Bedeutung und Funktion Eine der Ursachen für Depressionen ist häufig eine Stoffwechselstörung im Gehirn. Viele Depressive haben ein Defizit an Serotonin. Serotonin ist ein Botenstoff im Gehirn (Neurotransmitter), der den Informationsaustausch zwischen den Gehirnzellen (Neuronen) ermöglicht. Ein Mangel an Serotonin kann eine Depressionserkrankung verursachen.
Vorkommen Die Organe, in denen Serotonin im menschlichen Organismus vorkommt, sind Gehirn (0,1 bis 0,5 ppm) und Darm (1 bis 5 ppm). Einige Pflanzen bzw. deren Früchte (Bananen, Trauben, Äpfel, Ananas und Pflaumen) enthalten Spuren des Neurotransmitters. Serotonin kann nicht künstlich hergestellt oder in größeren Mengen aus Pflanzen oder Tieren isoliert werden.
Die chemische Substanz Serotonin Serotonin ist ein relativ kleines organisches Molekül mit einer Aminogruppe, das im Stoffwechsel des Menschen gebildet wird. Es zählt zur Stoffklasse der biogenen Monoamine. Es besitzt einen aromatischen Kohlenstoffsechserring und einen heterocyclischen Fünferring mit einem Stickstoffatom.
Die Biosynthese und der Stoffwechsel von Serotonin Die Darstellung und die Verstoffwechselung sind sehr gut aufgeklärt, doch etwas kompliziert: Serotonin entsteht aus Tryptophan durch Hydroxylierung (eine OH-Gruppe wird an den Kohlenstoffring angelagert, es entsteht 5-Hydroxytryptophan) und Decarboxylierung (Kohlendioxid wird abgespalten). Der Abbau erfolgt auf verschieden Wegen, u. a. durch oxidative Desaminierung (die NH2-Gruppe wird abgespalten), und zu verschiedenen anderen Substanzen wie z.B.: Melatonin; sekundären und/oder tertiären Aminen. Diese Substanzen erfüllen wiederum wichtige Funktionen im Gehirn.
Serotonin und Depression Sehr gut untersucht ist der Zusammenhang zwischen dem Aminstoffwechsel und der depressiven Erkrankung. Viele depressive Patienten haben einen um 50% verminderten Serotoningehalt im Serum (gemessen im Zustand des für Depressionen typischen morgendlichen Stimmungstiefs). Auch die Ausscheidungsrate des Endproduktes des Serotoninstoffwechsels (5-Hydroxy-Indolessigsäure) im Harn ist entsprechend geringer. Man erklärt sich die verminderte Serotoninkonzentration durch eine geringere Aktivität des Enzyms, welches die Umsetzung von 5-Hydroxytryptophan zu Serotonin ermöglicht.
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Die Anwendung von Nahrungsergänzungsmitteln bei Kindern sollte in jedem Fall mit dem behandelnden Arzt abgestimmt wer, da die meisten Studien mit Erwachsenen durchgeführt werden und Verzehrsempfehlungen für Kinder sowie eventuelle Nebenwirkungen nicht bekannt sind.