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Home Wirkstoffe N - Z Tocotrienole: Was können sie wirklich?
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Tocotrienole: Was können sie wirklich?

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Tocotrienol ist der Name für besonders aktive Formen von natürlich vorkommendem Vitamin E. Sie sind rund 50 x stärker als Vitamin E.
Chemisch gesehen unterscheiden sich Tocotrienole nur durch die dreifach ungesättigte Seitenkette von den Tocopherolen. Das führt zu einer wesentlich gesteigerten Vitamin-Aktivität der Tocotrienole.

Weil Tocotrienole seltener vorkommen als Tocopherole haben sie vermutlich in der Vergangenheit wenig Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Neuere Forschungen haben jedoch gezeigt, dass Tocotrienole eine spezielle Rolle spielen, die über die bekannte Vitamin-E-Aktivität hinausgeht: In mehreren Studien fand man sie stark cholesterinsenkend, antiproliferativ (gegen Gewebevermehrung), antithrombotisch (gerinnungshemmend), stark antioxidativ, entzündungshemmend und neuroprotektiv (die Nervenfasern schützend).

Vor allem für Gamma- und Delta-Tocotrienole wurde gezeigt, dass sie bestimmte Arten von Krebs hemmen können. Dies gilt insbesondere für Brustkrebszellen. Die Forschungszentren University of Reading, UK, University of Louisiana, University of Western Ontario und Palm Oil Research Institute of Malaysia (PORIM) bewiesen, dass Gamma-und Delta-Tocotrienole sowohl die östrogen-positiven als auch die östrogen-negativen menschlichen Brustkrebszellen hemmen. Im Rahmen dieser Studien zeigte im Gegensatz dazu alpha-Tocopherol überhaupt keine Wirkung auf die Brustkrebszellen.

Die Kenneth Jordanien Heart Foundation (USA) zeigte in einer Doppelblindstudie, dass Tocotrienole die Fähigkeit besitzen, Arteriosklerose umzukehren und damit das Risiko für Schlaganfall und Herzinfarkt zu reduzieren.

Tocotrienole hemmen das Enzym HMG-Co A-Reduktase in der Leber, welches die für die Herstellung von Cholesterin verantwortlich ist. Tocopherole hingegen haben keinen Einfluss auf die Cholesterinproduktion.

Studien, die an der Ohio State Universität, USA, durchgeführt wurden, zeigten, dass Tocotrienole die Blut-Hirn-Schranke durchdringen und die Neuronen vor einer Vielzahl von Giften schützen. Diese Studie wurde bei der angesehenen Internationalen Konferenz Oxygen 2001, 8. Jahrestreffen der Sauerstoffgesellschaft, North Carolina, USA, im November 2001 unter die besten 10% aller wissenschaftlichen Veröffentlichungen gewählt.

Forscher an der University of California in Berkeley entdeckten im Jahr 2000, dass Tocotrienole Nervenzellen im Gehirn vor den Angriffen des unter Stress vermehrt ausgeschütteten Botenstoffs Glutamat schützen. Bei Alzheimer-Patienten lässt die Überreizung durch Glutamat Nervenzellen absterben.

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Aktualisiert ( Donnerstag, 14. Januar 2010 um 15:57 )  

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Schlagzeilen

Ein neuer Wirkstoff gegen Krebs tarnt sich als Vitamin B12, um unerkannt in Tumorzellen zu gelangen. In Tests an Hunden hat er sich bereits bewährt: Amerikanische Forscher beobachteten, dass Tumoren bei täglicher Verabreichung der Nitrosylcobalamin (NO-Cbl) genannten Substanz innerhalb weniger Monate erheblich schrumpften. Das neue Mittel macht Krebszellen zudem empfänglicher für andere Antitumormedikamente und verursacht nahezu keine Nebenwirkungen, versprechen die Wissenschaftler. Nach den positiven Ergebnissen bei den Tieren wolle man das Mittel nun möglichst bald beim Menschen testen, berichten Joseph Bauer und seine Kollegen.