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Wirkstoffe D - M

Glutathion

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Glutathion ist eine körpereigene Peptidverbindung, die auf den drei Aminosäuren Glutaminsäure, Cystein und Glycin basiert.
Es unterstützt den Körper bei der Entgiftung und versorgt das Blut mit Sauerstoff. Es ist somit in Stoff zur Gesunderhaltung bis ins hohe Alter. Da die Fähigkeit des Körpers, Glutathion zu bilden mit zunehmendem Alter nachlässt, wird eine Nahrungsergänzung mit diesem Stoff für alle Menschen ab 40 empfohlen.

Das Tripeptid Glutathion ist das zentrale Molekül im antioxidativen Stoffwechsel. Es hilft beim Abbau von Peroxiden und ist an der Leukotrienbiosynthese beteiligt. Glutathion dient der Zelle als Transportmolekül um Aminosäuren in die Zelle zu schleusen. Die Wichtigkeit dieses Stoffes erkennt man daran, dass alle Zellen Glutathion benutzen. Es dient als Steuermolekül bei der Mitose und aller Reparaturgene.

Zahlreichen Medienberichten zufolge wird Glutathion für unterschiedliche Heilwirkungen im Bereich der Altersmedizin verantwortlich gemacht. Im Wesentlichen stützen sich die Berichte auf eine Studie der Universität Michigan, wonach ein hoher Glutathion-Blutspiegel altersbedingte Krankheiten wie die Zuckerkrankheit, Rheuma, Bluthochdruck, Arteriosklerose und Hypercholesterinämie verhindern hilft.

Untersucht wurden 172 Versuchspersonen, die älter als 60 Jahre waren. Insgesamt betrachtet besteht eine Übereinstimmung zwischen einem hohen Glutathionspiegel und einem besseren Gesundheitsstatus. Umgekehrt wurden bei Personen mit niedrigem Glutathionspiegel häufiger Stoffwechsel- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen festgestellt, was auf einen ursächlichen Zusammenhang zwischen diesen altersbedingten Krankheiten und dem Glutathionspiegel schließen lässt. Vermutlich werden toxische Stoffwechsel- bzw. Medikamentenabbauprodukte durch Glutathion neutralisiert und dadurch unschädlich gemacht.

Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, dass Glutathion als Antioxidans wirkt und chemische Stoffe inaktiviert, die den Alterungsprozess beschleunigen. Mit seiner Hilfe können freie Radikale unschädlich gemacht werden. Freie Radikale gehen jede Verbindung ein und vernichten auf diese Weise wichtige Zellbestandteile - dies verursacht Alterung. Ist genügend Glutathion in den Zellen, reagieren die freien Radikale bevorzugt mit diesem und werden so unschädlich gemacht. Glutathion steigert außerdem die Durchblutung des Gehirns und stärkt das Immunsystem.

Glutathion schwächt die schädlichen Wirkungen von radioaktiver Strahlung, Röntgen-Strahlung und der Chemotherapie ab. Es kann die schädlichen Wirkungen von Zigarettenrauch und Alkohol abmildern. Glutathion wird auch benutzt, um Schwermetalle wie Blei, Cadmium und Quecksilber zu entgiften.



Quellen:
- Informations- und Dokumentationsstelle am Institut für Ernährungswissenschaft der Justus-Liebig-Universität Gießen
- Julius M, Lang C, Gleiberman L, et al. Glutathione and morbidity in a community-based sample of elderly. J Clin Epidemiol 1994;47:1021–6.
- Sen CK. Nutritional biochemistry of cellular glutathione. Nutr Biochem 1997;8:660–72.
- Amores-Sanchez MI, Medina MA. Glutamine, as a precursor of glutathione, and oxidative stress. Mol Genet Metab 1999;67:100–5.Diese Information basiert auf verschiedenen Veröffentlichungen. Für die Richtigkeit der Aussagen übernehmen wir keine Haftung. Ferner sollte diese Information nicht zur Behandlung von Erkrankungen genutzt werden. Falls Sie Medikamente einnehmen oder in ärztlicher Behandlung sind, sollten Sie vor der Einnahme jeglicher Nahrungsergänzungsmittel Ihren Arzt zu Rate ziehen.
Die Anwendung von Nahrungsergänzungsmitteln bei Kindern sollte in jedem Fall mit dem behandelnden Arzt abgestimmt wer, da die meisten Studien mit Erwachsenen durchgeführt werden und Verzehrsempfehlungen für Kinder sowie eventuelle Nebenwirkungen nicht bekannt sind.
 

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