80jährigen leiden unter einer gutartigen
Vergrößerung der Prostata. Daher wird sie im Volksmund auch
als Altersprostata bezeichnet.
Die typischen Symptome sind häufigeres Wasserlassen,
nächtlicher Harndrang sowie das Gefühl unvollständiger
Entleerung der Blase. Bei einer fortschreitenden
Prostatavergrößerung können sich weitere krankhafte Zustände
und Veränderungen einstellen, die zu schwersten Erkrankungen
führen können.
Link-Tipp: Lesen Sie den interessanten Artikel "Phytopharmaka
- mit Pflanzen heilen" auf
www.gesundheit.de
Diese Information basiert auf verschiedenen
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werden. Falls Sie Medikamente einnehmen oder in ärztlicher
Behandlung sind, sollten Sie vor der Einnahme jeglicher
Nahrungsergänzungsmittel Ihren Arzt zu Rate ziehen.
Die Anwendung von Nahrungsergänzungsmitteln bei Kindern
sollte in jedem Fall mit dem behandelnden Arzt abgestimmt
wer, da die meisten Studien mit Erwachsenen durchgeführt
werden und Verzehrsempfehlungen für Kinder sowie eventuelle
Nebenwirkungen nicht bekannt sind.
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