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Wirkstoffe D - M

Probiotische Kulturen

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Probiotische Kulturen unterstützen die Darmflora und tragen so zur Harmonisierung des Darmmilieus bei.

Als probiotische Kulturen bezeichnet man spezielle Milchsäurebakterien, die sich an der Darmwand ansiedeln. Sie unterstützen dort aktiv den Aufbau und den Erhalt der Darmflora. Schon die wissenschaftliche Bezeichnung „probiotisch“ sagt viel über diese besonderen Bakterien aus. „Pro“ ist lateinisch und bedeutet „für“, „biotik“ steht für „Leben“. Probiotik heißt demnach: „für das Leben“.

Schon 1908 begann man, Überlegungen zur Gesundheit beeinflussenden Wirkung von Sauermilchprodukten anzustellen. Der Wissenschaftler Ilja Metschnikoff glaubte, dass die „seiner Natur zuwiderlaufende Lebensweise“ des Menschen zur Entwicklung schädlicher Bakterien im Darm führt und dadurch zu „chronischer Selbstvergiftung, zu Krankheit aller Art, Siechtum, frühzeitigem Alter und vorzeitigem Tod“. Diese These des späteren Nobelpreisträgers beruhte auf seiner Erkenntnis, dass man in einigen Gebieten Bulgariens viel fermentierte Milch trank, und dass die dortige Bevölkerung länger lebte und gesünder war als diejenige, die in anderen Gebieten Bulgariens ansässig war. Die Verbesserung der Haltbarkeit von Milch durch Säuerung mit Mikroorganismen ist eine schon lange Zeit praktizierte Technik. Die Anreicherung von Lebensmitteln mit Milchsäurebakterien ist also keine revolutionäre Erfindung. Es ist jedoch gelungen, Mikroorganismen zu entwickeln, die eine gewisse Resistenz gegenüber Magensaft, Gallensäure und Verdauungsenzymen aufweisen und lebend im Darmtrakt ankommen – die Probiotika.

Die probiotischen Kulturen haben eine lange Historie in der sicheren Anwendung bei Nahrungsergänzungsmitteln. In den vergangenen 20 Jahren sind mehr als 100 Studien über die Effekte auf die Gesundheit, Sicherheit und Stabilität dieser Probiotika veröffentlicht worden. Als wissenschaftlich belegbare Effekte der Probiotika gelten die Verhinderung und Verkürzung von Durchfallerkrankungen, die Verdrängung von Krankheitserregern, eine gewisse Stimulation der Immunabwehr sowie ein positiver Beitrag zur Wiederherstellung des Gleichgewichtes der Darmflora nach der Einnahme von Antibiotika.

Diese Information basiert auf verschiedenen Veröffentlichungen. Für die Richtigkeit der Aussagen übernehmen wir keine Haftung. Ferner sollte diese Information nicht zur Behandlung von Erkrankungen genutzt werden. Falls Sie Medikamente einnehmen oder in ärztlicher Behandlung sind, sollten Sie vor der Einnahme jeglicher Nahrungsergänzungsmittel Ihren Arzt zu Rate ziehen.
Die Anwendung von Nahrungsergänzungsmitteln bei Kindern sollte in jedem Fall mit dem behandelnden Arzt abgestimmt wer, da die meisten Studien mit Erwachsenen durchgeführt werden und Verzehrsempfehlungen für Kinder sowie eventuelle Nebenwirkungen nicht bekannt sind.
 

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Es gibt immer mehr Hinweise, dass opiathaltige Schmerzmittel wie Morphin das Wachstum und die Ausbreitung von Krebs fördern. Zwei neue Studien unterstützen diese These. Sie zeigen, dass Lungenkrebszellen sowohl in der Zellkultur als auch im lebenden Organismus langsamer wachsen und sich weniger aggressiv ausbreiten, wenn die Opiatwirkung geblockt wird. Beide Arbeiten wurden am 18. November 2009 beim internationalen Krebskongress "Molecular Targets and Cancer Therapeutics" in Boston vorgestellt.
Die Annahme, dass Opiate Tumore aggressiver machen, fußt auf einer Reihe einzelner Studien. Mehreren Forscherteams war aufgefallen, dass Krebspatienten länger überlebten oder seltener Rückfälle bekamen, wenn Sie andere Schmerzmittel bekamen, oder mit Medikamenten behandelt wurden, welche die Opiatwirkung selektiv unterdrücken.
Die Forscher nehmen an, dass zumindest ein Teil des Krebswachstums über die Morphin-Bindungsstellen vermittelt wird.