Osteoarthrose
Bei der Osteoarthrose handelt es sich um eine degenerative
Gelenkerkrankung, die mit Schmerzen, Schwellungen und
schließlich eingeschränkter Gelenkbeweglichkeit einhergehen
kann. Ursächlich spielen Verschleiß, unphysiologische
Belastungen und Verletzungen eine Rolle. Insbesondere die
Gelenke der Wirbelsäule sowie der unteren Gliedmaßen werden
außerdem durch Übergewicht besonders belastet.
Nahrungsergänzungsmittel, die hilfreich sein können
Zahlreiche wissenschaftliche Studien konnten zeigen, dass
der Knorpelbaustein
Glucosaminsulfat in einer Dosierung von 1500 mg
täglich zu einer wesentlichen Verbesserung der Beschwerden
führte. In einer Untersuchung wurde festgestellt, dass die
röntgenologischen Veränderungen nicht mehr weiter
fortschritten. In der Regel muss das Präparat für mindestens
3 bis 8 Wochen eingenommen werden, bis eine Wirkung
beobachtet werden kann.
Auch für einen weiteren wesentlichen Knorpelbaustein liegen
umfangreiche Doppelblindstudien vor. Dabei handelt es sich
um
Chondroitinsulfat, das in einer Dosierung von 800
bis 1200 mg täglich nachweislich zu Schmerzreduktion,
verbesserter Gelenkbeweglichkeit und/oder Verbesserungen im
Röntgenbild führte. Bis zum Wirkungseintritt können mehrere
Monate vergehen.
Der Eiweißbaustein
S-Adenosyl-Methionin (SAM) hat entzündungshemmende
und schmerzlindernde Eigenschaften. In umfangreichen
wissenschaftlichen Untersuchungen mit Dosierungen von 600
bis 1200 mg täglich wurde gezeigt, dass Beschwerden wie
Schmerzen, Gelenksteifigkeit und Schwellung ebenso gut
gebessert werden konnte wie durch die Einnahme von Ibuprofen
oder Naproxen, Medikamente, die üblicherweise bei
Osteoarthrose verschrieben werden. SAM wurde von den
Patienten aber wesentlich besser vertragen als die genannten
Arzneimittel.
Auch die Einnahme von
MSM (Methyl-Sulfonyl-Methan) führte in einer
Doppelblindstudie zu einer Abnahme der Osteoarthrose
bedingten Schmerzen. Bei dieser Untersuchung erhielten die
Patienten 2250 mg MSM täglich. Eine Besserung der
Symptomatik wurde nach 6 Wochen beobachtet.
In arthrotischen Gelenken kommt es immer wieder zu
Entzündungserscheinungen. Es ist bekannt, dass bestimmte
Stoffwechselprodukte der
Omega-3-Fettsäuren entzündungshemmende Wirkungen
haben. Dies gilt insbesondere für Eicosapentaensäure (EPA)
und Docosahexaensäure (DHA). Fisch-Öl ist besonders reich an
diesen Inhaltsstoffen. Die positive Wirkung von Fischöl
wurde vor allem bei Patienten mit Rheumatoider Arthritis
dokumentiert. Es gibt in der Literatur aber auch Hinweise,
dass die hoch dosierte Einnahme von Fischöl bei Arthrose zur
Schmerzreduktion beitrug.
Interessanterweise konnte in einer vorläufigen Studie auch
ein Schmerz reduzierender Effekt für den Eiweißbaustein
D-Phenylalanin nachgewiesen werden. Diese Wirkung wird
darauf zurückgeführt, dass
DL-Phenylalanin ein Enzym hemmt, welches körpereigene
Schmerzhemmer abbaut. Bei der genannten Untersuchung
verwendeten die Patienten D-Phenylalanin in einer Dosierung
von 750 bis 1000 mg. Eine Abnahme der Schmerzsymptomatik
wurde nach 4-5 Wochen beobachtet. Die gleiche Wirkung hat
DL-Phenylalanin.
Auch
Teufelskralle konnte in einer Studie Schmerz
reduzierend wirken, während bei
Weihrauch die entzündungshemmende Wirkung im
Vordergrund steht. In dieser Hinsicht hat Weihrauch eine den
so genannten nicht-steroidalen Antiphlogistika (dazu gehören
z. B. Aspirin, Ibuprofen etc.) vergleichbare Wirkung ohne
deren unerwünschte Nebenwirkungen auf den Magen-Darm-Trakt
(wie Magengeschwüre).
Diese Information basiert auf verschiedenen
Veröffentlichungen. Für die Richtigkeit der Aussagen
übernehmen wir keine Haftung. Ferner sollte diese
Information nicht zur Behandlung von Erkrankungen genutzt
werden. Falls Sie Medikamente einnehmen oder in ärztlicher
Behandlung sind, sollten Sie vor der Einnahme jeglicher
Nahrungsergänzungsmittel Ihren Arzt zu Rate ziehen.
Die Anwendung von Nahrungsergänzungsmitteln bei Kindern
sollte in jedem Fall mit dem behandelnden Arzt abgestimmt
wer, da die meisten Studien mit Erwachsenen durchgeführt
werden und Verzehrsempfehlungen für Kinder sowie eventuelle
Nebenwirkungen nicht bekannt sind. |
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