Was verbindet braune Hautflecken, Steaks in der Pfanne und Blutzucker? Bei dieser Frage geht es um Leben und Tod. Am Rande auch ums Aussehen.
Unser Körper besteht fast nur aus Eiweiß (Proteinen). Reaktionen zwischen Blutzucker und Proteinen zerstören Gewebe und lassen uns altern. Diese Reaktionen vollziehen sich fortlaufend. Denn wir nehmen permanent Kohlenhydrate auf und haben (ohne dabei Diabetiker zu sein) häufig zu hohe Blutzuckerspiegel. Sind wir gegen diese Reaktionen machtlos?
Im Körper reagiert Blutzucker mit Proteinen in der Maillard-Reaktion. Diese Reaktion ist Ihnen sicher bekannt. Die Kruste eines Brotes wird beim Backen braun. Wenn ein Steak in der Pfanne brät, entwickelt es ein appetitliches Aroma. Dafür verantwortlich sind chemische Prozesse, benannt nach ihrem Entdecker, dem Franzosen Louis Maillard. Während des Garens verbinden sich die im Fleisch oder Brot enthaltenen Zuckermoleküle mit den Eiweißen. Es entstehen dunkle Pigmente, so genannte Melanoidine. Sie prägen die vertraute Farbe und die Kruste von gebratenen, gebackenen und gerösteten Lebensmitteln. Zwar bringen sie Geschmack, jedoch verlieren die Lebensmittel dabei an Nährwert.
Es handelt sich um eine mehrstufige Reaktion, bei der eine Unzahl von Reaktionsprodukten entsteht. In jedem Fall kommt es zu oxidativen Prozessen, der Bildung freier Radikale und Gewebeschäden. Es bilden sich sogenannte Advanced Glycation End Products (AGE), die Arteriosklerose sowie die Entstehung von Morbus Alzheimer begünstigen. AGE lassen die Haut altern und schädigen die Augen.
Ein weiteres Alterungs-Phänomen, das mit diesen Reaktionen in Verbindung steht, ist die zunehmende Vernetzung von Eiweißkörpern durch Zuckermolekülbrücken. Menschliches Bindegewebe besteht aus parallel zueinander verlaufenden Fasern. Blutzucker öffnet freie Bindungsstellen an diesen Fasern, so dass sie sich miteinander vernetzen. In der Folge verhärten Blutgefäßwände, Gelenkkapseln werden steif, die Augenlinse trübt sich, Organe werden geschädigt. Glykolisierung und Maillard-Reaktion haben in der Haut noch weitere Auswirkungen. Sie verändern das stäbchenförmige Collagen zu einer eher runden Form, wodurch es nicht mehr in der Lage ist, die Haut zu stützen. Es bilden sich Falten.
Die Bildung brauner Hautflecken, die mit der Kruste auf dem Brot durchaus vergleichbar sind, ist ein äußerlich sichtbares Glykolisierungs-Phänomen. Es handelt sich ebenfalls um Melanoidine. Was im Inneren, dem Gehirn und inneren Organen, passiert, bleibt zunächst verborgen.
Wenn Sie im Alter langfristig krankheitsfrei und aktiv bleiben wollen, müssen Sie die Glykolisierung in Ihrem Körper auf einem möglichst niedrigem Level halten und den Reaktionen zwischen Zucker und Proteinen vorbeugen.
Carnosin hat sich in Untersuchungen gegen die zellschädigenden Protein-Veränderungen als hocheffektiv erwiesen. Carnosin ist eine Verbindung zweier Aminosäuren und ist vor allem in Fleisch enthalten. Wenn Sie das eingangs erwähnte Steak nicht zu sehr durchbraten, bleibt davon auch der größte Teil verfügbar. Carnosin hemmt die Glykolisierung im Körper. Als Antioxidanz neutralisiert Carnosin freie Radikale. Carnosin ist auch der Lage, die menschlichen Gene vor oxidativer Schädigung zu schützen.
L-Carnosin leistet jedoch noch wesentlich mehr:
Carnosin verhindert im Gehirn Zellschädigungen, die von Beta-Amyloid (eine Substanz, die im Gehirn von Alzheimer-Patienten nachweisbar ist) verursacht werden. Beta-Amyloid resultiert aus den AGE-Stoffwechsel-Prozessen. Carnosin trägt daher dazu bei, vor Demenz zu schützen.
Carnosin ermöglicht dem Herzmuskel durch erhöhte Calciumreaktion in den Herzmuskelzellen eine erhöhte Kontraktionseffizienz.
Die Fähigkeit der Zellen sich durch Teilung zu erhalten, ist begrenzt. Man bezeichnet das Limit als die sog. Hayflick-Grenze. Mit jeder Teilung verringert sich die Zahl der möglichen Teilungen. Wenn diese Grenze erreicht ist, stirbt die Körperzelle ab. Wenn Zellen die Hayflick-Grenze erreichen, dann teilen sie sich weniger häufig, werden zunehmend unstrukturiert oder entarten. Dieser Zustand der Zellalterung galt bis vor kurzem als irreversibel. In Zellkulturen beobachteten australische Wissenschaftler, dass Carnosin die Zellen verjüngt, wenn sie sich im Alterungsstadium befinden. Menschliche Zellen mit Carnosin lebten länger, besaßen eine bessere Teilungsfähigkeit, bewahrten jugendliches Aussehen und Wachstumsansätze gegenüber normal alternden Zellen in carnosinloser Umgebung.
Der Carnosin-Level sinkt mit dem Alter. So verringern sich die Werte im Muskel zwischen dem 10. und dem 70. Lebensjahr um 63%. Außerdem reduzieren heute immer mehr Menschen ihren Fleischkonsum, so dass nur wenig Carnosin mit der Nahrung aufgenommen wird.
Antiaging mit L-Carnosin:
- begrenzt die schädliche Maillard-Reaktion
- neutralisiert freie Radikale
- schützt Haut, Augen, Gefäße und Gelenke
- trägt zur Alzheimer-Prophylaxe bei
- lässt Sie attraktiver aussehen
Quellen:
Aksenova MV, Aksenov MY, Markesbery WR, et al. Aging in a dish: age-dependent changes of neuronal survival, protein oxidation, and creatine kinase BB expression in long-term hippocampal cell culture. J Neurosci Res. 1999; 58(2):308-17.
Wang AM, Ma C, Xie ZH, et al. Use of carnosine as a natural anti-senescence drug for human beings. Biochemistry (Moscow). 2000; 65(7):869-71.
Diese Information basiert auf verschiedenen Veröffentlichungen. Für die Richtigkeit der Aussagen übernehmen wir keine Haftung. Ferner sollte diese Information nicht zur Behandlung von Erkrankungen genutzt werden. Falls Sie Medikamente einnehmen oder in ärztlicher Behandlung sind, sollten Sie vor der Einnahme jeglicher Nahrungsergänzungsmittel Ihren Arzt zu Rate ziehen.
Die Anwendung von Nahrungsergänzungsmitteln bei Kindern sollte in jedem Fall mit dem behandelnden Arzt abgestimmt wer, da die meisten Studien mit Erwachsenen durchgeführt werden und Verzehrsempfehlungen für Kinder sowie eventuelle Nebenwirkungen nicht bekannt sind.






