Grüner Tee gilt als sehr gesund. Er soll schön machen, den Körper entgiften und gegen unzählige Wehwehchen vorbeugen. Die heilenden Eigenschaften des asiatischen Tees haben eine lange Tradition. Bereits vor 5000 Jahren nutzten die Chinesen seine enorme Wirkung auf Körper und Seele. Die im Grünen Tee enthaltenen Polyphenole haben vielfältig positive Eigenschaften. Sie wirken nicht nur antioxidativ sondern fördern zudem die Immunabwehr und sorgen so für mehr Gesundheit und Vitalität.
Noch vor einem Jahrzehnt wurde der zuweilen bittere Exotiktrank nur von Asienfans und einigen Ostfriesen geschätzt.
Grüner Tee enthält wie Kaffee anregenden Koffein. Dieser ist aber zum Teil an Gerbstoffen gebunden und wird daher über einen längeren Zeitraum freigesetzt. Grüner Tee wirkt daher nicht kurzfristig aufputschend, sondern schonend über einen längeren Zeitraum.
Enthaltene Wirkstoffe
- Tannin unterbricht die Superoxydbildung in unserem Körper, wodurch der Alterungsprozess verlangsamt wird. Das Tannin des Grüntees ist ca. 20 x effektiver in der Wirkung als z.B. das Vitamin E.
[Studie: Okayama Universität, Fakultät für Pharmakologie, Prof. Takuo Okada]
Tannin schützt außerdem vor Karies. Der Gerbstoff tötet milchsäurebildende Bakterien ab, die den Zahnschmelz entkalken und anfällig machen. Man sollte täglich mindestens 200 mg Tannin über Grüntee trinken, d.h. mehrere Tassen, um sich sicher vor Karies zu schützen.
[Studie: Japanische Mediziner der Nikon Universität in Matsudo]
- Grüner Tee enthält Catechine. Die Catechine gehören zu den Polyphenolen. Polyphenole gelten als so genannte Radikalenfänger. Das bedeutet, sie verhindern Sauerstoffreaktionen, die zur krebsbildenden Entartung von Zellen führen. Grüner Tee enthält Epigallokatechin (EGCG). Die Wirkung setzt bereits ein bei Mengen, die täglich aufgenommen werden können. Nach diversen Studien, seit 1985 insbesondere unter der Leitung von Dr. Hirota Fujiki, japanisches Saitama-Krebsforschungszentrum in Komuro, Japan, soll EGCG die Entwicklung der folgenden Tumorarten hemmen: Hauttumor, Magen-Darm-Tumor, Lungen- Speuseröhren- und Leberkrebs.
[Studie: Staatliches Genetik-Forschungszentrum, Japan, Fakultät für genetische Mutation, Dr. Tsune KadaMädchen-Akademie-Shizuoka, Prof. Taro Oguni Öffentliches Gesundheitszentrum Hamamatsu, Dr. Hikaru Hirade Pharmazeutische Lehranstalt Shizuoka, Dr. Hayashi Diverse Studien unter der Leitung von D. Hirota Fujika, Saitama-Krebsforschungsinstitut in Komuro, Japan.]
Das in grünem Tee enthaltene Catechin könnte Patienten mit Typ-2-Diabetes zu einem geringeren Taillenumfang und einer verbesserten Stoffwechselkontrolle verhelfen. In einer japanischen Studie nahmen 23 Patienten 12 Wochen lang täglich 583 mg des Wirkstoffs zu sich, 20 Patienten einer Kontrollgruppe nur 96 mg (Obesity 17, 2009, 310).
Ergebnis: Nach 12 Wochen hatte sich der Taillenumfang in der Gruppe mit dem hochdosierten Wirkstoff stärker verringert als in der Kontrollgruppe. Adiponectin, das negativ mit einer viszeralen Adipositas assoziiert ist, stieg nur in der Interventionsgruppe signifikant an. Zudem stieg der Insulinspiegel bei hoher Catechin-Dosis stärker an.
- Grüntee führt dem Körper Zink zu, das besonders während der Schwangerschaft benötigt wird.
[Studie: Kagoshima Universität, Medizinische Fakultät, Dr. Ichiro Mori]
- Fluor: Das Trinken von nur einer Tasse Tee pro Tag würde Karies bei Schulkindern um die Hälfte reduzieren.
[Studie: Universität Tokio, Medizin und Zahnheilkunde, Prof. Dr. Masao Onishi]
- Der Grüntee enthält ein Enzym, das den Auslösemechanismus von hohem Blutdruck im Körper positiv beeinflusst und zum größten Teil verhindert. Grüntee hilft bei der Umwandlung von Cholesterol und beugt somit Arteriosklerose vor. Grüntee soll vorbeugend bei Gehirnschlag, Herzkrankheiten und Alterskrankheiten wirken.
[Studie: Tohoku Universität, Dr. Meguro Japanische Medizin_akademie, Dr. Fukui Städtische Universität Nagoya, Dr. Aoki]
Grüner Tee Extrakt hat in einer aktuellen offenen Studie in Cancer Prevention Research (2009; doi: 10.1158/1940-6207.CAPR-08-0167) bei Patienten mit Prostatakarzinom vor einer geplanten Operation mehrere Tumormarker gesenkt.
Bereits 2006 berichteten Saverio Bettuzzi und Mitarbeiter der Universität Parma, dass Patienten, bei denen in einer Biopsie eine Vorstufe von Prostatakrebs gefunden worden war, seltener an einem Prostatakarzinom erkranken, wenn sie täglich drei Kapseln eines Grüntee-Extraktes einnahmen. Nach einem Jahr erkrankten nur einer von 30 Teilnehmern gegenüber neun von 30 in der Kontrollgruppe (Cancer Research 2006; 66: 1234-40).
Eine weitere Studie der Arbeitsgruppe um James Cardelli vom Feist-Weiller Cancer Center in Shreveport im US-Staat Louisiana beschreibt Patienten, die bereits an einem Prostatakarzinom erkrankt waren. Die 27 Teilnehmer im Alter von 41 bis 72 Jahren befanden sich nach einer positiven Biopsie auf der Warteliste für eine radikale Prostatektomie. Während dieser Zeit nahmen sie täglich 4 Kapseln eines Grüntee-Extrakt ein, die zusammen ebenso viele Polyphenole enthielten wie 12 Tassen grüner Tee. In den durchschnittlich 34,5 Tagen bis zur Operation kam es zu einem Rückgang des PSA-Wertes. Bei einigen Patienten soll der Wert um mehr als 30 Prozent gesunken sein. Einen signifikanten Rückgang gab es auch bei zwei Krebswachstumsfaktoren, dem hepatocyte growth factor (HGF) und dem vascular endothelial growth factor (VEGF).
Grüner Tee bei Rauchern mit niedrigerem Lungenkrebs-Risiko assoziiert
Derzeitige und ehemalige Raucher, die keinen grünen Tee trinken, können bis zu dreizehnmal eher an Lungenkrebs erkranken als jene, die mindestens eine Tasse täglich konsumieren. Dies ergab eine Studie, die in Taiwan durchgeführt wurde.
"Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass Konsum von grünem Tee das Lungenkrebs-Risiko durch Rauchen hemmt", erklärte die leitende Forscherin I-Hsin Lin in einem Interview. "Deshalb schlagen wir vor, dass Raucher mehr als eine Tasse pro Tag trinken sollten."
Unabhänging vom Rauchstatus der Teilnehmer konnte die Studie auch nachweisen, dass der Konsum von grünem Tee mit einem dramatisch niedrigerem Risiko für Lungenkrebs bei Personen verbunden war, die die Genotypen für verminderte Werte des Insulinlike Growth Factor (IGF) aufwiesen.
Diese Information basiert auf verschiedenen Veröffentlichungen. Für die Richtigkeit der Aussagen übernehmen wir keine Haftung. Ferner sollte diese Information nicht zur Behandlung von Erkrankungen genutzt werden. Falls Sie Medikamente einnehmen oder in ärztlicher Behandlung sind, sollten Sie vor der Einnahme jeglicher Nahrungsergänzungsmittel Ihren Arzt zu Rate ziehen.
Die Anwendung von Nahrungsergänzungsmitteln bei Kindern sollte in jedem Fall mit dem behandelnden Arzt abgestimmt wer, da die meisten Studien mit Erwachsenen durchgeführt werden und Verzehrsempfehlungen für Kinder sowie eventuelle Nebenwirkungen nicht bekannt sind.






