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Wirkstoffe A - C

Black Cohosh - Traubensilberkerze

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- große Hilfe bei allen Frauenleiden
- Schmerz hemmende und krampflösende Wirkungen
- stimmungsaufhellend sowohl bei PMS als auch bei Menstruationsbeschwerden

Die dunklen Wurzelstöcke der Black Cohosh Pflanze, die hauptsächlich in Amerika verbreitet ist, haben eine lange historische Geschichte bei den traditionellen amerikanischen Eingeborenen und europäischen Einwanderern. Sie ist eine große Hilfe bei allen Frauenleiden.

Die Traubensilberkerze oder Cimicifuga racemosa bzw. Actaea racemosa entstammt der Familie der Hahnenfußgewächse. Beheimatet ist die Pflanze in den östlichen Staaten der USA und in Ontario. Im deutschen Sprachgebrauch wird Black Cohosh unter einer Reihe von synomymen Bezeichnungen geführt. Zum Beispiel wilde Schlangenwurzel, staudiges Christophskraut, Frauenwurzel, Klapperschlangenkraut, Schwindsuchtwurzel, Silberkerze, Traubenförmige Schwarzwurz oder Wanzenkraut.

Die Traubensilberkerze (lat. Cimicifuga racemosa) gehört zum Heilpflanzen-Schatz der nordamerikanischen Indianer. Von der Traubensilberkerze (engl. black cohosh) verwendeten die Indianer nur die Wurzeln, die in Scheiben geschnitten und ohne Sonneneinwirkung getrocknet wurden. Der Erntezeitpunkt der Wurzel war von Bedeutung: Sie musste vor Sonnenaufgang geerntet werden, wenn sie gegen Menstruationsbeschwerden oder zur Linderung von Geburtsschmerzen eingesetzt werden sollte. Wurde sie als Arznei gegen Rheuma, Arthritis, Asthma, Schlangen - oder Insektenbisse gebraucht, musste zum Erntezeitpunkt die Sonne ihren Höchststand erreicht haben. Entsprechend verfügten die Heilkundigen über verschiedene Behälter mit den zu unterschiedlich Zeiten geernteten Wurzeln. Auch die frische Wurzel fand Verwendung: Zu frischem Press-Saft verarbeitet, wurde dieser entweder mit Ahornsirup oder Honig vermischt und gegen Husten, Keuchhusten, Leber oder Nierenerkrankungen verabreicht. Über indianische Heiler gelangten die Traubensilberkerzen-Anwendungen zu den weißen Siedlerinnen. Sie setzten die Heilpflanze vor allem gegen Menstruationsbeschwerden und als Stärkungsmittel nach schweren Geburten ein. Amerikanische Ärzte hielten diese Indikationen erstmals 1801 schriftlich fest. Im Verlauf des 19. Jahrhunderts wandten sich Ärzte auch den entzündungshemmenden Wirkstoffen bei Arthritis und Rheuma zu. Ein trauriges Kapitel schlugen die Weißen auf, als sie begannen, billigen Alkohol als Zahlungsmittel für Pelze oder Waffen einzusetzen: Da Indianer Alkohol nur schlecht verstoffwechseln können, erlitten sie beim Alkoholkonsum schwere Vergiftungen. Hier sollen indianische Heilkundige ihre Landsleute mit Auszügen von Wurzelpulver versorgt haben, dass in heißem Wasser aufgelöst, beruhigend und krampflösend wirkte.

Im 19. Jahrhundert begannen amerikanische Homöopathen, sich mit der Heilpflanze zu beschäftigen. Der wohl berühmteste US-Homöopath aller Zeiten, James Taylor Kent (1849-1916), dokumentierte praktische Erfahrungen am Kranken, nahm jedoch noch keine Prüfung am Gesunden vor, wie sie für eine abschließende Beurteilung eines homöopathischen Arzneimittels erforderlich ist. Seine Erkenntnisse gelangten Anfang des 20. Jahrhunderts zu den europäischen Kollegen, die die Indianerpflanze in Europa bekannt machten. Etwa in den 30iger Jahren interessierten sich auch Phytotherapeuten für die Traubensilberkerze. Das „Lehrbuch der biologischen Heilmittel“, von Gerhard Madaus 1936 herausgegeben, spiegelt als umfassendes Kompendium das damalige wissenschaftlich orientierte Heilpflanzen-Wissen wider. Madaus widmete der Heilpflanze nur fünf Seiten, weil bis zu dem Zeitpunkt nur wenig Ärzte Erfahrungen mit der Pflanze gesammelt und dokumentiert hatten. Madaus trug Berichte von Verordnungen bei Bronchialkatarrhen, Rheumatismus, Neuralgien und Uterus- und Ovarienbeschwerden zusammen. Ärzte stellten auch Erfahrungen von Anwendungen bei Delirium tremens (Alkohol-Delirium), funktioneller Impotenz oder Ohrensausen vor. Seither hat sich in der Erforschung der Pflanze viel getan - sie gehört nun zu einer der am besten untersuchten Pflanzen überhaupt.

Der Extrakt aus der Traubensilberkerze kann angewandt werden zur Regulierung von Zyklusunregelmäßigkeiten und bei schmerzhaften Regelblutungen. Es wirkt bei prämenstruellen Beschwerden und bei Beschwerden während der Wechseljahre. Für leichte bis mittelschwere Beschwerden der Wechseljahre, insbesondere Hitzewallungen ist die Wirksamkeit wissenschaftlich belegt. Allerdings setzt die Wirkung erst 4 bis 6 Wochen nach der ersten Einnahme ein.

Traubensilberkerze sollte mindestens drei Monate eingenommen werden. Stellt sich in dieser Zeit keine zufrieden stellende Besserung der Beschwerden ein, so können andere therapeutische Maßnahmen erwogen werden. Begleitende Maßnahmen, wie die Einschränkung von Kaffee, Tee und Nikotin, sowie ausreichend Bewegung unterstützen die Wirksamkeit.

Studien haben das Wissen über die Wirksamkeit und den Wirkmechanismus von Traubensilberkerzenextrakt erweitert. Je früher nach dem Beginn der ersten Beschwerden mit der Anwendung begonnen wird, desto größer ist der Effekt. Den größten Nutzen erreicht man, wenn die Beschwerden maximal seit einem Jahr bestehen. Es kommt zu einer deutlichen Besserung der Hitzewallungen und der Hautbeschwerden sowie der möglicherweise auftretenden psychischen Begleitsymptomatik (vgl. Beschwerden der Wechseljahre).


Wichtig ist außerdem der Nachweis, dass der Extrakt der Traubensilberkerze keine Wirkung auf das Brustgewebe hat. In Studien wurde dazu mit Hilfe von Mammografien und durch die histologische Untersuchung von entnommenem Brustgewebe die Wirkung ganz genau beobachtet. Es zeigte sich keinerlei Zunahme der Dichte des Brustgewebes unter der Einnahme des Traubensilberkerzenextraktes. Die Dichte des Brustgewebes ist ein wichtiger Risikofaktor für die Entwicklung von Brustkrebs. Eine andere Untersuchung zeigte auf, dass bei Frauen mit Brustkrebs (östrogenabhängiger Tumor), die eine Krebstherapie mit Tamoxifen (Antiöstrogen, Zytostatikum) erhielten, bei gleichzeitiger Einname des Traubensilberkerzenextraktes die Wirkung des Krebsmittels nicht abschwächt wurde. Die Wechseljahresbeschwerden nahmen deutlich ab.

Extrakte aus Traubensilberkerze unterstützen die Prozesse des Knochenaufbaus und haben deshalb einen Knochen schützenden Effekt.

Studien:
* Blohmer JU, Graubaum HJ, Busch R et al.: Fixe Kombination zweier Extrakte aus Traubensilberkerze und Johanniskraut (Remifemin® plus) gegen klimakterische Beschwerden mit psychischem Symptom-Schwerpunkt.
* Bodinet C, Freudenstein J: Einfluss verschiedener pflanzlicher Menopausepräparate auf die Tamoxifen-induzierte Inhibition menschlicher Brustkrebszellen in vitro.
* Briese V, Stammwitz U, Friede M et al.: Wechseljahrestherapie ohne Hormone – Ergebnisse einer Anwendungsbeobachtung.
* Fischer J, Bartsch HH, Mumm A et al.: Prospektive Anwendungsbeobachtung mit einem Cimicifuga racemosa Extrakt bei Mamma-Ca-Patientinnen mit klimakterischen Beschwerden unter Therapie mit Tamoxifen.
* Henneicke-von Zepelin HH, Becher H, Schröder-Bernhardi D et al.: Pharmakoepidemiologische Kohortenstudie zur Anwendung von Remifemin® / Remifemin® plus bei Patientinnen mit Mammakarzinom, einschließlich Hormonrezeptor-positiver Tumore.
* Nißlein T, Freudenstein J, Saller R et al.: Apoptoseinduktion durch Triterpenglykoside und Zimtsäureester aus einem Extrakt von Actaea racemosa in menschlichen Brustkrebszellen.
* Nißlein T, Freudenstein J, Gessler A: Urodynamische Effekte eines isopropanolischen Extraktes der Traubensilberkerze (iCR).
* Osmers R, Friede M, Liske E et al.: Efficacy and safety of isopropanolic Black Cohosh extract for climacteric symptoms. Obstet Gynecol 105 (2005) 1074–1083.
* Schoultz B von, Henneicke-von Zepelin HH, Liske E et al.: Klinische Studie zur Arzneimittelsicherheit von Remifemin® hinsichtlich Brustepithelzell-Proliferation und mammographischer Brustgewebsdichte bei postmenopausalen Frauen.
* Viereck V, Gründker C, Frosch KH et al.: Ein isopropanolischer Extrakt der Traubensilberkerze (iCR) stimuliert die Expression von Osteoprotegerin in primären humanen Osteoblasten.
* Wober J, Krumbholz M, Vollmer G: Genregulatorische Effekte von Extrakten aus Cimicifuga racemosa in der Hypophyse der Ratte in vitro und in vivo.

Diese Information basiert auf verschiedenen Veröffentlichungen. Für die Richtigkeit der Aussagen übernehmen wir keine Haftung. Ferner sollte diese Information nicht zur Behandlung von Erkrankungen genutzt werden. Falls Sie Medikamente einnehmen oder in ärztlicher Behandlung sind, sollten Sie vor der Einnahme jeglicher Nahrungsergänzungsmittel Ihren Arzt zu Rate ziehen.
Die Anwendung von Nahrungsergänzungsmitteln bei Kindern sollte in jedem Fall mit dem behandelnden Arzt abgestimmt wer, da die meisten Studien mit Erwachsenen durchgeführt werden und Verzehrsempfehlungen für Kinder sowie eventuelle Nebenwirkungen nicht bekannt sind.
Aktualisiert ( Donnerstag, 11. Dezember 2008 um 14:12 )  

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Ein Extrakt aus Grünem Tee könnte gegen Leukämie helfen, legt eine kleine klinische Studie aus den USA nahe: Ein Drittel der teilnehmenden Patienten sprach auf die Behandlung mit dem Extrakt an, berichten amerikanische Forscher. Die Probanden, die unter chronisch lymphatischer Leukämie litten, bekamen den Wirkstoff Epigallocatechingallat (EGCG) in Kapseln verabreicht, woraufhin sich bei vielen die Lymphknoten verkleinerten, berichten Tait Shanafelt von der Mayo-Klinik in Rochester und seine Kollegen.