| B-Vitamine - Funktionen im Körper
Serotonin und B–Vitamine (Kurzfassung)
Damit der Stoffwechsel immer genug „Glückshormone“ bilden
kann, braucht er Hilfsmittel wie das Vitamin B1, um
Kohlenhydrate vom Einfachzucker in Energie umzubauen. Beim
Umbau von Tryptophan zum „Glückshormon“ Serotonin sind die
Vitamine B6, B12 und Folsäure behilflich, die außerdem dem
Herz etwas Gutes tun, da sie das Arterioskleroserisiko
senken.
Fazit: Wenn die Seele hungert, fehlen manchmal nur die
richtigen Nährstoffe.
B–Vitamine und Energiegewinnung
Um Kohlenhydrate im Körper abzubauen und in Energie
umzuwandeln, benötigt der Organismus hauptsächlich die
Vitamine der B-Gruppe. Diese Vitamine sind alle in
irgendeiner Weise für die Energiefreisetzung und für
bestimmte Hirn- und Nervenfunktionen verantwortlich. Vitamin
B1 (Thiamin) zum Beispiel ist von zentraler Bedeutung. Bei
einem Mangel sind der ganze Kohlenhydratstoffwechsel und
damit die Energiegewinnung gestört. Als erste Symptome
treten erhöhte Reizbarkeit, Müdigkeit, Gedächtnisschwäche
auf. Auch die Vitamine B2, B3 und B5 sind für die
Energieumwandlung notwendig, während B6 (Pyridoxin)
vorwiegend an der Hirnfunktion beteiligt ist.
B–Vitamine und Schmerzempfinden
Besonders die Vitamine B1 und B6 sind eng mit dem
Serotonin-Stoffwechsel verbunden. Ein Mangel senkt den
Serotoningehalt des Gehirns mit der Folge einer gesteigerten
Schmerzwahrnehmung.
Funktionen im Einzelnen; ausführlicher
Vitamin B1
Vitamin B1 (Thiamin) hat vor allem wichtige Bedeutung im
Kohlenhydratstoffwechsel. Die klassische Vitamin
B1-Mangelerkrankung ist Beriberi. Diese äußert sich in einer
Störung der Nervenfunktion und vielen anderen Symptomen
(z.B. Herzschwäche).
Verschiedene Faktoren wie Alkohol, Gerbsäure in Schwarzem
Tee und Kaffee, Schwefel als Konservierungsmittel, Hitze und
Kochwasserverluste verschlechtern die Vitamin B1-Versorgung.
Andere Feinde sind Östrogen, Mittel gegen Magensäure und
schwefelhaltige Medikamente. Rauchen oder der Verzehr von
Süßigkeiten erhöht den B1-Bedarf.
Das Vitamin B1 erfüllt vielfältige Aufgaben im Körper, vom
Wachstum bei Kindern bis zur Hilfe gegen Reisekrankheit und
bei der Behandlung von Gürtelrose. Wie alle B-Vitamine ist
es neurotrop, d. h. wichtig für die Funktion des
Nervensystems.
Die hervorragendste Eigenschaft dieses Vitamins ist indessen
seine Fähigkeit, die geistige Einstellung des Menschen
positiv zu beeinflussen. Man hat es deshalb auch das
"Moral-Vitamin" genannt. Vitamin B1 ist für viele Menschen
eine unverzichtbare Hilfe bei der Bewältigung von
belastenden Situationen wie Krankheiten, Angstzuständen
(Prüfungsängste, Phobien) traumatischen Zuständen z.B. nach
Operationen usw. Es fördert dann eine positive Grundhaltung,
die die glückliche Bewältigung solcher Situationen oft erst
möglich macht oder doch erheblich erleichtern kann.
Vitamin B12
Bereits ein geringer Mangel an B12 kann zu
Befindlichkeitsstörungen führen, deren wirkliche Ursache,
eben der Vitamin B12 Mangel, häufig nicht erkannt wird, weil
die Symptome unspezifisch sind. Es sind Zustände wie eine
allgemeine Schwäche und Müdigkeit, depressive Verstimmung,
Gedächtnisstörungen, Veränderungen der Persönlichkeit,
Muskelschlaffheit und Bewegungsstörungen. Wo solche
Anzeichen auftreten und anderweitige Ursachen nicht
erkennbar sind, kann eine Therapie mit Vitamin B12 oft Hilfe
bringen.
Mehr Vitamin B12 wird von Frauen benötigt, die regelmäßig
die Anti-Baby-Pille anwenden, da Vitamin B12 verstärkt
gebraucht wird, um Östrogene abzubauen.
Vitamin B2
Vitamin B2 (Riboflavin) ist ein wichtiger
Stoffwechselfaktor, z.B. aktiviert es B6 und Folsäure. Daher
kommt es bei einem Mangel, der in der Dritten Welt häufig
vorkommt, zu vielfältigen Störungen. Mangelzustände sind vor
allem an den Schleimhäuten (Entzündungen) zu erkennen. Wie
die anderen Vitamine der B-Gruppe wird Vitamin B2 nicht im
Körper gespeichert, sondern muss regelmäßig durch die
Nahrung oder durch zusätzliche Supplementierung zugeführt
werden.
Vitamin B2 ist gut für eine gesunde Haut und gesundes Haar
sowie für feste Fingernägel. Es ist auch gut für das
Sehvermögen und verschafft überanstrengten oder ermüdeten
Augen Erleichterung. Meist wird das Vitamin gezielt
eingesetzt, wenn Probleme im Mundbereich bestehen, etwa bei
rissiger, angeschwollener Zunge oder wenn die Lippen rissig
sind und der Mund spröde und trocken ist.
Mangelerscheinungen (vor allem spröde und rissige Haut an
Mund, Lippen und Genitalien) können leicht bei schwangeren
oder stillenden Frauen auftreten. Auch Vegetarier und
Menschen, die besondere Diäten einhalten müssen oder keine
Milchprodukte zu sich nehmen, sollten auf ausreichende
Zufuhr von Vitamin B2 achten.
Vitamin B6
Pyridoxin hat eine wesentliche Bedeutung im
Eiweißstoffwechsel. Es wird auch bei der Bildung von
Hormonen wie Serotonin, Melatonin oder Dopamin gebraucht.
Bei Mangelerscheinungen kann es zu vielfachen
Gesundheitsstörungen kommen. Diese zeigen sich vor allem in
Hautveränderungen und Störungen des Zentralnervensystems.
Es soll bei den so genannten Frauenleiden (wie z. B.
Menstruationsbeschwerden oder Beschwerden der Wechseljahre)
Linderung bringen und hat nachweislich die morgendliche
Übelkeit schwangerer Frauen verbessert.
Vitamin B6 soll ebenfalls gegen Migräne hilfreich sein. Wenn
es regelmäßig zur Vorbeugung eingenommen wird, verringert es
die Häufigkeit der Anfälle und mindert deren Beschwerden,
falls sie dennoch auftreten. Diese Wirkung soll über einen
normalisierenden Einfluss auf Neurotransmitter im
Nervensystem zustande kommen.
Studien zeigten auch einen positiven Effekt des Vitamin B6
bei der Therapie des so genannten Karpaltunnel-Syndroms.
Durch die Einklemmung eines Nervs im Handgelenk, die vor
allem Frauen befällt, kommt es zu Prickeln, Kribbeln,
Pelzigsein in den Fingern, Schmerzen und schließlich
Steifheit der Hände.
Pantothensäure (Vitamin B5)
Pantothensäure, Vitamin B5 oder auch "Anti-Stress-Vitamin".
Vitamin B5 ist für Wachstum und eine gesunde körperliche
Entwicklung unerlässlich. B5 hilft, bei Stress leichter mit
den Belastungen fertig zu werden. Es unterstützt die Arbeit
des Immunsystems und fördert eine schnellere Wundheilung.
Vitamin B5 wird für einen gesunden Zellaufbau, bei der
Entwicklung des zentralen Nervensystems, für den
Stoffwechsel von Fett und Kohlenhydraten, aber auch für die
Verwertung von PABA (Paraaminobenzoesäure) und Cholin
gebraucht. Seinen Ruf als Anti–Stress-Vitamin erhielt B5
durch die Tatsache, dass die Nebennieren bei Belastungen nur
dann genügend Stress mindernde Hormone wie Kortison
produzieren, wenn ihnen ausreichend Pantothensäure zur
Verfügung steht.
Vitamin B5 in hoher Dosierung wird vor allem wegen seiner
Fähigkeit zur Bildung von Panthetin genommen. Das Panthetin
wandelt sich im Organismus um in einen bemerkenswerten
Stoff, das Coenzym A. Coenzym A senkt Cholesterin Werte und
transportiert Fett zur Verbrennung in Muskeln.
Biotin
Biotin spielt beim Kohlenhydratstoffwechsel eine große
Rolle. Es hilft bei der Verwertung von Eiweiß und ist im
Stoffwechsel wichtiger Verbündeter anderer B-Vitamine wie
Folsäure, Pantothensäure und Vitamin B12. Außerdem hilft es
beim Aufbau von Fettsäuren und bei der Fettverbrennung mit.
Weil Biotin Schwefel enthält, könnte man es auch als
Schönheits-Vitamin für Haut, Haare und Fingernägel
bezeichnen. Schließlich enthalten diese viel Schwefel, der
in die jeweiligen Zellen transportiert werden muss. Da
bietet sich Biotin an, welches den Schwefel am richtigen Ort
„ablädt“. Schwefel verleiht der Haut und dem Haar seine
ölige Schutzfunktion. Deshalb macht Biotin Mangel die Haut
grau und das Haar glanzlos. Auch Fingernägel splittern dann
schnell.
Biotin kontrolliert aktiv den Fettstoffwechsel und hält sich
gleichzeitig gern in Haut- und Haarzellen auf. Deshalb
beeinflusst es auch den Fettgehalt der Haut. Wo das Vitamin
fehlt, kommt es schnell zu Seborrhöe, einer krankhaft
gesteigerten Talgabsonderung der Talgdrüsen. Die Folgen
können sein: Haarausfall und Schuppen.
Diese Information basiert auf verschiedenen
Veröffentlichungen. Für die Richtigkeit der Aussagen
übernehmen wir keine Haftung. Ferner sollte diese
Information nicht zur Behandlung von Erkrankungen genutzt
werden. Falls Sie Medikamente einnehmen oder in ärztlicher
Behandlung sind, sollten Sie vor der Einnahme jeglicher
Nahrungsergänzungsmittel Ihren Arzt zu Rate ziehen.
Die Anwendung von Nahrungsergänzungsmitteln bei Kindern
sollte in jedem Fall mit dem behandelnden Arzt abgestimmt
wer, da die meisten Studien mit Erwachsenen durchgeführt
werden und Verzehrsempfehlungen für Kinder sowie eventuelle
Nebenwirkungen nicht bekannt sind.
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