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Wirkstoffe D - M

Kindervitamine

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Kindervitamine

Schlechten Essern droht Vitaminmangel

Die DGE zeigt folgende Faktoren auf, die zu Ernährungsproblemen führen können:
•    kein/wenig Obst und Gemüse
•    kein/geringer Fleischverzehr
•    keine/wenig Milch und Milchprodukte
•    geringe Nahrungsaufnahme ("schlechte Esser")
•    Erkrankungen

Vitamindefizite können entstehen, wenn die Kinder wenig Obst und Gemüse essen oder insgesamt nur wenig verzehren, denn die Aufnahme vieler Vitamine ist eng mit der Energieaufnahme verbunden. Auch mehrere aufeinander folgende Infektionserkrankungen mit entsprechenden Körpergewichtsverlusten stellen eine Gefahr dar.

Bei Jugendlichen besteht einen wachstumsbedingter erhöhter Nährstoffbedarf, viele folgen aber gleichzeitig dem Schönheitsideal unserer Gesellschaft und essen zu wenig. Hier können Probleme entstehen, wenn auf Grund wirklicher oder vermeintlicher Gewichtsprobleme über längere Zeit stark energiereduzierte Diäten (1000-1500 kcal) durchgeführt würden. Eine Bedarfsdeckung ist hierbei nur mit speziellen Lebensmittelkenntnissen möglich.

Kinder und Jugendliche essen zu wenig Gemüse

Die DONALD-Studie vom Forschungsinstitut für Kinderernährung (FKE) in Dortmund zeigt, dass die Risikofaktoren weit verbreitet zu sein scheinen. Das Institut empfiehlt für 15-16 Jährige eine optimale Mischkost mit 300-500 g Gemüse pro Tag, tatsächlich verzehrt werden aber lediglich 140 g, also weniger als die Hälfte.

Dieses Ergebnis brachte eine Untersuchung in den Jahren 1990 bis 2000. Bei Kindern und Jugendlichen wurde jeweils über drei Tage anhand von insgesamt mehr als 5.000 Wiegeprotokollen ermittelt, wie viel Gemüse diese pro Tag verzehrten. Erfasst wurde frisches oder tiefgekühltes Gemüse ebenso wie Gemüse in Konserven, Säften oder kommerzieller Säuglingsernährung.

Ein speziell für Kinder entwickeltes Multipräparat ist eine gute Möglichkeit Vitamindefiziten vorzubeugen.

Quelle: DGE-Stellungnahme, Mai 2003: Vitaminversorgung in Deutschland Forschungsinstitut für Kinderernährung in Dortmund: Gemüseverzehr von Säuglingen, Kindern und Jugendlichen in der DONALD-Studie
Aktualisiert ( Montag, 28. Dezember 2009 um 10:35 )  

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Schlagzeilen

Warum eine chronischen Helicobacter pylori-Infektion das Risiko für ein Magenkarzinom erhöht, war bislang nicht bekannt. Wissenschaftler vom Institut für Molekulare Krebsforschung der Uni Zürich haben jetzt nachgewiesen, dass Helicobacter pylori den Krebs direkt auslösen kann.

Die Infektion führt sowohl in menschlichen wie auch in tierischen Zellen zu Brüchen in beiden Strängen des Erbguts. Beim Befall mit dem Keim werden die Strangbrüche normalerweise erfolgreich repariert. Das funktioniert aber nur, wenn das Bakterium mit Antibiotika gehemmt bzw. abgetötet wird.

Lange andauernde Infektionen führen zur Erschöpfung der Reparaturfähigkeit der Zelle, haben die Forscher herausgefunden. Die gefährlichen Doppelstrangbrüche lassen sich dann entweder nicht mehr oder nur noch teilweise reparieren. Es kann in Folge zu genetischen Mutationen kommen, von denen letztlich einige zur Tumorbildung führen können.