Das Langlebigkeits-Molekül aus dem Rotwein
Resveratrol findet man in Weintraubenschalen, im Knöterich und reichlich in Rotwein. Es handelt sich hierbei um eine von Pflanzen produzierte Schutzverbindung, die der Abwehr von Parasiten dient. In zahlreichen Studien wurden die gesundheitsfördernden Eigenschaften von Resveratrol untersucht und bestätigt.
Resveratrol ist ein starkes Antioxidans, das unsere Zellen wirksam vor Angriffen von Freien Radikalen schützt. Es senkt den Cholesterinspiegel, wobei die "schlechten" LDL-Werte verringert werden und sich die "guten" HDL-Cholesterin-Werte erhöhen. Außerdem hemmt Resveratrol die Zusammenballung von Blutplättchen. So bietet Resveratrol einen wirksamen Schutz vorDiabetes mellitus, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs. Quelle: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19527796
Resveratrol ist in der Lage, die Blut-Hirn-Schranke zu überwinden und übt so als Antioxidanz eine schützende Wirkung auf die Gehirnzellen aus. Quelle: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/10704758
Wissenschaftler der Harvard Universität haben entdeckt, dass Resveratrol den lebensverlängernden Effekt von kalorienarmer Diät in Hefe imitieren kann. Studien zufolge verlängerte Resveratrol das Leben von Hefezellen (Saccharomyces cerevisiae) um rund siebzig Prozent. In bisher unveröffentlichten Studien konnte auch eine lebensverlängernde Wirkung bei Würmern und Fliegen festgestellt werden. Führende Wissenschaftler gehen daher auch von einer lebensverlängernden Wirkung beim Menschen aus.
Wie Innsbrucker Wissenschafter veröffentlicht haben, ist Resveratrol auch in der Lage, Krebszellen abzutöten. Resveratrol wirkt hemmend auf die Wirkung eines Proteins, welches für das Überleben von Krebszellen entscheidend ist und kann bei den betroffenen Krebszellen einen Selbstzerstörungsmechanismus einleiten.
Der Pflanzenwirkstoff Resveratrol wirkt im menschlichen Blut ähnlich hemmend wie Aspirin auf die Aktivität der Blutplättchen und könnte so der Bildung von Blutgerinnseln vorbeugen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung der Jenaer Pharmakologin Dr. Annegret Balogh, die mit dem Cellagon-Forschungspreis der Ärztegesellschaft für Erfahrungsheilkunde ausgezeichnet wurde.
Seine vielfältigen und zum Teil sehr spezifischen Wirkungen auf die Gesundheit und die Lebenserwartung machen Resveratrol derzeit zu einer der interessantesten in Pflanzen gefundenen Substanzen. Der zu den Polyphenolen gehörende Stoff ist Bestandteil des pflanzeneigenen Immunsystems und findet sich in einer Vielzahl von Pflanzen, vor allem in roten Trauben. Studien konnten seine positive Wirkung bei Arthritis und Autoimmunerkrankungen nachweisen, im Tierversuch ließ sich zeigen, dass Resveratrol das Tumorwachstum hemmt und die Zellalterung verlangsamt. Auch die vorbeugende Wirkung gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist belegt.
"In-vitro-Untersuchungen lassen vermuten, dass Resveratrol die Aktivität von Blutplättchen ähnlich wie Aspirin vermindern kann; wir wollten testen, ob der Pflanzenstoff diese Wirkung auch nach Einnahme im Organismus entfaltet", beschreibt Annegret Balogh die Fragestellung. Zusammen mit Labormedizinern untersuchte die Wissenschaftlerin der Arbeitsgruppe für Pharmakologische Hämostaseologie das Blut von Probanden, die einen Pflanzenextrakt mit einer standardisierten Menge an Resveratrol erhalten hatten. So konnte erstmalig gezeigt werden, dass die Aktivität von Blutplättchen im Organismus nach der Einnahme des Resveratrol enthaltenden Nahrungsergänzungsmittels deutlich vermindert wird.
Weiterhin konnte die Jenaer Pharmakologin nachweisen, dass Resveratrol den gerinnungshemmenden Effekt von Aspirin verstärkt. "Das zeigt, dass beide Stoffe in dieselbe Wirkungskette eingreifen und eröffnet die Möglichkeit, Resveratrol zur Vorbeugung von Thrombosen bei Gerinnungskrankheiten, wie z.B. Herzinfarkten, in der gleichen Weise wie Aspirin einzusetzen, das langfristig zu Magenschäden führen kann", so Balogh, die weitere Untersuchungen zur thrombozytenhemmenden Wirkung von Resveratrol anschließen will. Der mit 5.000 Euro dotierte Forschungspreis wird jährlich von der Ärztegesellschaft für Erfahrungsheilkunde e.V. auf der Medizinischen Woche in Baden-Baden vergeben. (Quelle: http://www.med.uni-jena.de/klinikmagazin/kmonline/wifo.htm#wifo3)
"Resveratrol fördert den DNA-Repair", sagte Professor Johannes Huber von der Medizinischen Universität Wien auf der Fortbildungsveranstaltung "Polyphenole und Gesundheit" in Berlin am 25. Februar 2006. Der Mikronährstoff Resveratrol, der zur Gruppe der Polyphenole gehört, schütze somit den Organismus vor schädlichen Umwelteinflüssen, die das Erbgut der Zellen verändern und zu Krankheiten wie Krebs oder Atherosklerose führen können. (Quelle: Fortbildungsveranstaltung "Polyphenole und Gesundheit" in Berlin, 25. Februar 2006, veranstaltet von der European Nutraceutical Association (ENA))
Forscher vom Institute for Medical Research in Manhasset im US-Staat New York, haben gezeigt, dass Resveratrol vor Morbus Alzheimer schützen kann. Die Substanz, das Polyphenol Resveratrol, haben die Forscher zu β-Amyloid-produzierenden Zellen in Kultur gegeben. Amyloid-Plaques im Hirn treten bei Morbus Alzheimer auf. Mit Resveratrol war die Menge an Alzheimer-Peptiden in den Zellen deutlich verringert. Quelle: (J Biol Chem, 2005, online).
Resveratrol hat antivirale Eigenschaften. Die Substanz verhinderte erfolgreich die Vermehrung von Influenza-A-Viren (J Infect Dis 191, 2005, 1719). Die Forscher der Studie vermuten, daß die antioxidative Wirkung der Substanz in den Zellen Ursache dafür ist.
Resveratrol hat ein stark entzündungshemmendes Wirkspektrum. Quelle: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17306316
Es hemmt zwei bedeutende Schlüsselenzyme der Entzündungsreaktion. Quelle: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/10668496
Dass Resveratrol auch bei Colitis ulcerosa erfolgreich wirkt, wurde in einer im Februar 2010 veröffentlichten Studie aufgezeigt. Quelle: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20132809
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Die Anwendung von Nahrungsergänzungsmitteln bei Kindern sollte in jedem Fall mit dem behandelnden Arzt abgestimmt wer, da die meisten Studien mit Erwachsenen durchgeführt werden und Verzehrsempfehlungen für Kinder sowie eventuelle Nebenwirkungen nicht bekannt sind.






