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Zink

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Zink ist ein essentielles (unverzichtbares) Spurenelement. Für viele Funktionen unseres Körpers ist es unentbehrlich. Zink ist an zahlreichen enzymatischen Prozessen beteiligt und hat einen positiven Effekt auf das Immunsystem.

Vorkommen in der Natur:
Vor allem tierische Lebensmitteln enthalten Zink, z.B. Austern, Fisch, Hammel-, Lamm- oder Rindfleisch oder Eier. Aber auch Erbsen, Vollkornprodukte, Sprossen und Keimlinge, grüner Tee und Käse enthalten Zink. Wichtig ist zu wissen, dass Zink mit einigen anderen Vitaminen und Spurenelementen zusammenarbeitet. Deshalb ist eine ausgewogene, vitaminreiche Mischkost empfehlenswert.
Zinkmangel ist in Deutschland relativ weit verbreitet, da zum einen viele Böden nährstoffarm sind und zum anderen Lebensmitteln bei der Weiterverarbeitung Zink entzogen wird. Auch einseitige Ernährung (Fast-Food, vegetarische Ernährung) oder Hormongaben können zu einem Zinkmangel führen oder diesen verstärken.
Da Zink vom Körper nicht gespeichert werden kann, sollte auf eine Regelmäßige Zufuhr geachtet werden.

Wirkungen von Zink:
- ist Bestandteil vieler Enzyme und unterstützt somit das Immunsystem
- wirkt antioxidativ und wirkt somit der Zellalterung entgegen
- ist ein natürlicher Gegenspieler von Schwermetallen wie Quecksilber und Blei
- wirkt günstig bei Hautproblemen (Ausschlag, erhöhte Fettbildung)
- hat einen wohltuenden Einfluss auf die Prostata
- unterstützt die richtige Entwicklung und Funktion der Vermehrungsorgane
- unterstützt die richtige Funktionsweise des Insulins und stabilisiert somit den Blutzuckerspiegel
- hilft, ein gesundes Adernsystem einzuhalten

Mangelerscheinungen:
- Haarausfall
- brüchige Nägel
- Hautprobleme
- Müdigkeit
- Verschlechterung des Sehvermögens
- schlechte Heilung von Wunden und Knochenbrüchen
- Prostatavergrößerung
- in der Pubertät Störung der Geschlechtsreife
- bei Kindern Appetitlosigkeit oder geschwächtes Wachstum

Tipp: Die Kombination von Zink und Folsäure macht Männer fruchtbar
Das Ergebnis einer niederländischen Studie, veröffentlicht in der Fachzeitschrift der Amerikanischen Gesellschaft für Reproduktionsmedizin (American Society for Reproductive Medicine) belegt, dass sich die Fruchtbarkeit von Männern durch eine Kombination aus Zink- und Folsäure-Präparaten erhöht. Die teilnehmenden Probanden produzierten bis zu 74 Prozent mehr Spermien.
Die Forscher haben die Spermienzahlen von insgesamt 103 minder fertilen Patienten miteinander verglichen, die entweder Folsäure, Zink, eine Kombination aus beiden Spurenelementen oder ein Placebo verabreicht bekommen hatten. Außerdem stand eine Kontrollgruppe fertiler Männer zur Verfügung, die das gleiche Behandlungsmuster erhielten.
In beiden Gruppen der Teilnehmer erhöhte sich die Spermienproduktion deutlich, wenn Zink und Folsäure kombiniert zum Einsatz kamen. Über 26 Wochen konnten die weniger fertilen Männer die Produktion um bis zu 74 Prozent steigern. In den Gruppen, die entweder nur Zinksulfat oder nur Folsäure erhalten hatte, wurde kein positiver Effekt beobachtet. Die Forscher vermuten, dass Zink die Absorption der Folsäure im Darm fördert.

Mehr Schwangere durch Zink und Folsäure?
Nachdem sich die beiden Spurenelemente für die Spermienproduktion bewährt haben, soll eine entsprechende Diät jetzt laut Dr. William R. Keye Jr., Präsident der Amerikanischen Gesellschaft für Reproduktionsmedizin, Frauen zu besseren Schwangerschaftsraten verhelfen.
Quelle: Gesundheitpro.de / 19.04.02


Zink und chronische Pankreatitis
Von indischen Wissenschaftlern wurden die Zinkkonzentrationen in den Erytrozyten bei ca. 100 Patienten mit chronischer Pankreatitis bestimmt. Die Zinkkonzentrationen waren bei den Pankreatitispatienten signifikant niedriger als bei der Kontrollgruppe. Bei den Patienten mit exokriner Pankreasinsuffizienz korrelierte die Zinkkonzentration mit der Stuhlelastase. Bei Diabetikern waren die Zinkkonzentrationen signifikant niedriger als bei Nichtdiabetikern.
Das Ergebnis der Studie zeigt, dass ein Zinkmangel sowohl mit der exokrinen wie auch endokrinen Pankreasinsuffizienz korreliert.
Quelle: Girish BN et al: Zinc status in chronic pancreatitis and its relationship with exocrine and endocrine insufficiency; JOP. 2009 Nov 5; 10(6): 651-6

Zink und ADS/ ADHS
In verschiedenen Studien wurde ein Zusammenhang zwischen niedrigen Zinkkonzentrationen und dem Schweregrad einer ADS/ ADHS-Symptomatik nachgewiesen. In einem Fachartikel von Kinder- und Jugendpsychiatern aus Kroatien wurden mögliche Wirkmechanismen des Zinks bei ADS/ ADHS diskutiert. Dopamin ist einer der bedeutendsten Faktoren in der Pathophysiologie der Hyperaktivitätsstörung. Das Hormon Melatonin hat eine bedeutende Funktion für die Regulierung von Dopamin. Zink wiederum ist für den Stoffwechsel von Melatonin erforderlich.
Bild: Jutta Rotter, pexelio.de       
Zink ist ein Coenzym des Enzyms Delta-6 Desaturase, das für den Aufbau ungesättigter langer Fettsäuren benötigt wird, die wiederum am Zusammenbau der Nervenzellmembranen mitwirken.
Im Rahmen einer Zinktherapie bei ADHS wurden 15 mg Zink verabreicht. Die Autoren des Artikels empfehlen die Durchführung zusätzlicher Studien, um die richtige und effiziente Dosis von Zink zu ermitteln.
Quelle: Dodig-Curkovic K et al: The role of zinc in the treatment of hyperactivity disoerder in children; Acta Med Croatica. 2009 Oct; 63(4): 307-13

Zink ist für die Funktionsfähigkeit verschiedener Neurotransmittersysteme notwendig. Ein Zinkmangel kann durchaus zu Depressionen führen oder zu Hirnleistungsstörungen.

Zink spielt eine bedeutende Rolle im antioxidativen System und für die Aufrechterhaltung der Integrität der zellulären DNA. In einer Studie, in der Juniausgabe des Am. J. Clin. Nutr. publiziert, wurde die Bedeutung des Zinkstatus bei DNA-Schäden untersucht. Dazu erhielten neun gesunde männliche Probanden Diäten mit unterschiedlichen Zinkkonzentrationen. Eine sechswöchige Zinkdepletion war mit vermehrten Brüchen der DNA-Fäden assoziiert. Zink scheint also eine kritischer Faktor zur Aufrechterhaltung der DNA-Integrität des Menschen zu sein.
Song Y et al: Dietary zinc restriction and repletion affects DNA integrity in healthy men; Am J Clin Nutr. 2009 Jun 10

Eine systematische Auswertung einer ganzen Reihe bereits veröffentlichter Studien zum Thema Zink und Erkältungskrankheiten zeigte jetzt, dass Zinkpräparate die Dauer einer Erkältung verkürzen und die Symptome abschwächen können.
Bereits früher hatten Laborversuche gezeigt, dass Zink die Vermehrung von Erkältungsviren hemmen kann. 1984 belegte eine Studie, dass Zink sich positiv auf den Verlauf einer Erkältung auswirkt. Seitdem wurde der Zusammenhang immer wieder untersucht.

Die Wissenschaftler Meenu Singh und Rashmi Das vom Institute of Medical Education und Research, Chandigarh, Indien analysierten aktuell 15 Studien zum gleichen Thema mit insgesamt 1360 Probanden und werteten diese systematisch aus.

Studienteilnehmer, die mit der Einnahme von Zink innerhalb von 24 Stunden nach Einsetzen der Symptome begonnen hatten, waren durchschnittlich zwischen einem halben und anderthalb Tagen früher beschwerdefrei als die Probanden der Kontrollgruppen. In den Placebogruppen litten nach einer Woche noch gut 56 Prozent der Probanden unter ihrer Erkältung, während es in den Zink-Gruppen nur noch durchschnittlich 37 Prozent waren.

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Tipp: Lesen Sie den interessanten Artikel: "Zink - das Multitalent" von Dipl. oec. troph. Stephanie Fromme.

Diese Information basiert auf verschiedenen Veröffentlichungen. Für die Richtigkeit der Aussagen übernehmen wir keine Haftung. Ferner sollte diese Information nicht zur Behandlung von Erkrankungen genutzt werden. Falls Sie Medikamente einnehmen oder in ärztlicher Behandlung sind, sollten Sie vor der Einnahme jeglicher Nahrungsergänzungsmittel Ihren Arzt zu Rate ziehen.
Die Anwendung von Nahrungsergänzungsmitteln bei Kindern sollte in jedem Fall mit dem behandelnden Arzt abgestimmt wer, da die meisten Studien mit Erwachsenen durchgeführt werden und Verzehrsempfehlungen für Kinder sowie eventuelle Nebenwirkungen nicht bekannt sind.

Aktualisiert ( Freitag, 04. März 2011 um 11:14 )  

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Schlagzeilen

Vitamin D kann vor Krebs schützen. Darauf weist Edward Giovannucci von der Harvard Universität in einem Übersichtsartikel hin.
Bereits in den 1980er Jahren kam die Hypothese auf, dass Vitamin D könne vor Krebs schützen kann. Diese Annahme gründete auf der Tatsache, dass Sonnenexposition die Vitamin-D-Spiegel erhöht und ein ständiger Aufenthalt in sonnenarmen Gebieten mit einer erhöhten Rate bestimmter Krebsarten einhergeht.
Giovannucci fasst noch einmal die Ergebnisse der Harvard-Kohortenstudien zusammen, die neben zahlreichen Fragestellungen auch der Vitamin-D-Hypothese nachgingen. Es handelt sich dabei um die Nurses' Health Studie, die Health Professionals Follow-Up Stude und die Physicians' Health Studie. Analysiert wurde, ob Plasmaspiegel und Aufnahme des Vitamins mit Nahrung oder Supplementen die Inzidenz maligner Tumoren beeinflussen.