Rheumatoide Arthritis
Die rheumatoide Arthritis (auch chronische Polyarthritis)
ist die häufigste entzündliche Erkrankung der Gelenke. Der
Krankheitsbeginn ist oft plötzlich, mit Schmerzen in den
kleinen Finger- oder Zehengelenken. Die betroffenen Gelenke
schwellen an und sind überwärmt. Morgens sind diese Symptome
zumeist am stärksten ausgeprägt; es handelt sich dabei um
die symptomatische Morgensteife. Im Krankheitsverlauf werden
immer mehr Gelenke befallen.
In Deutschland schätzt man die Zahl der Erkrankungen auf
800.000, wobei Frauen dreimal häufiger betroffen sind als
Männer. An der rheumatoiden Arthritis können Menschen aller
Altersgruppen erkranken, am häufigsten tritt sie jedoch
zwischen dem 30. und dem 50. Lebensjahr auf. Insbesondere
bei Rauchern ist das Risiko gegenüber Nichtrauchern um das
Achtfache erhöht.
Die Ursache für eine Erkrankung ist bislang ungeklärt. Es
wird eine autoimmune Ursache angenommen, bei der
körpereigene Substanzen, z. B. der Gelenkknorpel, von Zellen
des Immunsystems angegriffen werden. Es wurde lange
vermutet, dass beim Krankheitsbeginn auch Viren oder
Bakterien eine Rolle spielen, jedoch sprechen neuere Daten
dagegen. Außerdem gibt es einen genetischen Einfluss.
Wie gut hilft niedrig dosiertes Kortison gegen die
Schübe?
Lesen Sie dazu einen interessanten Artikel auf
www.gesundheitsinformation.de vom Institut für
Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG),
einer unabhängigen, privaten und gemeinnützigen Einrichtung,
die auf Initiative des Gesetzgebers gegründet wurde, um die
Wirksamkeit medizinischer Behandlungen zu bewerten.
Nahrungsergänzungsmittel, die helfen können
Verschiedene Studien konnten zeigen, dass das stark
antioxidativ wirkende
Vitamin E in einer Dosierung von 1200 bis 1800 I.E.
täglich genauso wirksam die Symptome von Rheumatoider
Arthritis unterdrücken konnte wie entzündungshemmende
Medikamente.
Aus dem Bereich der Omega-Fettsäuren sind es die
Omega-6-Fettsäure Gamma-Linolensäure sowie die
Omega-3-Fettsäuren Eicosapentaensäure (EPA) und
Docosahexaensäure (DPA), die nachweislich positiv auf die
Beschwerden von Patienten mit Rheumatoider Arthritis wirken.
Gamma-Linolensäure ist z. B. enthalten in Borretsch-Öl, im
Samen schwarzer Johannisbeeren und in Nachtkerzenöl. EPA und
DPA findet man in
Fischöl. Es wird die tägliche Einnahme von 3 g
Fischöl empfohlen, wobei es bis zu drei Monaten dauern kann,
bis die Wirkung eintritt.
Studien haben ergeben, dass Patienten mit Rheumatoider
Arthritis teilweise unter Vitamin B5-Mangel leiden. Die
Einnahme von 2000 mg
Pantothensäure (=Vitamin B5) täglich für zwei Monate
konnte in einer Studie nachweislich das Auftreten von
Morgensteifigkeit, Behinderung und Schmerzen reduzieren.
Auch Zinkmangel konnte bei Patienten mit Rheumatoider
Arthritis nachgewiesen werden. In einigen, aber nicht allen
Studien, konnten die Symptome durch Zinkeinnahme reduziert
werden.
Ähnliche Ergebnisse wurden für
Selen berichtet. Auch hier wurden bei RA-Patienten
reduzierte Blutspiegel gefunden. In einer Studie mit
Patienten, die für 3-6 Monate 200 mcg Selen täglich
einnahmen, kam es zu einer deutlichen Abnahme von Schmerzen
und Gelenkentzündungen.
Eine andere Untersuchung konnte diese Ergebnisse jedoch
nicht bestätigen.
Kupfer ist
Bestandteil eines Enzyms, das Gelenkentzündungen verhindern
hilft. Die Einnahme dieses Spurenelements kann also
möglicherweise bei Patienten mit Rheumatoider Arthritis
günstig sein.
Aus dem Bereich der Kräuter wurden positive Wirkungen für
Weihrauch,
Teufelskralle und Ingwer berichtet.
Link Tipp:
www.rheuma-liga.de
Die Deutsche Rheuma-Liga ist eine der größten
Selbsthilfeorganisationen im Gesundheitsbereich. Seit der
Gründung, im Jahre 1970, erhöhte sich die Zahl der
Mitglieder nahezu auf eine viertel Million. Angebote der
Hilfe und Selbsthilfe für die Betroffenen, die Aufklärung
der Öffentlichkeit und die Vertretung der Interessen
Rheumakranker gegenüber Politik, Gesundheitswesen und
Öffentlichkeit sowie die Förderung von Forschung sind
vorrangige Aufgaben der Organisation.
Bundesweit engagieren sich rheumakranke Menschen,
Angehörige, Therapeuten, Ärzte sowie haupt- und
ehrenamtliche Helfer in einer großen Gemeinschaft.
Diese Information basiert auf verschiedenen
Veröffentlichungen. Für die Richtigkeit der Aussagen
übernehmen wir keine Haftung. Ferner sollte diese
Information nicht zur Behandlung von Erkrankungen genutzt
werden. Falls Sie Medikamente einnehmen oder in ärztlicher
Behandlung sind, sollten Sie vor der Einnahme jeglicher
Nahrungsergänzungsmittel Ihren Arzt zu Rate ziehen. Die Anwendung von Nahrungsergänzungsmitteln bei Kindern
sollte in jedem Fall mit dem behandelnden Arzt abgestimmt
wer, da die meisten Studien mit Erwachsenen durchgeführt
werden und Verzehrsempfehlungen für Kinder sowie eventuelle
Nebenwirkungen nicht bekannt sind. |
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