Als potentiell Leber schädigend kommen nicht nur rezeptpflichtige Arzneimittel, sondern auch frei verkäufliche Präparate, Heil-Tees und Nahrungsergänzungsmittel in Frage. Nach Schätzungen bekommen in den westlichen Industrieländern jährlich etwa 14 von 100 000 Einwohnern einen toxischen Leberschaden durch Arzneien aller Art. Schlagzeilen machte ein Fall, der von Privatdozent Veit Gülberg vom Klinikum München Großhadern auf einer Fortbildungsveranstaltung vorgestellt wurde. Die Leberwerte einer jungen Patientin verschlechterten sich immer weiter. Als Ursache wurde schließlich ein exotisches, als gesundheitsfördernd geltendes Getränk (Noni-Saft) ermittelt. Vier Wochen lang hatte die Patientin täglich ein Glas davon getrunken. Nachdem sie auf den Saft verzichtete, besserten sich die Leberwerte rasch.
Was ist denn nun dran am "giftigen Nonisaft"? Wahr ist, dass es Unverträglichkeiten jeder Art gibt, die von Person zu Person völlig verschieden sein können. Erst kürzlich hörte ich von von einer Bekannten, dass sie Knoblauch meidet, da er bei ihr zu einer Schwellung von Gesicht und Augenlidern führt. Wahr ist auch, dass nicht jede körperliche Reaktion sofort gefährlich ist. Trotz allem sollten Sie solche Dinge nicht Ihrer Aufmerksamkeit entgehen lassen und stets folgenden Grundsatz im Hinterkopf bewahren: "Die Dosis macht das Gift".






