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Zu wenig Magensäurebildung führt zu Osteoporose

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Wissenschaftler des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) haben nachgewiesen, dass eine gestörte Magensäurebildung, wie sie unter anderem auch durch Säureblocker (Protonen-pumpenhemmer) erreicht wird, zu Osteoporose, also einem Verlust der Knochendichte, und zu Knochenbrüchen führt. Die Einnahme von Calciumglukonat kann Osteoporose verhindern. Diese Ergebnisse wurden jüngst im führenden medizinischen Wissenschaftsjournal "Nature Medizin" [Nat Med. 2009 Jun; 15(6):674-81] veröffentlicht.
Die UKE-Autoren konnten nachweisen, dass bei einem krankhaft erhöhten PH-Wert des Magens, also einer verminderten Magensäurebildung, die Calciumaufnahme aus der Nahrung gestört ist. Die Konsequenz ist, dass sich eine Osteoporose entwickelt und die Knochen brüchig werden. Damit fanden die Wissenschaftler die Ursache des in großen klinischen Studien gezeigten und bisher unverstandenen erhöhten Knochenbruchrisikos von Patienten mit unterschiedlichen Magen-erkrankungen, die mit Säureblockern therapiert werden [JAMA. 2006 Dec 27;296(24):2947-53].
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Osteoporose in die Liste der zehn häufigsten Erkrankungen aufgenommen

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Laut WHO wurde Osteoporose in die Liste der zehn häufigsten Erkrankungen aufgenommen und gilt somit als Volkskrankheit. Alle 30 Sekunden erleidet jemand in Europa einen durch Osteoporose bedingten Knochenbruch, die jährlichen Kosten, die durch diese Frakturen entstehen, werden auf 10 Milliarden Dollar geschätzt. Experten gehen davon aus, dass die Anzahl der Patienten in den nächsten Jahren weltweit rasant ansteigen wird.
Knochen wirken hart, fest und nahezu leblos. Doch der Schein trügt: Sie leben! Knochenaufbauende und knochenabbauende Zellen arbeiten eng im Team zusammen. Als Teammanager fungieren die Hormone Testosteron und Östrogen, sie steuern den Knochenumbau.
Aktualisiert ( Montag, 15. Dezember 2008 um 13:58 ) Weiterlesen...
 

Comeback der Rachitis?

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Besorgnis erregende Zahlen kommen derzeit aus den USA. Dort ergab eine aktuelle Studie, dass bereits mehr als ein Drittel der Kinder klinisch eine verminderte Knochendichte aufweisen. Einige Bundesstaaten in den USA haben kürzlich über ein wieder Auftreten der Rachitis berichtet. Doch Zahlen belegen, dass dies kein alleiniges Problem der USA ist.
Was im Kindesalter Rachitis verursacht, kann im Erwachsenenalter zu Osteomalazie führen. Bei beiden Erkrankungen handelt es sich um eine Mineralisationsstörung des Knochens infolge eines Mangels an Vitamin D beziehungsweise seiner Vorstufen. Im Unterschied zur Osteoporose nimmt die Substanz der Knochenmatrix (Baugerüsts des Knochens) bei der Osteomalazieund der Rachitis nicht ab, sondern es wird zu wenig Kalzium und Phosphat in die Matrix eingelagert.

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Osteoporose bereits im Jugendalter

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Etwa 75 Millionen Menschen in Europa, den USA und Japan sind Schätzungen zufolge von Osteoporose betroffen. Jede dritte Frau in den Wechseljahren hat diese ernst zu nehmende Erkrankung. Die Statistik sagt aus, dass sich europaweit fast alle zweieinhalb Minuten jemand einen Wirbel bricht. Pro Jahr werden circa 100.000 Hüftfrakturen behandelt. Ein Großteil aller Patienten bleibt danach sogar pflegebedürftig. In Folge von Oberschenkelhalsbruch sterben insgesamt sogar mehr Frauen als an Brustkrebs.
Doch es kommt noch schlimmer.

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Ein Extrakt aus Grünem Tee könnte gegen Leukämie helfen, legt eine kleine klinische Studie aus den USA nahe: Ein Drittel der teilnehmenden Patienten sprach auf die Behandlung mit dem Extrakt an, berichten amerikanische Forscher. Die Probanden, die unter chronisch lymphatischer Leukämie litten, bekamen den Wirkstoff Epigallocatechingallat (EGCG) in Kapseln verabreicht, woraufhin sich bei vielen die Lymphknoten verkleinerten, berichten Tait Shanafelt von der Mayo-Klinik in Rochester und seine Kollegen.