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Tyrosin

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L-Tyrosin gehört zu den semiessentiellen Aminosäuren. Der Körper kann Tyrosin zwar herstellen, aber nur mit Hilfe der essentiellen Aminosäure Phenylalanin.

Es findet sich in den meisten Proteinen und mit einem hohen Aufkommen im Casein. Casein ist ein Proteinanteil in der tierischen Milch, der zu Käse verarbeitet wird und äußerst wertvolle Inhaltsstoffe für den menschlichen Organismus beinhaltet. Tyrosin ist Ausgangssubstanz für die Biosynthese von Catecholaminen, Melanin und Thyroxin.
L-Tyrosin wurde erstmalig aus Käse isoliert, daher leitet sich auch der Name ab. Es kommt im Körper peptidisch gebunden in vielen Proteinen vor. Säugetiere können L-Tyrosin aus der essentiellen Aminosäure L-Phenylalanin biosynthetisch durch 4-Hydroxylierung am Phenylring erzeugen. Das Vorprodukt L-Phenylalanin wird mit der Nahrung aufgenommen.
Tyrosin ist ein Vorläufer von Schilddrüsen-Hormonen, Adrenalin und Dopamin. Diese Hormone sind für die körperliche und mentale Frische, Konzentrationsfähigkeit sowie (Fett-) Stoffwechselaktivität wichtig, indem sie das Ausmaß aller Prozesse im Stoffwechsel steuern. Sie regulieren außerdem den Wasserhaushalt, die Körpertemperatur und Herzfrequenz. Tyrosin kann durch das Auffüllen der Noradrenalinspeicher Müdigkeit, Abgespanntheit und übermäßige Esslust mindern. Daher ist es zur Unterstützung im Rahmen einer Diät geeignet. In der orthomolekularen Medizin wird die Aminosäure Tyrosin wegen ihrer stimmungsaufhellenden Eigenschaften bei leichten Depressionen, u.a. durch Erschöpfung, eingesetzt.
Für Sportler eignet sich Tyrosin, um den Muskelaufbau zu fördern sowie Motivation und Belastbarkeit zu erhöhen. Deshalb ist es ratsam, besonders bei intensiver sportlicher Aktivität diesen wichtigen Speicher durch eine Supplementierung aufzufüllen und auf einem gesunden und stabilen Niveau zu halten.
 

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Schlagzeilen

Ob Menschen Krebs bekommen, hängt unter anderem von der Ernährung ab. Eine Studie des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung zeigt, dass der Verzehr von fettreichen Lebensmittel ein erhöhtes Brustkrebs-Risiko mit sich zieht. Dabei spielten andere Faktoren, wie Gewicht, die Einnahme von Hormonen oder das Alter der Frauen während der Studie keine Rolle. Zu diesem Ergebnis kam ein Wissenschaftlerteam um Heiner Boeing vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE), nachdem es die Daten der EPIC (European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition) Studie ausgewertet hatte. Die Forscher identifizierten eine Ernährungsweise, die mit einem erhöhten Brustkrebsrisiko in Zusammenhang steht.