• Increase font size
  • Default font size
  • Decrease font size
Wirkstoffe N - Z

Shiitake

E-Mail Drucken PDF
In Asien gehört der Shiitakepilz schon seit Jahrhunderten zum sogenannten Medizinschatz. Aber auch in Amerika und Europa gewinnt er als Heilmittel zunehmend an Bedeutung.
Shiitake besitzt einen exzellenten Nährwert: getrocknet enthält er 25,9 % Proteine (frisch 2,22 - 2,60 %),67 % Kohlehydrate, 0,6 - 8 % Fett sowie 18 Aminosäuren. In der (sonnen-)getrockneten Form ist Shiitake eines der seltenen Lebensmittel mit einem hohem Anteil an Pro-Vitamin D (0,06 - 0,27 mg/%). Überdies enthält er reichlich B-Vitamine, besonders B1, B2 und Niacin, sowie über 30 verschiedene Enzyme.

Die traditionelle chinesische Medizin setzt den Shiitake bei Erkältungen, Schwächezuständen, Magenverstimmungen, Allergien und allgemein zur Verlangsamung von Alterungsprozessen ein. Aus der Ming-Dynastie (1368–1644) sind uns die ersten Aufzeichnungen zu den heilenden Wirkungen des Shiitake überliefert, sie sprechen von dem Pilz als "Lebenselixier" und "Blutaktivator". Dem Arzt Wu Shui war aufgefallen, dass regelmäßiger Shiitake-Genuss die Widerstandskraft gegen Krankheiten erhöht, bei Kreislauferkrankungen eine Besserung herbeiführt und allgemein kräftigend und belebend wirkt.

Als vorbeugende Maßnahme gegen Altersbeschwerden wird der Shiitake auch von den Wissenschaftlern der Chinesischen Akademie der Medizinischen Wissenschaften in Peking empfohlen und bei der Landbevölkerung propagiert.
Amerikanische und chinesische Wissenschaftler bestätigen unabhängig voneinander die starke Schutzwirkung gegen Grippe. Mehrere klinische Studien weisen die blutfettsenkende Wirkung von Shiitake-Extrakten nach. Nach Ergebnissen amerikanischer und japanischer Forscher wandelt der regelmäßige Verzehr dieses Pilzes das schädliche LDL-Cholesterin im Blut in das nützliche HDL-Cholesterin um. Diese Ergebnisse beziehen sich nicht nur auf Tierversuche, sondern auf mehrere Studien an großen Gruppen, die von Patienten gewonnen wurden.
Weitere Studien belegen eine Normalisierung des Blutdrucks und eine bemerkenswerte Schutzwirkung gegen einen besonders hartnäckigen Grippevirus. Besserungen zeigten sich auch bei Migräne, Gelenkentzündungen und Rheuma.

Seit den siebziger Jahren wird auch die Krebs hemmende Wirkung intensiv erforscht. Besonders viele Berichte gibt es sowohl aus Japan und China, als auch aus Amerika über eine tumorhemmende Wirkung des Shiitake. Der enthaltenen Wirkstoff Lentinan soll die Killerzellen mobilisieren und andere körpereigene Schutzmechanismen stärken. Lentinan ist inzwischen in Japan als Medikament für die Behandlung von Magenkrebs zugelassen.

Der Shiitake ist sehr mineralreich, besonders der Zinkgehalt ist interessant. Zink ist ein wichtiges Element zur Unterstützung des Immunsystems. Der Shiitake enthält außerdem reichlich Kalium, das den Zellstoffwechsel unterstützt. Shiitake enthält darüber hinaus viele Vitamine, darunter insbesondere die Vitamine der B-Gruppe, die eine Vielzahl von Körpervorgängen koordinieren, das Vitamin B1 für Nerven und Herz und das Vitamin B2 für Wachstum und Abwehrkräfte.



Literatur:
-Jones K. Shiitake: The Healing Mushroom. Rochester, VT: Healing Arts Press, 1995.
-Jones K. Shiitake: A major medicinal mushroom. Alt Compl Ther 1998;4:53–9 [review].
-Taguchi I. Clinical efficacy of lentinan on patients with stomach cancer: End point results of a four-year follow-up survey. Cancer Detect Prevent Suppl 1987;1:333–49.
-Matsuoka H, Seo Y, Wakasugi H, et al. Lentinan potentiates immunity and prolongs survival time of some patients. Anticancer Res 1997;17:2751–6.Diese Information basiert auf verschiedenen Veröffentlichungen. Für die Richtigkeit der Aussagen übernehmen wir keine Haftung. Ferner sollte diese Information nicht zur Behandlung von Erkrankungen genutzt werden. Falls Sie Medikamente einnehmen oder in ärztlicher Behandlung sind, sollten Sie vor der Einnahme jeglicher Nahrungsergänzungsmittel Ihren Arzt zu Rate ziehen.
Die Anwendung von Nahrungsergänzungsmitteln bei Kindern sollte in jedem Fall mit dem behandelnden Arzt abgestimmt wer, da die meisten Studien mit Erwachsenen durchgeführt werden und Verzehrsempfehlungen für Kinder sowie eventuelle Nebenwirkungen nicht bekannt sind.
 

Umfragen

Gehen sie zum Heilpraktiker?
 

Werbung


Schlagzeilen

Wissenschaftliche Studie legt nahe, dass Männer früher mit der Darmkrebsvorsorge beginnen sollten als Frauen

Die Darmspiegelung erkennt Vorstufen – so genannte Adenome - und frühe Formen von Dickdarmkrebs. Dadurch sinkt das Risiko, an den Tumoren zu erkranken und zu sterben. Der Nutzen der „Koloskopie“ in der Vorsorge des Dickdarmkrebses gilt in der medizinischen Fachwelt mithin als gesichert. Weniger klar ist allerdings, in welchem Alter die erste Darmspiegelung erfolgen sollte. Derzeit empfehlen medizinische Fachgesellschaften Menschen ohne familiäre Vorbelastung für Dickdarmkrebs, sich ab dem 55. Lebensjahr alle 10 Jahre per Koloskopie untersuchen zu lassen. Im Sinne einer bevölkerungsweiten Vorsorge erstatten die gesetzlichen Krankenkassen die Untersuchung ab diesem Alter. Zwischen Männern und Frauen wird allerdings nicht unterschieden, ein für Prof. Dr. Frank Kolligs im Lichte einer neuen Studie „unbefriedigender Zustand“. Der Leitende Oberarzt der Medizinischen Klinik und Poliklinik II des Klinikums der Universität München und seine Kollegen haben die Daten von 625.000 Koloskopien detailliert ausgewertet, die die kassenärztliche Vereinigung Bayern dokumentiert hat. Eindeutiges Resultat: „Männer haben in jedem Alter ein deutlich höheres Risiko als Frauen, dass im Rahmen einer Darmspiegelung ein fortgeschrittenes Adenom oder Darmkrebs gefunden wird“, wie Prof. Kolligs erklärt. Konsequenterweise sollten Männer früher mit der Dickdarmkrebs-Vorsorge beginnen als Frauen.