Wirkstoffe D - M
Laborstudie: Mit grünem Tee gegen Rheuma
Montag, 15. Dezember 2008 um 10:06
Lisa Oberländer
Grüntee-Extrakt kann gegen entzündliche Gelenkerkrankungen helfen, besagt eine aktuelle Laborstudie amerikanischer Forscher. Der in grünem Tee enthaltene Gerbstoff wirkt auf Gelenkschleimhautzellen im Labor entzündungshemmend.
Bei der rheumatoiden Arthritis entzündet und verdickt sich die schleimhautartige Schicht, die dem Schmieren der Gelenke dient. Wuchernde Schleimhautzellen dringen in der Folge in den Gelenkknorpel ein und zerstören ihn, wodurch die Betroffenen ihre Gelenke nur noch mühevoll oder gar nicht mehr bewegen können.
In der Studie wurden Zellen, die den Gelenken von Arthritis-Patienten entnommen wurden, untersucht. Untersucht wurde der Einfluss des Gerbstoffs aus grünem Tee auf die Produktion von Botenstoffen, die im Zusammenhang mit der Zerstörung des Knorpelgewebes stehen. Das Ergebnis: Mit Grüntee-Extrakt behandelte Zellen aktivieren Entzündungsreaktionen weniger bereitwillig als unbehandelte Zellen - Grüner Tee hat auf Gelenkschleimhautzellen also eine entzündungshemmende Wirkung.
Die Entzündungshemmung ist jedoch nur eine von zahlreichen Wirkungen von Grüntee. Bereits seit 5000 Jahren nutzen die Chinesen seine enormen Eigenschaften auf Körper und Seele. Grüner Tee soll schön machen, unterstützt die Immunabwehr und sorgt so für mehr Gesundheit und Vitalität. Er schützt Herz und Zellen, fördert die Fettverbrennung und regt den Stoffwechsel an.