Basisinformation zu Vitamin A (Retinol), Beta-Carotin
Gängigsten Handelsformen: Vitamin A-Acetat, Palmitat und Palmitatsäure, ß-Carotin, ß-Apo-Carotinal, Carotin-Säureester
Vitamin A (Retinol) ist ein fettlösliches Vitamin, das nur in Nahrungsmitteln tierischen Ursprungs enthalten ist, uns aber als Provitamin A, bekannt ist. Provitamin A-Carotinoide sind Pflanzenfarbstoffe, aus denen in der Darmschleimhaut Vitamin A entstehen kann. Retinol kann ein bis zwei Jahre in der Leber gespeichert werden. Das wirksamste Provitamin A ist ß-Carotin. Man nennt es auch das Augenvitamin. Die Nahrungsmittelindustrie macht sich die färbende Eigenschaft der Carotinoide gerne zu Nutzen. Es wird somit als natürlicher Farbstoff verwendet.
Wirkungen:
Vitamin A ist für uneingeschränkten „Durchblick“ unentbehrlich. Als Bestandteil des Sehrpurpurs (Rhodopsin) auf den ca. 130 Millionen Stäbchen in unserem Auge spielt es u.a. für das Farb-Hell-Dunkel-Sehen eine wichtige Rolle. Fehlt Vitamin A, kann sich der Sehpurpur nicht mehr vollständig regenerieren und wir bekommen in der Dämmerung Probleme. Vitamin A schützt die Zelloberfläche des Auges vor Hornhaut zersetzenden Bakterien und wirkt so einer Hornhauterweichung entgegen. Unser Körper braucht Vitamin A für die Schleimhaut-Epithelzellen und für den Knorpel. Retinol ist unentbehrlich für das Wachstum unserer Knochen und die Fortpflanzung. Es gibt keine gesunde Haut ohne das wichtige Provitamin ß-Carotin. Es schützt die Haut vor „Freien Radikalen“. Es ist für die Instandhaltung der dünnen Zellgewebe verantwortlich und für die oberste Zell-Schicht unserer inneren Organe und der Schleimhäute. Man schreibt Carotin auch eine wichtige Rolle in der Krebs-Prävention zu.
Es hat sich bewährt zur Senkung des Cholesterinspiegels, ist wirksam zur Stärkung des Immunsystems durch Erhöhung der Zahl der infektionsbekämpfenden T-Lymphozyten und als ein wesentlicher Faktor zur Senkung des Herzinfarktes. Es hält die äußeren Schichten der Haut gesund und hilft bei der Beseitigung von Altersflecken.
Indikationen:
- Vitamin A-Mangel–bedingte Augenerkrankungen, wie z.B. Nachtblindheit und schlechte Dunkeladaption
- Bestimmte Haut-, Haar- und Nagelveränderungen
- Anfälligkeit bei Schleimhautentzündungen- oder Veränderungen
- Innenohr-Schwerhörigkeit (nur unter ärztlicher Aufsicht)
- Bei schwerer Akne und Psoriasis (Schuppenflechte)
- Mangel an Tränenflüssigkeit
- Dauerhafter Mangel führt zu Einschränkungen des Hörvermögens und zu Gleichgewichtsstörungen
- Schuppige, trockene, faltige Haut
- Glanzlose Haare
- Wachstumsstörungen bei Kindern
Natürliche Quellen sind:
Retinol: Lebertran, Rindsleber, Eier, Milchprodukte, Butter
ß-Barotin Süße Kartoffeln, Karotten, Honigmelonen, Spinat, Aprikosen, Pfirsiche
Empfohlene tägliche Vitamin A-Zufuhr entsprechend den Empfehlungen der DGE
- zur Prävention von Vitamin A- Mangel: Männer 3.300 I.E., Frauen 2.600 I.E.
- therapeutischer Dosierungsbereich: 20.000 bis 40.000 I.E. (nach Werbach 1990)
Vitamin-A-Mangel bei Kindern mit Asthma
In einer Studie aus Saudi-Arabien wurden 433 Schulkinder mit Asthma mit 527 gesunden Kontrollpersonen verglichen. Bei allen Testteilnehmern wurden Beta-Carotin, Vitamin A, Cholesterin und Triglyceride bestimmt. Die Serum-Vitamin-A-Konzentration war bei den jungen Asthmapatienten signifikant niedriger als bei den gesunden Kontrollpersonen. Ein Vitamin-A-Mangel bei asthmatischen Kindern könnte an der Entstehung dieser Erkrankung beteiligt sein.
Quelle: Al Senaidy AM: Serum vitamin A and beta-carotene levels in children with asthma; J Athma. 2009 Sept; 46(7): 699-702
Hinweise:
Schwangere und Stillende, sowie Frauen mit Kinderwunsch sollten ihre tägliche Gesamtzufuhr auf 8.000 I.E. pro Tag beschränken
Literaturangaben:
1. Die Vitamin-Bibel für das 21. Jahrhundert von Earl Mindell, Heyne Verlag
2. Fit for Fun, Das große Buch der Vitamine
3. Handbuch Nährstoffe, Burgersteins, Haug-Verlag
Diese Information basiert auf verschiedenen Veröffentlichungen. Für die Richtigkeit der Aussagen übernehmen wir keine Haftung. Ferner sollte diese Information nicht zur Behandlung von Erkrankungen genutzt werden. Falls Sie Medikamente einnehmen oder in ärztlicher Behandlung sind, sollten Sie vor der Einnahme jeglicher Nahrungsergänzungsmittel Ihren Arzt zu Rate ziehen.
Die Anwendung von Nahrungsergänzungsmitteln bei Kindern sollte in jedem Fall mit dem behandelnden Arzt abgestimmt wer, da die meisten Studien mit Erwachsenen durchgeführt werden und Verzehrsempfehlungen für Kinder sowie eventuelle Nebenwirkungen nicht bekannt sind.






