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Wirkstoffe D - M

Kaliumaspatat Plus

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Kalium nimmt eine zentrale Stellung im Zellstoffwechsel ein, insbesondere beim Aufbau energiereicher Phospatverbindungen und den für die Erregung der Muskel und Nervenzellen erforderlichen biochemischen Vorgängen ein. Die Kaliumkonzentration in der extrazellulären Flüssigkeit liegt bei 4,5 mmol/l, der intrazelluläre Kaliumgehalt bei 120-150 mmol/l. Kalium ist entscheidend (neben Natrium) für den osmotischen Druck der Zellen, d. h. für den Wassergehalt der Zelle.
Ursachen für einen zu niedrigen Kaliumspiegel können Mangelernährung, entzündliche Darmerkrankungen, die Einnahme von wassertreibenden Mitteln oder durch Abführmittel hervorgerufene Durchfälle sein. Der Missbrauch von Abführmitteln ist eine häufige Ursache für eine Kaliumunterversorgung.

Kalium scheint bei der Entstehung von Hypertonie ein Gegenspieler von Natrium zu sein. Tierexperimente und die Beobachtung, dass Bevölkerungsgruppen, bei denen kaum Bluthochdruck vorkommt, relativ viel Kalium zu sich nehmen, stützen diese These. So ist die Devise bei bestehender Hypertonie, die Kochsalzzufuhr zu senken und die Kaliumzufuhr zu erhöhen.

Darüber hinaus schwankt der Serum-Kaliumspiegel aber auch infolge von Schwankungen im Säure-Basen-Haushalt. So sinkt der extrazelluläre Kalium-Gehalt bei einem pH-Anstieg von 0,1 um ca. 0,4 mmol/L. Eine weitere Ursache ist der renale Kaliumverlust im Rahmen einer sog. Kaliumverlustniere.

Eine im Mai 2009 veröffentlichte Studie hat festgestellt, dass die Einnahme eines Cola Soft-Drinks ab ca. 2-3 Liter pro Tag ebenfalls zu einem Kaliummangel führen kann. Laut der zitierten Studie sind die drei Hauptbestandteile der Cola (Glukose, Fruktose, Koffein) dafür verantwortlich.

Kaliumaspartat ist das Salz der in pflanzlichen Proteinen vorkommenden Asparaginsäure. Durch den Zusatz von Vitamin B6 und Niacin wird die Aufnahme verbessert.


Quellen:
Kaspar, H. Ernährungsmedizin und Diätetik: 1996, S. 49-50, S. 340
2. V. Tsimihodimos, V. Kakaidi, M. Elisaf. Cola-induced hypokalaemia: pathophysiological mechanisms and clinical implications. International Journal of Clinical Practice. 63 (6)
 

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Schlagzeilen

Es gibt immer mehr Hinweise, dass opiathaltige Schmerzmittel wie Morphin das Wachstum und die Ausbreitung von Krebs fördern. Zwei neue Studien unterstützen diese These. Sie zeigen, dass Lungenkrebszellen sowohl in der Zellkultur als auch im lebenden Organismus langsamer wachsen und sich weniger aggressiv ausbreiten, wenn die Opiatwirkung geblockt wird. Beide Arbeiten wurden am 18. November 2009 beim internationalen Krebskongress "Molecular Targets and Cancer Therapeutics" in Boston vorgestellt.
Die Annahme, dass Opiate Tumore aggressiver machen, fußt auf einer Reihe einzelner Studien. Mehreren Forscherteams war aufgefallen, dass Krebspatienten länger überlebten oder seltener Rückfälle bekamen, wenn Sie andere Schmerzmittel bekamen, oder mit Medikamenten behandelt wurden, welche die Opiatwirkung selektiv unterdrücken.
Die Forscher nehmen an, dass zumindest ein Teil des Krebswachstums über die Morphin-Bindungsstellen vermittelt wird.