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Home Lunge Expertenschätzung: 30% mehr Lungenkrebs im Jahr 2010
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Expertenschätzung: 30% mehr Lungenkrebs im Jahr 2010

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Die Statistik sagt, dass die meisten Lungenkrankheiten durch „unreine Luft“, sprich durch Partikel verursacht werden, die in der Luft schweben. Da der Mensch am Tag etwa 10.000 Liter Luft einatmet, gerät immer ein Teil davon in die Bronchien beziehungsweise auch in die Lungenbläschen. Die häufigsten Lungenerkrankungen wie Asthma, chronische Bronchitis, Bronchialkarzinom (Lungenkrebs) werden zumindest zum großen Teil durch solche Partikel verursacht. Experten gehen davon aus, dass in Mitteleuropa Asthma, chronische Bronchitis und Lungenentzündung bis zum Jahr 2010 um 25 Prozent zunehmen werden. Beim Lungenkrebs wird sogar ein Anstieg um 30 Prozent prognostiziert. Deswegen ist es wichtig, die häufigsten Verursacher und die damit verbundenen Risiken zu kennen, um gezielt gegenhalten zu können.

Aus diesem Grund veranstaltet der Deutscher Lungentag e.V. unter Leitung von Prof. Dr. Karl-Christian Bergmann am 27. September bereits zum elften Mal den Deutschen Lungentag. Das diesjährige Motto lautet „Reine Luft – Gesunde Lunge“.

An erster Stelle der ungesunden „Einatemluft“ steht zweifelsohne der Zigarettenrauch. Abgesehen vom Nikotin, das für die Sucht verantwortlich ist, enthält er über 7.000 Substanzen, die bevorzugt die Bronchien schädigen. Es beginnt mit der Zerstörung der Flimmerhärchen, die für die Reinigung der Lunge verantwortlich sind. In weiterer Folge entwickelt sich Husten, der anzeigt, dass der Ersatzmechanismus der Reinigung greift, um die Lunge und die Bronchien halbwegs sauber zu halten. Damit der Husten funktioniert, müssen die Schleimdrüsen an Zahl und Funktion zunehmen, denn sonst würde der Husten nicht effektiv sein.

Man kann ungefähr davon ausgehen, dass Raucher, die 20 Jahre lang eine Packung am Tag rauchen (oder zehn Jahre lang zwei Packungen), in zu über 70 Prozent eine chronische Bronchitis entwickeln. Ein nicht unerheblicher Prozentsatz entwickelt meist zwischen 40 und 60 Jahren ein Lungenkarzinom.

Ein Verlust der Lungenfunktion kann auch durch ärztliche Behandlung leider nicht wieder rückgängig gemacht werden. Umso wichtiger sind die Früherkennung erster Anzeichen und die rechtzeitige Beseitigung der wichtigsten Ursachen: Tabakrauch und Staubbelastung.

Rauchen schadet nicht nur der Gesundheit, es kostet viel Geld und ist vielerorts verboten. Zeit, über den Ausstieg nachzudenken…
Aktualisiert ( Montag, 15. Dezember 2008 um 14:43 )  

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Schlagzeilen

Wissenschaftliche Studie legt nahe, dass Männer früher mit der Darmkrebsvorsorge beginnen sollten als Frauen

Die Darmspiegelung erkennt Vorstufen – so genannte Adenome - und frühe Formen von Dickdarmkrebs. Dadurch sinkt das Risiko, an den Tumoren zu erkranken und zu sterben. Der Nutzen der „Koloskopie“ in der Vorsorge des Dickdarmkrebses gilt in der medizinischen Fachwelt mithin als gesichert. Weniger klar ist allerdings, in welchem Alter die erste Darmspiegelung erfolgen sollte. Derzeit empfehlen medizinische Fachgesellschaften Menschen ohne familiäre Vorbelastung für Dickdarmkrebs, sich ab dem 55. Lebensjahr alle 10 Jahre per Koloskopie untersuchen zu lassen. Im Sinne einer bevölkerungsweiten Vorsorge erstatten die gesetzlichen Krankenkassen die Untersuchung ab diesem Alter. Zwischen Männern und Frauen wird allerdings nicht unterschieden, ein für Prof. Dr. Frank Kolligs im Lichte einer neuen Studie „unbefriedigender Zustand“. Der Leitende Oberarzt der Medizinischen Klinik und Poliklinik II des Klinikums der Universität München und seine Kollegen haben die Daten von 625.000 Koloskopien detailliert ausgewertet, die die kassenärztliche Vereinigung Bayern dokumentiert hat. Eindeutiges Resultat: „Männer haben in jedem Alter ein deutlich höheres Risiko als Frauen, dass im Rahmen einer Darmspiegelung ein fortgeschrittenes Adenom oder Darmkrebs gefunden wird“, wie Prof. Kolligs erklärt. Konsequenterweise sollten Männer früher mit der Dickdarmkrebs-Vorsorge beginnen als Frauen.