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Nahrungsergänzung

Studien: Grüntee-Extrakt kontra Prostatakrebs

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Grüner Tee Extrakt hat in einer aktuellen offenen Studie in Cancer Prevention Research (2009; doi: 10.1158/1940-6207.CAPR-08-0167) bei Patienten mit Prostatakarzinom vor einer geplanten Operation mehrere Tumormarker gesenkt.
Bereits 2006 berichteten Saverio Bettuzzi und Mitarbeiter der Universität Parma, dass Patienten, bei denen in einer Biopsie eine Vorstufe von Prostatakrebs gefunden worden war, seltener an einem Prostatakarzinom erkranken, wenn sie täglich drei Kapseln eines Grüntee-Extraktes einnahmen. Nach einem Jahr erkrankten nur einer von 30 Teilnehmern gegenüber neun von 30 in der Kontrollgruppe (Cancer Research 2006; 66: 1234-40).
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Vitamin B3 beugt Infektionen vor

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Vitamin macht Gabe von Wachstumsfaktor bei Neutropenie und Chemotherapie möglicherweise überflüssig / MHH-Forscherin veröffentlicht in "Nature Medicine"
Fresszellen im Blut bekämpfen Bakterien und somit teilweise sogar lebensgefährliche Infektionen. Doch bei manchen Menschen sind zu wenige oder gar keine dieser so genannten neutrophilen Granulozyten vorhanden - beispielsweise bei Patienten mit angeborener Neutropenie oder bei manchen Krebspatienten, die eine Chemotherapie durchlaufen. Sie müssen sich den Wachstumsfaktor G-CSF täglich unter die Haut spritzen, der dafür sorgt, dass sich genügend Stammzellen zu Fresszellen entwickeln.

Das Forschungsteam von Dr. Julia Skokowa und Professor Dr. Karl Welte der MHH-Abteilung Molekulare Hämatopoese haben nun herausgefunden, dass auch die Gabe von Vitamin B3 die Anzahl der Fresszellen im Blut steigern und möglicherweise sogar den Wachstumsfaktor ersetzen kann. Diese Ergebnisse veröffentlichten die Forscher in der Februar-Ausgabe der renommierten Zeitschriften "Nature Medicine" (Volume 15, No. 2). Auch das Magazin "Nature Review Immunology" beschrieb die Ergebnisse als "Forschungs-Highlight" (Volume 9, S.148-149).
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Forscher entdecken Zusammenhang zwischen Folsäurebedarf und Eierstockfunktion

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Genetische Veränderung offenbar mit verantwortlich für Fehlgeburten und Komplikationen in der Schwangerschaft

Jeder zweite Mitteleuropäer trägt eine genetische Veränderung, die zu einer zentralen enzymatischen Funktionseinschränkung führt. Der Basenausstausch 677C>T im Gen der Methylentetrahydrofolat-Reduktase (MTHFR) hat einen höheren Bedarf an Folsäure (Vitamin B9) zur Folge. Ohne eine ausreichende Vitaminversorgung besteht für betroffene Personen ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen. Betroffene Mütter haben offenbar auch ein höheres Risiko für Fehlgeburten und andere Komplikationen in der Schwangerschaft. Die Arbeitsgruppe um Professor Christian Thaler (Leiter des Hormon- und Kinderwunschzentrums an der Frauenklinik der LMU München - Camus Großhadern), und den Molekularbiologen Professor Peter Lohse (Institut für Klinische Chemie - Campus Großhadern) hat jetzt entdeckt, dass die MTHFR-677C>T-Mutation auch einen wichtigen Einfluss auf zentrale Funktionen der Eierstöcke hat.

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Ist Noni-Saft giftig?

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Als potentiell Leber schädigend kommen nicht nur rezeptpflichtige Arzneimittel, sondern auch frei verkäufliche Präparate, Heil-Tees und Nahrungsergänzungsmittel in Frage. Nach Schätzungen bekommen in den westlichen Industrieländern jährlich etwa 14 von 100 000 Einwohnern einen toxischen Leberschaden durch Arzneien aller Art. Schlagzeilen machte ein Fall, der von Privatdozent Veit Gülberg  vom Klinikum München Großhadern auf einer Fortbildungsveranstaltung vorgestellt wurde. Die Leberwerte einer jungen Patientin verschlechterten sich immer weiter. Als Ursache wurde schließlich ein exotisches, als gesundheitsfördernd geltendes Getränk (Noni-Saft) ermittelt. Vier Wochen lang hatte die Patientin täglich ein Glas davon getrunken. Nachdem sie auf den Saft verzichtete, besserten sich die Leberwerte rasch.
Was ist denn nun dran am "giftigen Nonisaft"? Wahr ist, dass es Unverträglichkeiten jeder Art gibt, die von Person zu Person völlig verschieden sein können. Erst kürzlich hörte ich von von einer Bekannten, dass sie Knoblauch meidet, da er bei ihr zu einer Schwellung von Gesicht und Augenlidern führt. Wahr ist auch, dass nicht jede körperliche Reaktion sofort gefährlich ist. Trotz allem sollten Sie solche Dinge nicht Ihrer Aufmerksamkeit entgehen lassen und stets folgenden Grundsatz im Hinterkopf bewahren: "Die Dosis macht das Gift".
 

Vitamin E-Mangel fördert Gebrechlichkeit

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Ein niedriger Vitamin E-Spiegel scheint bei älteren Menschen den körperlichen Abbau zu fördern, ergab eine Studie, welche im Amerikanischen Ärzteblatt (JAMA 2008; 299: 308-31) dokumentiert wurde.
Die Untersuchung wurde mit 698 Senioren durchgeführt. Fast keiner der Senioren nahm Vitamine ein, sodass die Studie einen „unverfälschten“ Eindruck über den möglichen Einfluss von Vitaminen auf die körperliche Gebrechlichkeit im Alter gibt. Die Ernährungswissenschaftlerin Benedetta Bartali von der Yale School of Medicine in New Haven/Connecticut untersuchte die Teilnehmer zum ersten Mal zwischen November 1998 und Mai 2000; eine Nachuntersuchung fand drei Jahre später statt.
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Ein neuer Wirkstoff gegen Krebs tarnt sich als Vitamin B12, um unerkannt in Tumorzellen zu gelangen. In Tests an Hunden hat er sich bereits bewährt: Amerikanische Forscher beobachteten, dass Tumoren bei täglicher Verabreichung der Nitrosylcobalamin (NO-Cbl) genannten Substanz innerhalb weniger Monate erheblich schrumpften. Das neue Mittel macht Krebszellen zudem empfänglicher für andere Antitumormedikamente und verursacht nahezu keine Nebenwirkungen, versprechen die Wissenschaftler. Nach den positiven Ergebnissen bei den Tieren wolle man das Mittel nun möglichst bald beim Menschen testen, berichten Joseph Bauer und seine Kollegen.