Lyme Borreliose
Die Lyme-Borreliose ist eine Infektionskrankheit, welche
durch BAKTERIEN verursacht wird.
Die Krankheit wird seit über 100 Jahren in der Literatur
beschrieben.
Ende der Siebziger Jahre des letzten Jahrhunderts hat eine
Hausfrau im Ort Lyme, Connecticut/USA, festgestellt, dass
eine bestimmte Krankheit dort häufiger auftrat als woanders.
Sie ging der Sache nach und alarmierte die
Gesundheitsbehörden. Die stellten dann fest, dass es sich um
eine durch Zecken übertragene Erkrankung handelt. Diese
wurde dann "Lyme-Borreliose" genannt - zu Ehren des Ortes,
an dem sie erstmals so genau definiert wurde.
Willy Burgdorfer fand dann im Jahr 1981 den Erreger dieser "Lyme-Borreliose"
- nämlich ein schraubenförmiges Bakterium, das man ihm zu
Ehren dann "Borrelia burgdorferi" nannte.
Die Borreliose ist kein lokales Phänomen, sondern nimmt
durch ihre weite Verbreitung epidemische Ausmaße an. Eine
Ansteckungsgefahr mit Erregern der Infektionskrankheit
Borreliose besteht praktisch überall in Deutschland, da etwa
jede fünfte Zecke mit diesen Bakterien verseucht ist.
Jährlich rechnet man in der Bundesrepublik mit ca. 80.000 -
100.000 Neuinfektionen.
Lyme Borreliose wird in drei Stadien eingeteilt
Stadium I (Frühstadium, Tage bis Wochen nach der
Infektion)
Nach dem Biss der Zecke entwickelt sich bei ca. 50% der
Betroffenen eine ringförmige Hautrötung um die Bissstelle (Erthema
chronicum migrans). Diese Hautveränderung kann sich
ausbreiten, bis sie ganze Körperpartien umfasst. In den
meisten Fällen verschwindet sie jedoch nach kurzer Zeit
wieder. Sie ist ein sicherer Hinweis auf eine Infektion mit
dem Bakterium "Borrelia burgdorferi".
Sehr häufig wird das Erthema chronicum migrans von
grippeähnlichen Beschwerden, wie erhöhte Körpertemperatur,
Schweißausbrüchen, Abgeschlagenheit, Gelenk- und
Muskelschmerzen begleitet.
Dies ist ein Hinweis darauf, dass sich der Erreger über die
Blutbahn im Körper ausgebreitet hat.
Stadium II (Wochen bis Monate nach Infektionsbeginn)
Im zweiten Stadium können schwere Organsymptome auftreten.
Entzündliche Vorgänge an peripheren Nerven (Neuritiden)
verursachen oft unerträglichen Schmerzen, die hauptsächlich
nachts und bei Belastung auftreten. Neurologische Defizite
und starke Schmerzen können wie ein Bandscheibenvorfall
aussehen. Normale Schmerzmittel und nichtsteroidale
Antiphlogistika (entzündungshemmende Medikamente) helfen
kaum. Sehr häufig kommt es zu sensorischen und
neurologischen Störungen. Komplette motorische Ausfälle
dagegen kommen eher selten vor. Gelegentlich treten
Hirnnerv-Ausfälle auf. Am häufigsten sind Lähmungen des
Gesichtsnerven (Nervus facialis). Weiter wurden häufig
beobachtet: vom Nacken ausstrahlende Kopfschmerzen,
Schwindelattacken, Sehstörungen, ein erhöhter Ruhepuls.
Einige Betroffene wachen manchmal mit unangenehmem
Herzklopfen auf. Die akute Lyme-Karditis
(Herzmuskelentzündung) kann zu einer Myokardinsuffizienz
(Herzmuskelschwäche) mit Herzvergrößerung führen.
Stadium III (Monate bis Jahre nach Infektionsbeginn):
Im weiteren Verlauf breiten sich die Erreger in
verschiedenen Organsystemen aus. Sie haben eine besondere
Vorliebe für die Gelenke, Muskeln und Sehnen. Aber auch das
zentrale und das periphere Nervensystem können beteiligt
sein. Es kann zu einer Hirnhaut- und Gehirnentzündung
kommen, die sich durch starke kappenförmige Kopfschmerzen,
Nackensteifheit sowie Brennen im Kopf äußert.
Nervenentzündungen mit Beteiligung des Rückenmarks und
Lähmungserscheinungen sind keine Seltenheit. Unerträgliche
neuralgische Schmerzen treten vorwiegend nachts auf.
Sensibilitätsstörungen wie Brennen, Pieken und Kribbeln sind
in jedem Körperteil möglich. Verschwommenes Sehen oder
Doppelbilder beeinträchtigen das Sehvermögen. In einigen
Fällen wurden unerklärlichen Hautveränderungen beobachtet.
Im Prinzip können sämtliche Organe befallen werden.
Besonders häufig wird das Herz in Mitleidenschaft gezogen.
Das äußert sich in Herzrhythmusstörungen, Herzjagen,
Blutdruckschwankungen, Herzmuskelentzündungen oder sogar
Herzblock, so dass manchmal ein Herzschrittmacher nötig
wird.
Reizbarkeit, Vergesslichkeit, Schlaflosigkeit, unerklärliche
Müdigkeit oder depressive Verstimmung lassen oft
fälschlicherweise an eine psychische Ursache denken.
Die Symptome einer Borreliose sind unglaublich vielfältig
und außerdem häufig wechselnd.
Behandlung mit Antibiotika
Es gibt keine universell wirksame antibiotische Therapie der
Borreliose. Medikament und Dosierung ist von Patient zu
Patient aus vielfältigen Gründen unterschiedlich. Eine Rolle
spielen dabei Alter, Gewicht, Magen- Darmverträglichkeit u.a.
Wichtig ist, dass eine stadiengerechte Therapie durchgeführt
wird.
Die Behandlung der Spätborreliose bereitet besondere
Probleme, da die Erreger sich nicht mehr im Blutkreislauf
befinden. Mit einer Therapie ist es meistens nicht getan.
Ergänzende Therapie
Die komplementäre Medizin bietet zur Unterstützung bei
problematischem Verlauf eine ganze Palette von
Behandlungsmöglichkeiten.
Studien mit Patienten mit chronischer Lyme-Borreliose oder
Chronischem Müdigkeitssyndrom haben gezeigt, dass einige der
Spätsymptome mit Zelluntergang und einem Mangel an
verschiedenen essentiellen Nahrungsbestandteilen
vergesellschaftet sind.
Essentielle Fettsäuren: Studien haben gezeigt,
dass es durch die regelmäßige Einnahme von essentiellen
Fettsäuren zu statistisch signifikanten Besserungen bei
Müdigkeit, Schmerzen, Schwäche, Schwindel, Benommenheit und
Depression sowie zur Besserung des Gedächtnisses und der
Konzentration kommen kann.
Coenzym Q10(Ubiquinon): Hierbei handelt es
sich um eine Vitamin-B-ähnliche Komponente, die ein
essentieller Bestandteil des Stoffwechsels jeder Zelle ist.
Mit einem Mangel werden eine beeinträchtigte Funktion des
Herzens, geringes Durchhaltevermögen und eine verminderte
Abwehrkraft in Verbindung gebracht. Studien an Gewebeproben
lassen bei chronischer Borreliose eine Substitution von 2
bis 3 mal 100 mg täglich empfehlenswert erscheinen.
Vitamin-B: Studien aus den 50er Jahren haben
gezeigt, dass bei Infektionen mit bestimmten
Borrelienstämmen Vitamin-B substituiert werden sollte.
Neurologische Symptome bessern sich dadurch schneller.
Magnesium: Es ist hilfreich bei Tremor,
Muskelzuckungen, Muskelkrämpfen, oder Muskelschmerzen,
Herzstolpern und allgemeiner Schwäche. Magnesium kann auch
die Leistungskraft und die Kognition positiv beeinflussen.
Multivitamine: Zu Unterstützung eines
erkrankten Körpers unerlässlich, dass ihm alle Vitamine in
ausreichender Menge zur Verfügung stehen. Wenn nur ein
Vitamin fehlt oder in zu geringer Menge aufgenommen wird,
kann das negative Auswirkungen auf den Krankheitsverlauf
nach sich ziehen.
NADH (Coenzym 1) ist die Abkürzung für die
reduzierte (und somit energiereiche) Form von
Nicotinamid-Adenin-Dinukleotid. NADH kommt in allen
Körperzellen vor und ist an mehreren hundert verschiedenen
enzymatischen Reaktionen in der Zelle beteiligt. Es wird zum
Aufbau vieler Neurotransmitter (Botenstoffe im Nervensystem)
wie Dopamin, Adrenalin, Noradrenalin und Serotonin benötigt.
Die Hauptaufgabe von NADH besteht im Transport des bei
Stoffwechselreaktionen freigesetzten Wasserstoffs (Hydrogenium,
H) und der daran gebundenen Energie. Daher ist NADH ein
hervorragender Energielieferant. Somit kann eine Einnahme
bei allen Formen des Energiemangels und einer verminderten
Leistungsfähigkeit des Gehirnes hilfreich sein.
In den USA wird NADH bereits seit vielen Jahren mit großem
Erfolg als Energie- und Kraftlieferant gegen Stress, bei
Nervosität, bei chronischer Müdigkeit, bei Leberproblemen,
bei Herzschwäche, bei Depressionen, bei Erschöpfung und
Immunschwäche angewendet.
Weihrauch: Aus Untersuchungen ist bekannt,
dass die Boswelliasäuren sowie die Extrakte des Rohharzes
eine deutliche entzündungshemmende Wirkung haben. Im
Gegensatz zu den herkömmlichen, nicht-steroidalen
Entzündungshemmern, bewirkt eine längere Einnahme von
Boswellia keine Reizung und kein Geschwür des Magens.
Bei einer Lyme-Borreliose kann es leicht zu einem
überschießenden Wachstum von Hefepilzen kommen. Die Einnahme
probiotischer Kulturen wie Lactobacillus Acidophilus kann
die Wiederherstellung einer normalen und gesunden Darmflora
unterstützen.
So schützen Sie sich vor Zecken
Tragen Sie lange Hosen und langärmlige Oberbekleidung.
Tragen Sie helle Kleidung, man kann die winzigen Zecken dann
besser erkennen.
Gehen Sie nicht durchs Gebüsch - bleiben sie auf den Wegen
Suchen Sie Ihren Körper nach einen Aufenthalt im Freien nach
Zecken ab bzw. duschen Sie
Insektenschutzmittel helfen nur wenig - mindestens alle zwei
Stunden erneuern
Diese Information basiert auf verschiedenen
Veröffentlichungen. Für die Richtigkeit der Aussagen
übernehmen wir keine Haftung. Ferner sollte diese
Information nicht zur Behandlung von Erkrankungen genutzt
werden. Falls Sie Medikamente einnehmen oder in ärztlicher
Behandlung sind, sollten Sie vor der Einnahme jeglicher
Nahrungsergänzungsmittel Ihren Arzt zu Rate ziehen.
Die Anwendung von Nahrungsergänzungsmitteln bei Kindern
sollte in jedem Fall mit dem behandelnden Arzt abgestimmt
wer, da die meisten Studien mit Erwachsenen durchgeführt
werden und Verzehrsempfehlungen für Kinder sowie eventuelle
Nebenwirkungen nicht bekannt sind. |
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