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Wirkstoffe D - M

Flachsöl / Leinöl

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Flachs oder Saat-Lein genannt, ist eine alte Kulturpflanze, die zur Öl- (Leinöl) und zur Fasergewinnung (Faserlein) angebaut wird.

Der Ölgehalt der Leinsamen liegt zwischen 30 % und 44 %. Er hängt von der Sorte, den Umweltbedingungen und dem Grad der Reife ab. Da Faserlein vor der Vollreife geerntet wird, enthalten seine Samen weniger Öl. Hauptfettsäure ist mit rund 50 % bis 70 % die ungesättigte Linolensäure (Omega-3-Fettsäure). Eine optimale tägliche Zufuhr von Linolensäure wird mit 860-990 mg/Tag angegeben. Der Gehalt der für die menschliche Ernährung bedeutenden Omega-3-Fettsäuren in Leinöl ist der höchste aller bekannten Pflanzenöle[1]. Die weitere Zusammensetzung beträgt 10 % bis 20 % Linolsäure, 12 % bis 24 % Ölsäure (wichtigster Vertreter der einfach ungesättigten Fettsäuren), sowie je unter 10 % Stearin- und Palmitinsäure. Der Eiweißgehalt liegt zwischen 19 % und 29 %. Der Anteil der für den Menschen essentiellen Aminosäuren Lysin, Methionin und Tryptophan ist hoch.

Das Flachsöl (= Leinöl) weist einen hohen Gehalt an Alpha-Linolensäure auf und wirkt sich dadurch positiv auf die Herzgesundheit aus. Innerlich angewendet kann Leinöl den Cholestrinspiegel senken und wirkt sich damit positiv auf die Gefäßwände aus. Leinöl hat eine antikoagulative Wirkung und kann somit zur  Thromboseprophylaxe, bzw. zur Verbesserung der Fließeigenschaften des Blutes eingesetzt werden [2]. Flachsöl soll darüber hinaus den Blutdruck senken.
Es ist außerdem wirksam bei der Bekämpfung bzw. Vorbeugung von Verstopfung.

Die wertvolle ungesättigte Fettsäure Alpha-Linolensäure kann weiter zu Eicosapentaensäure verstoffwechselt werden, welche natürlicherweise in Fischöl vorkommt. Aus Eicosapentaensäure entstehen eine Reihe entzündungshemmender Botenstoffe, die sich bei der Behandlung von Erkrankungen aus dem rheumatischen Formenkreis (insbesondere Rheumatoide Arthritis) bewährt haben.

1) Michael Carus u.a.: Studie zur Markt- und Konkurrenzsituation bei Naturfasern, 2008, S. 241-242.
2) Dietrich Wabner, Christiane Beier (Hrsg.): Aromatherapie Grundlagen, Wirkprinzipien, Praxis, 2009, S. 256-357, Urban Fischer Verlag ISBN 978-3-437-56990-6
 

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Schlagzeilen

Gesunde Fettsäuren unterstützen Chemotherapie und reduzieren Nebenwirkungen.
Omega-3-Fettsäuren könnten auch eine positive Wirkung in der Krebstherapie entfalten: Die Stoffe verringern die Größe von Tumoren und unterstützen Krebsmedikamente. Außerdem lindern sie schädliche Nebeneffekte der Chemotherapie, haben ägyptische Forscher um Abdulla El-Mowafy von der Universität in Al-Mansoura in Experimenten an Mäusen herausgefunden. Die Forscher hatten insbesondere die Omega-3-Fettsäure Docosahexaensäure (DHA) im Visier, die in Seefischen wie Lachs und Hering vorkommt und Nahrungsmitteln zugesetzt wird. Die Ergebnisse können Ausgangspunkt für neue Therapieansätze liefern.