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Eisen

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Sauerstoffspeicher Eisen

 

Das Spurenelement Eisen ist lebenswichtig für den Sauerstofftransport. Zudem ist es ein Bestandteil zahlreicher Enzyme, die bei der Energiegewinnung und bei der Entgiftung unseres Körpers eine große Rolle spielen.

Eisen kommt von allen Spurenelementen am häufigsten im menschlichen Organismus vor. Der größte Anteil befindet sich im roten Blutfarbstoff (Hämoglobin) und in den Muskelzellen. Die zentralen Aufgaben des Eisens sind der Sauerstofftransport, die Energiegewinnung, das Speichern des Sauerstoffs in den Muskeln und die Produktion von Steroidhormonen und Transmitterstoffen.

Der Eisenhaushalt ist von der Erneuerungsrate der roten Blutkörperchen abhängig. Der größte Anteil des Eisens wird wiederverwertet, so dass pro Tag nur etwa 1 mg verloren geht, das neu zugeführt werden muss. Die Nahrung ist zwar reich an Eisen, es kann jedoch nur in beschränktem Maße für den menschlichen Organismus nutzbar gemacht werden.
Eisen aus Fleisch ist besser verfügbar – bis zu 20 Prozent können aufgenommen werden. Vom Eisen aus pflanzlicher Nahrung können ungefähr nur 3 bis 5 Prozent aufgenommen werden.

Infolge der Menstruation sind am häufigsten Frauen im gebärfähigen Alter von Eisenmangel betroffen. Darüber hinaus ist die Versorgung in Schwangerschaft oder Stillzeit vielfach unzureichend. Auch häufige Blutspenden oder ein Blutverlust bei einer Operation können zu einer Mangelsituation führen. Vor der Einnahme von hoch dosierten Eisenpräparaten sollten Sie mit Ihrem Arzt sprechen.

 

Eisenpräparate können helfen bei


- Blutarmut (Anämie): Eisenmangel ist der häufigste Grund für eine Blutarmut. Besonders in Kombination mit der vermehrten Aufnahme von Vitamin C kann Eisen Abhilfe schaffen. Hohe Dosierungen unbedingt mit dem Arzt besprechen.

- Starke Menstruationsblutungen: Starke Regelblutungen und der damit verbundene Blutverlust können zu einem Eisenmangel führen. Eine eisenhaltige Nahrungsergänzung kann hier helfen. Hohe Dosierungen unbedingt mit dem Arzt besprechen.

- Müdigkeit: Fortwährende Müdigkeit kann ebenfalls ein durch Eisenmangel verursachtes Problem sein, sie kann aber auch andere Ursachen haben. Bitte mit dem Arzt besprechen.

- Bluthochdruck:
Französische Wissenschaftler untersuchten den Zusammenhang zwischen der Aufnahme von Eisen - Hämeisen und Nicht-Hämeisen - und dem Blutdruck. Dazu wurden 2895 Teilnehmer der Sumivax-Studie über einen Zeitraum von fünf Jahren beobachtet. Eine niedrige Aufnahme von Nicht-Hämeisen war mit einem größeren Anstieg des systolischen Blutdrucks in dieser Zeit assoziiert. Die Studienteilnehmer mit der höchsten Aufnahme an Nicht-Hämeisen hatten ein um 37 Prozent geringeres Risiko für arterielle Hypertonie im Vergleich zu den Probanden mit der niedrigsten Eisenzufuhr. Die Aufnahme von Hämeisen war nicht mit Veränderungen des Blutdrucks assoziiert, allerdings zeigte sich, dass der
Verzehr von Fleisch mit einem Anstieg des systolischen Blutdrucks verbunden war. Die Daten dieser Studie veranschaulichen, dass zur Vermeidung einer arteriellen Hypertonie auch die Aufnahme an Nicht-Hämeisen beachtet werden muss.
Quelle: Pilar Galan et al: Low total and nonheme iron intakes are associated with a greater risk of hypertension; J. Nutr. First published November 18, 2009

Eisenkonzentration und Restless-Legs-Syndrom

Das Restless-Legs-Syndrom ist eine Schlafstörung, die durch eine Störung des Eisenmetabolismus verursacht wird. Bisher war allerdings noch nicht abgeklärt , welche Bedeutung Eisen für einzelne Symptome bei RLS-Patienten hat, z.B. Depressivität, Müdigkeit etc., und für die Lebensqualität.

Bei 48 Patienten mit RLS wurden die Eisen- und Ferritinkonzentrationen bestimmt, dabei zeigten sich einige wesentliche Zusammenhänge: Höhere Eisenkonzentrationen waren z.B. mit einer besseren Schlafqualität assoziiert, niedrige Eisenkonzentrationen bei jüngeren Patienten gingen häufiger mit Depressionen einher. Bei jüngeren Patienten mit niedrigeren Eisenkonzenrationen traten auch vermehrt Müdigkeitssymptome auf. Eine Eisensupplementierung bei RLS-Patienten dürfte also nicht nur die motorischen und sensorischen Symptome verbessern, sondern auch Schlafqualität, Depressionsneigung und Müdigkeit.

Quelle: Cuellar NG et al.: The relationship with iron and health outcomes in persons with restless legs syndrome; Clin Nurs Rs. 2011 May; 20(2): 144-61

Stoffwechselfunktionen von Eisen

 

Das Spurenelement Eisen ist lebenswichtig für den Sauerstofftransport. Zudem ist es ein Bestandteil zahlreicher Enzyme, die bei der Energiegewinnung und bei der Entgiftung unseres Körpers eine große Rolle spielen.

Eisen kommt von allen Spurenelementen am häufigsten im menschlichen Organismus vor. Der größte Anteil befindet sich im roten Blutfarbstoff (Hämoglobin) und in den Muskelzellen. Die zentralen Aufgaben des Eisens sind der Sauerstofftransport, die Energiegewinnung, das Speichern des Sauerstoffs in den Muskeln und die Produktion von Steroidhormonen und Transmitterstoffen.

Der Eisenhaushalt ist von der Erneuerungsrate der roten Blutkörperchen abhängig. Der größte Anteil des Eisens wird wiederverwertet, so dass pro Tag nur etwa 1 mg verloren geht, das neu zugeführt werden muss. Die Nahrung ist zwar reich an Eisen, es kann jedoch nur in beschränktem Maße für den menschlichen Organismus nutzbar gemacht werden.
Eisen aus Fleisch ist besser verfügbar – bis zu 20 Prozent können aufgenommen werden. Vom Eisen aus pflanzlicher Nahrung können ungefähr nur 3 bis 5 Prozent aufgenommen werden.
  • Hämoglobin
    Eisen ist wesentlicher Teil des roten Blutfarbstoffs und deshalb unentbehrlich für den Sauerstofftransport.
  • Myoglobin
    Roter Farbstoff der Muskelzellen, Sauerstoffspeicher für die Muskelzellen.
  • Zelluläre Energiegewinnung
    Cytochrome sind eisenhaltige Enzyme in den Kraftwerken der Zelle (Mitochondrien), die für die Energiegewinnung (ATP-Synthese) wichtig sind. Eisenhaltige Enzyme sind am bedeutendsten Stoffwechselweg der Lebewesen, dem Zitronensäurezyklus, beteiligt.
  • DNA-Synthese
    Eisen ist an der Bildung von Genbausteinen beteiligt.
  • Neurotransmitterbildung
    Eisen wird für die Bildung von Nervenbotenstoffen (Dopamin und Serotonin) benötigt. Bei einem Eisenmangel kann es deshalb zu Depressionen und/ oder Hirnleistungsstörungen kommen.
  • Entgiftungsreaktionen in der Leber
    Eisen ist für die Entgiftung von Arzneimitteln und Umweltgiften sowie für die Bildung von Steroidhormonen erforderlich.
  • Bildung von Carnitin
    Carnitin wird für den Transport der Fettsäuren in die Mitochondrien (Kraftwerke der Zelle) gebraucht. Ein Carnitinmangel kann zu Erschöpfung, schneller Ermüdbarkeit, muskulärer Schwäche führen.
  • Gefäßfunktion
    Die Regulierung der Gefäßweite erfolgt mit Hilfe des Signalgases Stickoxid. Zur Bildung von Stickoxid (NO) ist ein eisenhaltiges Enzym nötig.
  • Kollagensynthese
    Eisen ist ein wesentliches Spurenelement für den korrekten Aufbau der Kollagene und somit für die Regeneration von Haut, Bindegewebe, Knorpel und Knochen.
  • Fettsäuresynthese
    Eisen wird für die Bildung von ungesättigten Fettsäuren benötigt.
  • Immunsystem
    Das Signalgas NO (mit Hilfe von Eisen hergestellt) spielt eine wichtige Rolle für die Immunkompetenz. NO ist ein „Kampfgas“ der Immunzellen gegen Viren.
  • Antioxidative Kapazität
    Eisenhaltige Enzyme (Peroxidasen, Katalasen) sind an der Entsorgung freier Radikale beteiligt.
  • Signalübertragung in die Zelle
    Eisen ist auch für die Übertragung bestimmter Signale in die Zellen erforderlich. Mit Hilfe von Eisen wird das Molekül cGMP gebildet. Dieses Molekül spielt eine wichtige Rolle für die Blutdruckregulation; außerdem werden über cGMP auch so genannte Ionenkanäle reguliert. Über Ionenkanäle gelangen z.B. bestimmte Mineralstoffe in die Zelle.
  • Sonstiges
    - Bei einem Eisenmangel kommt es zu einer vermehrten Schwermetallbelastung, besonders bei Kindern. Es wird dann z.B. vermehrt Blei resorbiert.
    - Eisenaufnahme und Eisenstoffwechseleffekte können durch Vitamin C und Vitamin A verbessert werden.
    - Bei Entzündungen vermindert sich die Eisenresorption im Darm.
    - Eisen ist für die Bildung von Myelin und Dendriten in den Nervenzellen wichtig.

Eisenpräparate können helfen bei

- Blutarmut (Anämie): Eisenmangel ist der häufigste Grund für eine Blutarmut. Besonders in Kombination mit der vermehrten Aufnahme von Vitamin C kann Eisen Abhilfe schaffen. Hohe Dosierungen unbedingt mit dem Arzt besprechen.

- Starke Menstruationsblutungen: Starke Regelblutungen und der damit verbundene Blutverlust können zu einem Eisenmangel führen. Eine eisenhaltige Nahrungsergänzung kann hier helfen. Hohe Dosierungen unbedingt mit dem Arzt besprechen.

- Müdigkeit: Fortwährende Müdigkeit kann ebenfalls ein durch Eisenmangel verursachtes Problem sein, sie kann aber auch andere Ursachen haben. Bitte mit dem Arzt besprechen.

- Bluthochdruck:
Französische Wissenschaftler untersuchten den Zusammenhang zwischen der Aufnahme von Eisen - Hämeisen und Nicht-Hämeisen - und dem Blutdruck. Dazu wurden 2895 Teilnehmer der Sumivax-Studie über einen Zeitraum von fünf Jahren beobachtet. Eine niedrige Aufnahme von Nicht-Hämeisen war mit einem größeren Anstieg des systolischen Blutdrucks in dieser Zeit assoziiert. Die Studienteilnehmer mit der höchsten Aufnahme an Nicht-Hämeisen hatten ein um 37 Prozent geringeres Risiko für arterielle Hypertonie im Vergleich zu den Probanden mit der niedrigsten Eisenzufuhr. Die Aufnahme von Hämeisen war nicht mit Veränderungen des Blutdrucks assoziiert, allerdings zeigte sich, dass der
Verzehr von Fleisch mit einem Anstieg des systolischen Blutdrucks verbunden war. Die Daten dieser Studie veranschaulichen, dass zur Vermeidung einer arteriellen Hypertonie auch die Aufnahme an Nicht-Hämeisen beachtet werden muss.
Quelle: Pilar Galan et al: Low total and nonheme iron intakes are associated with a greater risk of hypertension; J. Nutr. First published November 18, 2009

Eisenkonzentration und Restless-Legs-Syndrom


Das Restless-Legs-Syndrom ist eine Schlafstörung, die durch eine Störung des Eisenmetabolismus verursacht wird. Bisher war allerdings noch nicht abgeklärt , welche Bedeutung Eisen für einzelne Symptome bei RLS-Patienten hat, z.B. Depressivität, Müdigkeit etc., und für die Lebensqualität.

Bei 48 Patienten mit RLS wurden die Eisen- und Ferritinkonzentrationen bestimmt, dabei zeigten sich einige wesentliche Zusammenhänge: Höhere Eisenkonzentrationen waren z.B. mit einer besseren Schlafqualität assoziiert, niedrige Eisenkonzentrationen bei jüngeren Patienten gingen häufiger mit Depressionen einher. Bei jüngeren Patienten mit niedrigeren Eisenkonzenrationen traten auch vermehrt Müdigkeitssymptome auf. Eine Eisensupplementierung bei RLS-Patienten dürfte also nicht nur die motorischen und sensorischen Symptome verbessern, sondern auch Schlafqualität, Depressionsneigung und Müdigkeit.

Quelle: Cuellar NG et al.: The relationship with iron and health outcomes in persons with restless legs syndrome; Clin Nurs Rs. 2011 May; 20(2): 144-61


Diese Information basiert auf verschiedenen Veröffentlichungen. Für die Richtigkeit der Aussagen übernehmen wir keine Haftung. Ferner sollte diese Information nicht zur Behandlung von Erkrankungen genutzt werden. Falls Sie Medikamente einnehmen oder in ärztlicher Behandlung sind, sollten Sie vor der Einnahme jeglicher Nahrungsergänzungsmittel Ihren Arzt zu Rate ziehen.
Die Anwendung von Nahrungsergänzungsmitteln bei Kindern sollte in jedem Fall mit dem behandelnden Arzt abgestimmt wer, da die meisten Studien mit Erwachsenen durchgeführt werden und Verzehrsempfehlungen für Kinder sowie eventuelle Nebenwirkungen nicht bekannt sind.
Aktualisiert ( Mittwoch, 10. August 2011 um 07:10 )  

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