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Wechseljahre

Hormonbehandlung fördert Blasenschwäche

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Die Hormonbehandlung von Wechseljahresbeschwerden steigert das Risiko für Blasenschwäche (Inkontinenz). Das ergab die Auswertung von mehr als 27.000 Krankengeschichten von Frauen durch die Wayne-State-Universität (Detroit/USA). Ein Jahr nach Therapiebeginn, so berichtet das Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“, stieg das Inkontinenz-Risiko um 39 Prozent, wenn die Frauen eine Kombination von Östrogen und Gestagen erhalten hatten. Nahmen sie nur Östrogene, erhöhte sich ihr Risiko sogar um 52 Prozent. Bisher galt schon als gesichert, dass eine langjährige Hormontherapie Brustkrebs, Herzinfarkt, Embolien sowie Demenzen fördert.

Blasenschwäche ist kein Schicksalsschlag, den man einfach hinnehmen muss. Ganz im Gegenteil. Man kann mit einfachen Methoden im Frühstadium der Erkrankung viel bewirken und eventuelles operatives oder medikamentöses Eingreifen hinauszögern oder sogar verhindern. Auch mit pflanzlichen Mitteln können Sie viel erreichen. Verschiedene Pflanzen und Heilkräuter haben ihre Wirksamkeit bei Inkontinenzproblemen seit Jahrhunderten erwiesen.

So ist die heilsame Wirkung des Arzneimittel- oder Gartenkürbis von Generation zu Generation überliefert worden. Und auch in der heutigen hochtechnisierten Zeit halten Kürbissamen bzw. deren Öl einer „wissenschaftlichen“ Betrachtung stand. Denn mit Hilfe der Wissenschaft konnte man die Inhaltsstoffe der Kürbissamen nachweisen und mit den Jahren auch deren positive Wirkung auf die Blasenmuskulatur.

Im 19. Jahrhundert machte der deutsche Arzt Rademacher die Heilkraft der Goldrute bekannt und empfahl sie bei Nierenproblemen. Noch heute wird die Goldrute als eines der besten Nierenmittel empfohlen. Goldrute gilt aufgrund der Saponine und Flavonoide als entzündungshemmendes Diuretikum. Außerdem kann sie sanft den quälenden Harndrang vermindern.

Als pflanzliches Arzneimittel geeignet für die Inkontinenzbehandlung ist der Gewürzsumach, ein Verwandter des bei uns bekannten Essigbaumes. Er enthält in der Rinde seiner Wurzeln Arzneistoffe mit blasenentspannenden Eigenschaften. Neben seiner spezifischen Wirksamkeit ist die sehr gute Verträglichkeit dieser Arzneipflanze hervorzuheben.
 

 

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Brokkoli kann schützend gegen verschiedene Tumorarten wirken. Verantwortlich ist der pflanzliche Wirkstoff Indol-3-Carbinol, dessen Wirkmechanismus Forscher nun aufklären konnten.
Indol-3-Carbinol ist ein wahres Multitalent. Das Molekül weist nicht nur antioxidative Eigenschaften auf und greift in den Östrogenstoffwechsel ein, sondern es wirkt auch auf den Zellzyklus. Letzteren Effekt konnten Forscher um Gary Firestone und Leonar Bjeldanes von der University of California in Berkeley (USA) nun genauer erklären. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass Indol-3-Carbinol das Enzym Elastase hemmt. Elastase wiederum spaltet Cyclin E, ein wichtiges Protein zur Kontrolle des Zellzyklus. Die verkürzte Version von Cyclin E treibt den Zellzyklus voran - und beschleunigt damit die Vermehrung von Zellen. Wird also Elastase durch Indol-3-Carbinol gehemmt, können Tumorzellen nicht mehr (so schnell) wachsen.