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Wirkstoffe N - Z

Soja Isoflavone

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Soja-Isoflavone gehören zu den Phyto-Östrogenen, die den natürlichen Hormonhaushalt unterstützen können.

Wechseljahre:
Japanerinnen bleiben von Wechseljahreserscheinungen weitgehend verschont. Sie kennen nicht einmal ein Wort für Hitzewallungen. Wie kommt das? In Asien wird viel Soja gegessen. Soja enthält Phyto-Östrogene, das sind wirksame sekundäre Pflanzenstoffe, die dabei helfen können, den natürlichen Hormonhaushalt zu unterstützen. Phyto-Östrogene können sich auch günstig auf den Knochenstoffwechsel auswirken und wirken zudem als Antioxidantien.

Das pflanzliche Phyto-Östrogen und das menschliche Hormon Östrogen können sich beide mit dem Zellkern verbinden. Ist die Östrogen-Konzentration in der Zelle zu hoch, dann konkurrieren die milden Phyto-Östrogene mit dem hochaktiven Hormon Östrogen um die Bindungsstellen auf dem Zellkern. Dadurch können sich nicht so viele Östrogene mit dem Zellkern verbinden und ihn zu sehr stimulieren. Während der weiblichen Wechseljahre ist die Östrogenkonzentration hingegen zu niedrig, dann können die Phyto-Östrogene an den freien Bindungsstellen des Zellkerns andocken und so den Stoffwechsel unterstützen.

Krebs:
Das Interesse am Antikrebs-Effekt von Soja Isoflavonen konzentrierte sich aus zwei wesentlichen Gründen zuerst auf Brustkrebs: die niedrigen Brustkrebs-Sterberaten in asiatischen Ländern, in denen Soja-Nahrungsmittel konsumiert werden und die antiöstrogenen Auswirkungen von  schwachen Östrogenen.
Daten aus Tierversuchen, insbesondere kürzlich durchgeführte Untersuchungen, lassen darauf schließen, dass Soja ein beträchtliches Versprechen hält, das Brustkrebs-Risiko zu reduzieren.

Cholesterin:
Soja-Isoflavone senken den Cholesterinspiegel, ergab eine Studie an der University of Minnesota in den Vereinigten Staaten. Dabei nahmen Frauen mit normalem bis leicht erhöhtem Cholesterinspiegel in drei Zyklen, die jeweils 93 Tage dauerten, entweder 7,1 Milligramm (Kontrollgruppe), 65 Milligramm oder 132 Milligramm Isoflavone pro Tag zu sich. Die Studie zeigte, dass eine Erhöhung der Soja-lsoflavon-Dosis den positiven Effekt auf den Blutfettspiegel begünstigt: So senkte die tägliche Aufnahme von 132 Milligramm Soja-lsoflavonen den LDL-Spiegel um 6,5 Prozent.

Osteoporose:
Studien mit Nagetieren, denen die Eierstöcke entfernt wurden, zeigten ziemlich übereinstimmend, dass Sojaprotein oder individuelle Isoflavone den Knochenverlust fast so wirksam wie Östrogen verzögern. Wichtiger noch, einige kurzfristige Studien, die an Frauen in und nach der Menopause vorgenommen wurden, zeigen, dass die Sojaaufnahme die Knochenmineraldichte (BMD - bone mineral density), insbesondere an der Wirbelsäule, positiv beeinflusst.



Diese Information basiert auf verschiedenen Veröffentlichungen. Für die Richtigkeit der Aussagen übernehmen wir keine Haftung. Ferner sollte diese Information nicht zur Behandlung von Erkrankungen genutzt werden. Falls Sie Medikamente einnehmen oder in ärztlicher Behandlung sind, sollten Sie vor der Einnahme jeglicher Nahrungsergänzungsmittel Ihren Arzt zu Rate ziehen.
Die Anwendung von Nahrungsergänzungsmitteln bei Kindern sollte in jedem Fall mit dem behandelnden Arzt abgestimmt wer, da die meisten Studien mit Erwachsenen durchgeführt werden und Verzehrsempfehlungen für Kinder sowie eventuelle Nebenwirkungen nicht bekannt sind.
 

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Schlagzeilen

Jede zehnte Frau in Mitteleuropa ist betroffen. Fast 18.000 Frauen sterben jährlich an Brustkrebs. Das durchschnittliche Erkrankungsalter liegt bei 62 Jahren. Zunehmend sind jüngere Frauen betroffen.

Es gibt eine Reihe von Einflussfaktoren, die das Erkrankungsrisiko erhöhen: erbliche Belastung, früh einsetzende Menstruation, spät einsetzende Menopause, Kinderlosigkeit oder späte Geburt des ersten Kindes. Auch die Lebensweise spielt eine Rolle: Übergewicht, Bewegungsmangel, Rauchen und Alkohol erhöhen das Brustkrebsrisiko.

Wenn Mutter und Großmutter oder mindestens zwei andere Verwandte an Brust- oder Eierstockkrebs erkrankt waren/sind, könnten Sie aus einer "Krebsfamilie" stammen. Sie könnten so genannte "Brustkrebsgene" in sich tragen. Frauen mit dieser genetischen Vorbelastung haben ein 50- bis 80%iges Risiko, im Laufe ihres Lebens Brustkrebs zu bekommen und ein 60%iges Risiko, dass auch in der zweiten Brust irgendwann ein Tumor wächst.

Im Brustkrebsmonat Oktober dreht sich jedes Jahr alles um Vorsorge, Früherkennung und Vorbeugung. Bis zu zwei Drittel aller Krebsfälle wären vermeidbar, schätzen Experten – wenn sich alle Menschen an einfache Regeln zur Krebsvorbeugung und Früherkennung halten würden. Doch die Zahl neuer Brustkrebs-Erkrankungen ist binnen 30 Jahren weltweit um mehr als das Doppelte gestiegen, berichtet das Fachmagazin "The Lancet" in seiner Online-Ausgabe. Demnach gab es 1980 weltweit etwa 640.000 Brustkrebs-Neuerkrankungen, drei Jahrzehnte später waren es schon 1,6 Millionen.