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Wirkstoffe D - M

Granatapfel

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Die Bezeichnung des Granatapfels ist in vielen Sprachen auf das lateinische Wort für Kerne oder Körner, granae, bzw. auf deren große Anzahl (lat. granatus = körnig, kernreich) zurückzuführen. Die apfelähnliche, anfangs grüne, später orangerote Frucht, hat einen Durchmesser von bis zu etwa 10 cm und ist reich an Samen (Kernen).

Granatäpfel zeichnen sich durch einen hohen Gehalt bioaktiver Inhaltsstoffe aus. Der Granatapfel enthält größere Mengen Flavonoide (Pflanzenfarbstoffe), Polyphenole (aromatische Verbindungen die zu den sekundären Pflanzenstoffen gehören) vor allem der Ellagsäure mit wichtigen Funktionen für die Zellregulation. Granatäpfel enthalten um die 40% Ellagsäure. Er ist außerdem reich an Kalium und enthält unter anderem Vitamin C, Kalzium und Eisen.
Der Granatapfel verfügt, selbst im Vergleich zu Rotwein und Blaubeeren, über besonders viele und stark wirksame Polyphenole[1], welchen die positiven gesundheitlichen Effekte nachgesagt werden.

Der Granatapfel ist eines der ältesten natürlichen Heilmittel für bakterielle Erkrankungen und Virenbefall, Magen-Darm Parasiten. Die Ellagsäure hemmt die Entstehung von Krebs bis zu 300-mal besser als andere Phenolsäuren. Sie besetzt schützend freie Bindungsstellen der Erbsubstanz DNS (Desoxyribonukleinsäure), sodass Kanzerogene (Krebsauslöser) hier keine Angriffsstellen finden. Zugleich stimuliert sie die Bildung von Entgiftungsenzymen.

Viele Studien zeigen, dass der Granatapfel eine positive Wirkung bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen[2], Krebs und Arthritis[3] haben könnte.

In einer Studie konnten Prostatakrebs-Patienten durch den täglichen Konsum von Granatapfelsaft ihren PSA-Wert, den zentralen Biomarker bei Prostatakrebs, dreimal länger konstant halten als vor der Behandlung. Nach diesem Erfolg wird die Studie nun ausgeweitet.[4]
Im Rahmen eines größeren Forschungsprojekts (Kim, Lansky und Kollegen, 2002) zeigte sich, dass die die Polyphenole des Granatapfels auch eine antiöstrogene Wirkung haben. Und es zeigte sich auch, dass der Granatapfel in der Lage ist, das Schlüsselenzym Aromatase zu blockieren und so die Östrogensynthese im Fettgewebe zu senken. Neben der antioxidativen Wirkung der Polyphenole war es die antiöstrogene Wirkung, die sich so wirkungsvoll gegen Brustkrebs erwies. Der Granatapfel wirkt sowohl als schwaches pflanzliches Östrogen und lindert dadurch Wechseljahresbeschwerden als auch antiöstrogen und schützt so vor Brustkrebs.

Zum Granatapfel sollen in den letzten Jahren über 150 positive wissenschaftliche Studien in anerkannten Fachzeitschriften veröffentlicht worden sein. Danach bekämpft der Granatapfelsaft Herz-Kreislauf-Erkrankungen und senkt den Blutdruck. In einer kontrollierten Doppel-Blind Studie an 45 Teilnehmern mit Koronarer Herzkrankheit konnte z. B. bereits nach 3 Monaten eine um 17 Prozent verbesserte Durchblutung des Herzmuskels festgestellt werden. Die Zahl der Angina-Pectoris-Anfälle halbierte sich[5].
Der Granatapfel soll auch anti-entzündlich wirken, was insbesondere Gelenkbeschwerden bei Arthritis lindern kann.

1. Comparison of Antioxidant Potency of Commonly Consumed Polyphenol-Rich Beverages in the United States,  Journal Agricultural and food chemistry, 2008, 56, 1415-1422
2. Aviram M, Rosenblat M, Gaitini D, et al: Pomegranate juice consumption for 3 years by patients with carotid artery stenosis reduces common carotid intima-media thickness, blood pressure and LDL oxidation. In: Clin Nutr. 23, Nr. 3, Jun 2004, S. 423–33.
3. Shukla M, Gupta K, Rasheed Z, Khan KA, Haqqi TM. May (2008a) Consumption of hydrolyzable tannins-rich pomegranate extract suppresses inflammation and joint damage in rheumatoid arthritis. Nutrition. 2008 May 17, Online-Publikation vor Druck.
4. Pantuck AJ et al. (2006) Phase II Study of Pomegranate Juice for Men with Rising Prostate-Specific Antigen following Surgery or Radiation for Prostate Cancer. Clin Cancer Res. 12;13: 4018–4026.
5. Aviram et al.: Pomegranate juice consumption for 3 years by patients with carotid artery stenosis reduces common carotid intima-media thickness, blood pressure and LDL oxidation. Clinical Nutrition (2004) 22, 423–433
 

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Schlagzeilen

Vitamin D kann vor Krebs schützen. Darauf weist Edward Giovannucci von der Harvard Universität in einem Übersichtsartikel hin.
Bereits in den 1980er Jahren kam die Hypothese auf, dass Vitamin D könne vor Krebs schützen kann. Diese Annahme gründete auf der Tatsache, dass Sonnenexposition die Vitamin-D-Spiegel erhöht und ein ständiger Aufenthalt in sonnenarmen Gebieten mit einer erhöhten Rate bestimmter Krebsarten einhergeht.
Giovannucci fasst noch einmal die Ergebnisse der Harvard-Kohortenstudien zusammen, die neben zahlreichen Fragestellungen auch der Vitamin-D-Hypothese nachgingen. Es handelt sich dabei um die Nurses' Health Studie, die Health Professionals Follow-Up Stude und die Physicians' Health Studie. Analysiert wurde, ob Plasmaspiegel und Aufnahme des Vitamins mit Nahrung oder Supplementen die Inzidenz maligner Tumoren beeinflussen.