Nahrhafte Speise aus dem Meer
Alles andere als eine Algenplage ist die Südseewasser-Alge Chlorella. Das Besondere dieser Wasserpflanze ist der ausgesprochen hohe Nährstoffgehalt, der sie auch für die menschliche Ernährung interessant macht. Aus diesem Grund wird Chlorella häufig auch als „Superfood“ bezeichnet. Chlorella pyrenoidosa, so der lateinische Name, liefert bis zu 55 Prozent hochwertiges pflanzliches Eiweiß mit allen acht essentiellen Aminosäuren. Nukleinsäuren, zahlreiche Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente machen die Alge zu einer wertvollen natürlichen Ergänzung der täglichen Ernährung.
Ihren Namen verdankt Chlorella ihrem hohen Chlorophyllanteil. Der grüne Pflanzenfarbstoff ist der Sonnenspeicher der Pflanzen und auch für den Menschen von hoher Bedeutung. Das Chlorophyll sorgt beispielsweise dafür, dass körpereigene Schadstoffe neutralisiert und über die Haut ausgeschieden werden können. So kann das Entstehen von unangenehmen Körpergerüchen vermieden werden. Neben der Entgiftung des Körpers stärkt Chlorella bei der längerfristigen Nahrungsergänzung die körpereigenen Abwehrkräfte und beeinflusst das Darmmilieu positiv. Viele schwören auf die langfristige Einnahme, um sich gesund, fit und energiegeladen zu fühlen.
Eine weitere wichtige Besonderheit dieser Süßwasseralge ist der enthaltene Wachstumsfaktor CGF. CGF steht für „Chlorella Growth Factor“ und ist nach heutigen Erkenntnissen nur in der Chlorella-Alge zu finden. Er ist für den Menschen sehr wertvoll, da er die körperliche Leistungsfähigkeit steigert und den Zellschutz unterstützt. So kann Chlorella Umweltgifte und Schwermetalle binden und aus den Zellen ausschleusen. Dieser Umstand gewinnt vor allem aufgrund der steigenden Umweltbelastung an Bedeutung, wird aber auch in der Naturheilpraxis nach der Entfernung von Amalgam-Zahnfüllungen angewendet. Bei dieser zahnärztlichen Behandlung gelangt häufig Quecksilber in den Körperkreislauf, das zu verschiedenen unerwünschten Nebenwirkungen führen kann. Um dieses Gift wieder auszuleiten, wird Chlorella erfolgreich eingesetzt.
Der regelmäßige Verzehr von Chlorella stimuliert die körpereigene Immunabwehr, beugt Diabetes und Fettstoffwechselerkrankungen vor, leitet Schwermetalle und Umweltgifte aus, beugt Krebserkrankungen vor und hemmt Tumorvermehrung und-wachstum, ergab die Auswertung von über 2000 veröffentlichten wissenschaftlichen Arbeiten.
Chlorella enthält viel Chlorophyll (etwa 4% der Trockenmasse), Aminosäuren, Nukleinsäuren, Enzyme, Fette, Vitamine, Ballaststoffe und Mineralien. Sie enthält 20 Aminosäuren einschließlich der acht für den Menschen essentiellen in ausgewogenem Verhältnis. Diese machen ca. 40 bis 50% der Trockenmasse der Alge aus.
Tryptophan (0,3 bis 0,8%), Methionin (0,6 bis 0,9%), Prolin (2,0 bis 4,0%), Lysin (2,0 bis 3,0%), Tyrosin (1,3 bis 1,8%), Phenylalanin (2,2 bis 2,5%), Serin (1,5 bis 3,0%), Histidin (0,8 bis 0,85%), Glycin (2,5 bis 4,0%), Threonin (1,8 bis 2,2%), Arginin (2,7 bis 3,0%), Alanin (3,3 bis 4,0%), Valin (2,5 bis 2,7%), Isoleucin (1,8 bis 2,0 %), Leucin (3,6 bis 5,0%)
Die von Chlorella synthetisierten Fette (10 bis 15% der Trockenmasse) bestehen zu 80% aus ungesättigten Fettsäuren, wobei auf Alpha-Linolensäure mit über 30% der Hauptanteil fällt.
Bei Vitaminen ist der hohe Vitamin-B-Gehalt an nennenswert, aber auch die Antioxidantien Vitamin C, Vitamin A und Betacarotin.
Als aktueller Stand der Wissenschaft ist festzustellen, dass Chlorella die körpereigene Immunabwehr gegen Bakterien und Viren deutlich verbessert. Durch Anregung der Stammzellenproduktion, die beschleunigte Differenzierung der Stammzellen in Immunzellen und die verstärkte Sekretion von Wirkstoffen aus diesen verursacht Chlorella eine Stabilisierung und Verbesserung der zellulär vermittelten Immunabwehr.
In einer Reihe empirischer Untersuchungen wurde nachgewiesen, dass Chlorella Blutdruck, Cholesterinstoffwechsel und Arteriosklerose positiv beeinflussen kann. Neben den generellen, vorteilhaften ernährungsphysiologischen Eigenschaften sind hierfür hauptsächlich die Inhaltsstoffe Chlorophyll sowie verschiedene ungesättigte Fettsäuren verantwortlich. Bereits 2001 wurde von MERCHANT et al. in einer klinischen Studie mit ca. 60 Patienten mit leichter bis mittlerer Hypertonie der blutdrucksenkende Effekt von Chlorella bestätigt. Zehn Gramm Chlorella pro Patient und Tag führten in der überwiegenden Zahl der Fälle zu einer Normalisierung des Blutdrucks. Die Patienten hatten zugestimmt, während der Studie auf die üblichen blutdrucksenkenden Medikamente zu verzichten.
2008 wurden die Ergebnisse einer Studie über 16 Wochen mit 17 Hochrisiko-Patienten und 17 gesunden Patienten veröffentlicht:
Chlorella senkte den Körperfettanteil sowie den Gesamtcholesterin-Serumwert und zeigte positive Effekte für den Blutzuckerspiegel.
Bei Diabetes kann die Alge die Glucoseaufnahme in Leber und Muskeln verbessern und die Insulinwirkung verstärken. Die antioxidativen Eigenschaften von Chlorella sind für die Prävention von Diabetes-Folgen (z.B. Grauer Star) nützlich.
Chlorella wirkt sich positiv auf den Fettstoffwechsel aus, indem sie die Serumwerte an freien Fettsäuren absenkt. So kann sie eine Gewichtszunahme von Frauen in der Menopause bremsen.
Auch einige Stoffwechselparameter, die mit der Ermüdung in Zusammenhang stehen, werden durch Chlorella positiv beeinflusst.
Die mehrschichtige Zellwand von Chlorella besitzt starke Adsorptionseigenschaften (Adsorption = Anreicherung auf der Oberfläche, keine Aufnahme ins Innere) gegenüber Umweltgiften, so dass sie ein erhebliches Potenzial zur Aufnahme organischer Schadstoffe und diverser Schwermetalle besitzt. In der Umwelttechnik existiert eine Reihe von wissenschaftlichen Veröffentlichungen, die die hervorragende Fähigkeit von Chlorella zur Adsorption von toxischen Metallverbindungen (z.B. Quecksilber und Cadmium) belegen.
Innerhalb weniger Monate sinken bei regelmäßigem Verzehr von täglich 3 bis 10 Gramm Chlorella die Schwermetallwerte im Blut und Fettgewebe signifikant. Quecksilber, Cadmium, Blei, Dioxine und weitere chlororganische Verbindungen werden stark von der mehrlagigen Zellwand der Chlorella gebunden und mit dem Stuhl ausgeschieden.
2005 publizierten NAKANO et al. die Ergebnisse einer Studie an 44 schwangeren Frauen, bei denen die Dioxingehalte im Blut, Fettgewebe, Plazenta und Nabelschnur bestimmt wurden. Weitere 23 Patientinnen erhielten Chlorella während der Schwangerschaft. Die Studie ergab, dass sowohl der Übergang von Dioxin auf die Föten als auch auf die ungeborenen Kinder durch Chlorella verringert wird.
2008 wiesen die Autoren in einer ähnlichen Studie nach, dass Chlorella die Dioxin-Konzentration in der Muttermilch deutlich verringert und die Immunglobulin-A-Konzentration sowie das Infektionsrisiko der gestillten Kinder vermindert.
Diese Information basiert auf verschiedenen Veröffentlichungen. Für die Richtigkeit der Aussagen übernehmen wir keine Haftung. Ferner sollte diese Information nicht zur Behandlung von Erkrankungen genutzt werden. Falls Sie Medikamente einnehmen oder in ärztlicher Behandlung sind, sollten Sie vor der Einnahme jeglicher Nahrungsergänzungsmittel Ihren Arzt zu Rate ziehen.
Die Anwendung von Nahrungsergänzungsmitteln bei Kindern sollte in jedem Fall mit dem behandelnden Arzt abgestimmt wer, da die meisten Studien mit Erwachsenen durchgeführt werden und Verzehrsempfehlungen für Kinder sowie eventuelle Nebenwirkungen nicht bekannt sind.






