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Wirkstoffe A - C

5-HTP (5-Hydroxy-Tryptophan)

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Pflanzenkraft gegen Stimmungstiefs, Heißhunger, Migräne und Schlaflosigkeit

5-HTP wird als Nahrungsergänzungsmittel aus den Samen der afrikanischen Pflanze Griffonia simplicifolia gewonnen.
Im Körper wird Hydroxytryptophan (5-HTP) als Zwischenprodukt der Umwandlung von der Aminosäure L-Tryptophan zu Serotonin gebildet. Nimmt man 5-HTP als Nahrungsergänzung ein, wird dieser Umwandlungsschritt überbrückt. Somit wird die Bildung des wichtigen Neurotransmitters Serotonin durch 5-HTP direkt beeinflusst. Serotonin ist ein vom Gehirn produziertes Hormon, das an der Steuerung von Stimmung, Schlaf und Appetit beteiligt ist. Ein niedriger Serotoninspiegel wird mit Depressionen, Angst und Schlafstörung in Verbindung gebracht.

Die Anhebung des Serotonin-Spiegels im Zentralnervensystem ist die Hauptwirkung von 5-HTP. Es konnte zudem nachgewiesen werden, dass nach der Einnahme von 5-HTP auch die Konzentrationen anderer Neurotransmitter und zentral wirksamer Substanzen wie z.B. Melatonin (Hormon mit Schlaf fördernder Wirkung) ansteigen.
Wenn der Serotoninspiegel erhöht wird, steigt also auch der Melatoninspiegel. So wundert es nicht, dass 5-HTP wirksam bei Schlafstörungen ist und die Schlafqualität verbessert.

Depressionen und Panikattacken
5-HTP hat sich als sehr wirksam gegen Stimmungstiefs, depressive Verstimmungen und sogar Depressionen gezeigt. In einigen Untersuchungen wurde festgestellt, dass 5-HTP genau so effektiv gegen Depressionen wirken kann wie handelsübliche Medikamente (z.B. SRI und trizyklisches Antidepressiva).
Unter 200 mg 5HTP täglich konnten signifikant in bis zu 44 % versus 19 % bei Plazebo in Tests induzierte Panikattacken verhindert werden. Über die Wirkung bei Depressionen sind mehrere Reviews über bis zu 108 Studien erschienen, die zwar auf oft nennenswerte Studienmängel hinweisen, aber die Wirksamkeit von 5HTP insgesamt belegen. In zwei gut verwertbaren plazebokontrollierten Studien ist der Besserungseffekt (Relatives Risiko; 95 % Vertrauensbereich) mit 4,1 (1,3–13,2) eindrucksvoll. Andere haben 5HTP im direkten Vergleich mit einem SSRI (Fluvoxamin) getestet und 5HTP in der antidepressiven Hauptwirkung sowie in sämtlichen Subskalen als nicht nur wirksam, sondern sogar noch als leicht überlegen gefunden, zusätzlich traten seltener Nebenwirkungen auf. Auch durch Auswertung unseres umfangreichen Patientenkollektivs sind solche Behandlungserfolge bei seltenen und dann nur leichten Nebenwirkungen voll zu bestätigen.

Essregulation, Gewichtsabnahme
Es ist schon lange bekannt, dass SSRI (beispielsweise Sibutramin) das Sättigungsgefühl gegenüber Kohlenhydraten steigern und so zur Gewichtsreduktion beitragen könne. 5HTP hat ähnliche „anorektische“ Effekte, wie mehrere Studien nahelegen.
Bei Übergewichtigen werden niedrige Serotonin-Spiegel mit Heißhunger auf Kohlenhydrate und entsprechenden Essanfällen in Verbindung gebracht. In Studien kam es unter der Einnahme von 5-HTP zu einer Zügelung des Appetits einer verringerten Nahrungsaufnahme und dadurch zu einer Verringerung des Gewichtes.

Auch bei Fibromyalgie-Patienten sind meistens erniedrigte Serotonin-Spiegel feststellbar und die Einnahme von 5-HTP hat gute Resultate in der Behandlung von Fibromyalgie gezeigt. In drei klinischen Studien verringerte sich durch die Einnahme von 5-HTP die Anzahl der Schmerzpunkte, die Angst wurde gelindert, eine bessere Schlafqualität erreicht und die Morgensteifigkeit verringert.

Außerdem wird 5-HTP mit Erfolg zur Vorbeugung chronischer Kopfschmerzen verschiedenen Typs eingesetzt, z.B. Migräne, Spannungskopfschmerz und chronischem Kopfschmerz bei Jugendlichen.

Bei Kindern und Erwachsenen mit Depressionen und Schlafstörungen konnte in Studien durch diverse Parameter die Wirksamkeit von 5HTP gegenüber Plazebo oder SSRI auch bei Insomnie belegt werden.

Generell ist die Einnahme von 5-HTP problemlos. In Einzelfällen kann zu Beginn einer Behandlung mit 5-HTP leichte Übelkeit auftreten. Da noch keine hinreichenden Erkenntnisse über die gleichzeitige Einnahme von 5-HTP und Antidepressiva vorliegen, sollte eine solche Kombination nur unter ärztlicher Empfehlung erfolgen.




Diese Information basiert auf verschiedenen Veröffentlichungen. Für die Richtigkeit der Aussagen übernehmen wir keine Haftung. Ferner sollte diese Information nicht zur Behandlung von Erkrankungen genutzt werden. Falls Sie Medikamente einnehmen oder in ärztlicher Behandlung sind, sollten Sie vor der Einnahme jeglicher Nahrungsergänzungsmittel Ihren Arzt zu Rate ziehen.
Die Anwendung von Nahrungsergänzungsmitteln bei Kindern sollte in jedem Fall mit dem behandelnden Arzt abgestimmt wer, da die meisten Studien mit Erwachsenen durchgeführt werden und Verzehrsempfehlungen für Kinder sowie eventuelle Nebenwirkungen nicht bekannt sind.
Aktualisiert ( Mittwoch, 26. Mai 2010 um 09:41 )  

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