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Wirkstoffe N - Z

Sam-e

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SAM-e wurde 1952 in Italien entdeckt. Es ist an über 35 biochemischen Reaktionen beteiligt, bei denen an verschiedenste Moleküle eine Methylgruppe angehängt wird. Auf diese Art entledigt sich der Körper z. B. potentiell schädlicher Substanzen. Es ist aber auch ein Schritt in der Synthese von sogenannten Neurotransmittern - also Botenstoffen im Gehirn. Auch bei der Knorpelbildung, für die Regulation verschiedener Enzymaktivitäten sowie zur Erhaltung der Elastizität der Gefäßwände spielen Methylierungsprozesse eine Rolle. SAM-e ist ein wichtiger Methylgruppenlieferant für Proteine, Hormone und Aminosäuren.

SAM (S–Adenosyl-Methionin)
SAM ist die stoffwechselaktive Form der Aminosäure Methionin und kommt natürlicherweise in allen lebenden Zellen vor. SAM spielt eine wichtige Rolle bei verschiedenen biochemischen Reaktionen. So ist SAM beispielsweise am Methylierungs - Prozess beteiligt, wodurch Wachstum und Zellerneuerung angeregt werden. (3)

Studien zu Folge kann SAM u. a. hilfreich bei Arthritis(1) und Depressionen(2) sein. Es konnte festgestellt werden, dass SAM möglicherweise die Wirkung von stimmungsbeeinflussenden Stoffen, wie Serotonin und Dopamin, steigert.(4) In verschiedenen Studien konnte außerdem festgestellt werden, das SAM bei Arthrose wirksam sein kann. (5)
In Tierstudien an Ratten konnte gezeigt werden, dass die Aufrechterhaltung eines bestimmten SAM-Niveaus die Leber schützt.

Wie entfaltet SAM seine Wirkung in der Leber?
Da aus SAM in menschlichen Leberzellen die Aminosäure Cystein und daraus wiederum u. a. Glutathion gebildet werden kann, sorgt es für eine Erhöhung bzw. Aufrechterhaltung eines gesunden Gluthationspiegels.

Das skandinavische Journal of Gastroenterology berichtet von einer placebokontrollierten Untersuchung von 16 Patienten mit Leberkrankheiten (sowohl alkohol- als auch nicht alkoholbedingt), denen über einen bestimmten Zeitraum SAM oral gegeben wurde. Leberuntersuchungen zeigten einen deutlichen Anstieg von Gluthation sowie eine signifikante Abnahme des verbrauchten, stoffwechselinaktiven und oxidierten Gluthations. Bei nicht alkoholbedingten Leberschädigungen zeigte sich die Alanin-Amino-Transferase (ein bei Leberschädigungen vermehrt anfallendes Enzym) vermindert. Neben seiner Fähigkeit, das Antioxidationssystem der Leber funktionsfähig zu halten, verfügt SAM noch über eine Reihe weiterer wichtiger Fähigkeiten.

SAM und Fett
Die Leber ist der Bereich, in dem Lipoproteine sehr geringer Dichte (VLDL) und Cholesterol aufgebaut werden. Cholesterol ist der Vorläufer für wichtige Steroidhormone wie Östrogene, DHEA, Androgene und die Glukocorticoide.

Eine Leberzirrhose kann durch eine Fettleber verursacht werden, wobei Fette vermehrt in bestimmten Bereichen der Leber eingelagert werden. SAM kann dies verhindern. Entsprechend einer in Toxicology and Applied Pharmacology veröffentlichten Reihenuntersuchung an Ratten, soll SAM in der Lage sein, eine Fettleber zu verhindern.

Nebenwirkungen, Wechselwirkungen?
Die langfristige Anwendung von SAM in klinischen Studien hat seine sehr gute Verträglichkeit bewiesen. In einigen seltenen Fällen kam es bei einer hoch dosierten Einnahme zu gastro–intestinalen Beschwerden (Blähungen, Durchfall).
SAM sollte nicht von Patienten mit manisch – depressiver Erkrankung angewandt werden, da es hierbei zu einem „Switch“ von der depressiven in die manische Phase kommen kann.
Unerwünschte Wechselwirkungen mit Medikamenten sind bis heute unbekannt.



Quellen:
(1) Cowley G.: The "Sammy" solution. Newsweek; February 16, 2000
(2) Cowley G.; Underwood, A.: What is SAMe. Newsweek. February 16,2000.
(3) Ramos, L.: SAMe as a supplement. In: Journal of the american dietetic association. April 2000
(4) Boltiglieri, T.: Folate, vitamin B12 and neuropsychiatric disorders. Nutr. Review 1996: 54; 382 - 90
(5) SAM-e (S-Adenosyl-Methionine). Arthritis Foundation. Accessed March 7, 2000.Diese Information basiert auf verschiedenen Veröffentlichungen. Für die Richtigkeit der Aussagen übernehmen wir keine Haftung. Ferner sollte diese Information nicht zur Behandlung von Erkrankungen genutzt werden. Falls Sie Medikamente einnehmen oder in ärztlicher Behandlung sind, sollten Sie vor der Einnahme jeglicher Nahrungsergänzungsmittel Ihren Arzt zu Rate ziehen.
Die Anwendung von Nahrungsergänzungsmitteln bei Kindern sollte in jedem Fall mit dem behandelnden Arzt abgestimmt wer, da die meisten Studien mit Erwachsenen durchgeführt werden und Verzehrsempfehlungen für Kinder sowie eventuelle Nebenwirkungen nicht bekannt sind.
 

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