Welche Funktionen hat Bromelain im Körper? Bromelain ist ein Enzym, das aus den unreifen Früchten und vor allem aus den Stämmen der Ananaspflanze gewonnen wird. Enzyme sind als Biokatalysatoren unverzichtbar für alle Stoffwechselvorgänge in unserem Körper. Seine verdauungsfördernden und „entschlackenden“ Eigenschaften sind bereits seit Jahrzehnten, insbesondere aus verschiedenen Diätprogrammen bekannt. Bromelain gehört zur Gruppe der Eiweiß spaltenden Enzyme. Es kann im Gegensatz zu vielen anderen Enzymen in nennenswerter Menge vom Magen-Darm-Trakt resorbiert, also in die Blutbahn aufgenommen, werden.
Neben seiner verdauungsfördernden Wirkung hat Bromelain entzündungshemmende Eigenschaften und wird aufgrund dessen gern bei kleineren Sportverletzungen verwendet. Nach akuten Verletzungen, wie Prellungen, Muskelfaserriss, Bänderdehnung, Verrenkung oder Folgen von Fehlbelastungen wie Schleimbeutelentzündung, Knochenhautreizung etc. kommt es zu Schwellungen, Blutergüssen, Entzündungen und vor allem Schmerzen. Hier kann Bromelain zu einer raschen Linderung bzw. Behebung der Symptome führen. Neben einem deutlich kürzeren Heilungsverlauf ermöglicht Bromelain eine kurze Regenerationszeit. Insbesondere bei Kontaktsportarten wie Fußball, Handball, Kampfsport oder Ausdauersport wie Marathon hat sich eine prophylaktische Gabe bewährt.
Auch bei Rheumapatienten kann Bromelain Linderung verschaffen. Darüber hinaus wird Bromelain in der Kardiologie eingesetzt, da es dem Verklumpen der Blutkörperchen entgegen wirkt und somit die Arteriosklerose bekämpft.
Letztlich wird Bromelain in der Krebstherapie erfolgreich eingesetzt. Bromelain kann einer Metastasenbildung effizient entgegenwirken und damit die Überlebensrate und die Lebensqualität von Krebspatienten deutlich verbessern. Die Ursache hierfür liegt darin, dass Bromelain ein spezielles Adhäsionsmolekül, mit dem sich die vagabundierenden Krebszellen festhalten, neutralisieren kann und damit die Tumorzellen nicht mehr an anderen Zellen im Körper andocken können und so deutlich seltener Metastasen entstehen können.
Wie Bromelain im Körper wirken kann: - lindert rheumatische Beschwerden
- verdauungsfördernd
- entzündungshemmend in Gewebe,
- Gelenken und Magen-Darm-Trakt
- beschleunigt den Abbau von Ödemen
- wirkt der Arteriosklerose entgegen aufgrund seiner
- Durchblutungsfördernden Eigenschaften
- stärkt das Immunsystem u. a. durch Abbau von Antigenen und
- Bildung bestimmter Zytokine (Interleukine und Tumor-Nekrose-
Faktor)
Es gibt Studien, die die Wirksamkeit von Bromelain bei Nasennebenhöhlen-Entzündung nachweisen, was ebenfalls auf seine entzündungshemmenden Eigenschaften zurückgeführt wird.
In einer Studie führte die Kombination von Bromelain und Trypsin bei antibiotisch therapierten Harnwegsinfekten in 100% zur Heilung im Vergleich zur Kontrollgruppe, in der nur Antibiotika eingenommen wurden und 46% der Studienteilnehmer geheilt werden konnten.
Auch bei Patienten mit Rheumatoider Arthritis, einer chronisch entzündlichen Gelenkerkrankung, wurden in einer vorläufigen Studie bei 73% der Studienteilnehmer nach 3 Wochen bis 13 Monaten gute bis ausgezeichnete Ergebnisse beobachtet.
Auf Grund seiner blutverdünnenden Eigenschaften reduziert Bromelain außerdem die Beschwerden bei Angina pectoris (Herzkranzgefäßverengung) und Thrombophlebitis (Venenentzündung). Da es außerdem Schleim verflüssigend wirkt, kann es auch bei Asthma und chronischer Bronchitis hilfreich sein.
Eine positive Wirkung von Bromelain auf die weißen Blutkörperchen kann möglicherweise zu einer Stärkung des Immunsystems beitragen. Eindeutige Ergebnisse liegen in diesem Zusammenhang jedoch noch nicht vor.
Nebenwirkungen von Bromelain wurden bisher kaum beobachtet. In einer vorläufigen Studie wurde eine Erhöhung der Pulsrate nach Einnahme von Bromelain festgestellt. Wegen der Blut verdünnenden Wirkung wird außerdem von der Kombination mit entsprechenden Medikamenten abgeraten.
Diese Information basiert auf verschiedenen Veröffentlichungen. Für die Richtigkeit der Aussagen übernehmen wir keine Haftung. Ferner sollte diese Information nicht zur Behandlung von Erkrankungen genutzt werden. Falls Sie Medikamente einnehmen oder in ärztlicher Behandlung sind, sollten Sie vor der Einnahme jeglicher Nahrungsergänzungsmittel Ihren Arzt zu Rate ziehen.
Die Anwendung von Nahrungsergänzungsmitteln bei Kindern sollte in jedem Fall mit dem behandelnden Arzt abgestimmt wer, da die meisten Studien mit Erwachsenen durchgeführt werden und Verzehrsempfehlungen für Kinder sowie eventuelle Nebenwirkungen nicht bekannt sind.