Asthma
Bei Asthma handelt es sich um eine Erkrankung des
Bronchialsystems, die durch Spasmen der Bronchien, Atemnot,
behindertes Ausatmen, Husten und Schleimüberproduktion
gekennzeichnet ist. Es tritt in der Regel anfallsweise auf.
Ursächlich spielen genetische, allergische, infektiöse,
emotionale, Umwelt- und Ernährungs-Faktoren eine Rolle. Von
Seiten der Nahrungsergänzung gibt es eine Reihe von
Möglichkeiten, die den Krankheitsverlauf positiv
beeinflussen können.
Asthma: Lohnt sich ein spezielles Atemtraining?
Lesen Sie dazu einen interessanten Artikel auf
www.gesundheitsinformation.de vom Institut für
Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG),
einer unabhängigen, privaten und gemeinnützigen Einrichtung,
die auf Initiative des Gesetzgebers gegründet wurde, um die
Wirksamkeit medizinischer Behandlungen zu bewerten.
Nahrungsergänzungsmittel, die bei Asthma helfen können
In einer Doppelblindstudie mit Asthmapatienten, deren
Anfälle durch sportliche Aktivität ausgelöst wurden, erhielt
die eine Hälfte der Patienten das zu den Carotinoiden
gehörende Nahrungsergänzungsmittel
Lycopin in
einer Dosierung von 30 mg täglich für eine Woche. Die
Kontrollgruppe nahm ein Scheinmedikament (Placebo) ein.
Weder Patienten noch Studienleiter wussten, wer zu welcher
Behandlungsgruppe gehörte. Erst am Ende der Untersuchung
wurden die Daten decodiert (daher „doppelblind“). Es konnte
gezeigt werden, dass Lycopin die Asthmasymtome signifikant
reduzierte.
Bei Asthmapatienten besteht häufig
Vitamin B6-Mangel.
Dieser kann Folge der Erkrankung selbst oder durch die
Einnahme bestimmter Medikamente wie Theophyllin oder
Aminophyllin herbeigeführt bzw. begünstigt sein. In einer
Doppelblindstudie führte die Einnahme von 200 mg Vitamin B6
für 2 Monate bei Kindern zu einer Reduktion der
Asthmasymtomatik sowie zu einer Verringerung des Verbrauchs
an Asthmamedikamenten. Eine andere Studie mit erwachsenen
Asthmatikern ergab eine deutliche Abnahme der Häufigkeit und
des Schweregrads von Asthmaanfällen nach Einnahme von 50 mg
Vitamin B6. Die Dauereinnahme von hoch dosiertem Vitamin B6
(d.h. über 50 mg täglich) muss wegen möglicher
Nebenwirkungen von einem Arzt überwacht werden.
Asthmapatienten haben darüber hinaus häufig erniedrigte Magnesiumblutspiegel, wodurch die gefürchteten
Bronchialspasmen begünstigt werden. In einer Studie mit 18
erwachsenen Asthmatikern führte die Einnahme von 300 mg
Magnesium für 30 Tage zu einer Abnahme der Reaktivität der
Bronchien. Eine signifikante Verbesserung der Symptome wurde
in einer Doppelblindstudie festgestellt, in der die
Studienteilnehmer 400 mg Magnesium oder ein Scheinmedikament
für 3 Wochen einnahmen.
Auch für
Vitamin C in einer Dosierung von
500-1000 mg wurden positive Ergebnisse in unterschiedlichen
Studien berichtet. So fand man in einer Doppelblindstudie,
dass die Einnahme von 1 g Vitamin C pro Tag für 14 Wochen
die Häufigkeit und den Schweregrad von Asthmaattacken bei
erwachsenen Asthmapatienten aus Nigeria reduzierte. In
anderen Untersuchungen wurde gezeigt, dass Vitamin C die
Reaktivität der Bronchien vermindern konnte. Auch bei
Provokationstests mit Metacholin, einem Medikament, dass
Asthmaanfälle auslösen kann, konnte eine Schutzwirkung von
Vitamin C nachgewiesen werden.
In mehreren Untersuchungen konnte gezeigt werden, dass
niedrige
Selenspiegel mit einem erhöhten
Risiko für Asthma einhergehen. Dies beruht möglicherweise
auf den antioxidativen Eigenschaften von Selen, dass die bei
Asthmatikern erhöhten Mengen an freien Radikalen reduzieren
helfen kann.
In einer weiteren interessanten Studie erhielten 7 Patienten
mit Asthma und Pollenallergie 3 g
Omega-3-Fettsäuren
pro Tag für 30 Tage. Lungenfunktionsparameter wurden 1 Monat
vor Beginn der Einnahme, am Ende der Einnahmeperiode und 1
Monat später gemessen. Man stellte eine signifikante
Verbesserung der Werte fest, nachdem die Patienten 1 Monat
lang das Nahrungsergänzungsmittel eingenommen hatten. Einen
Monat danach waren die Lungenfunktionswerte wieder wie vor
Beginn der Supplementierung. Dieses Ergebnis wurde von den
Autoren als starken Hinweis auf eine Schutzwirkung von
Omega-3-Fettsäuren bei Asthmatikern gewertet. Große Mengen
dieser Fettsäuren sind in Fischöl enthalten. Die
Supplementierung von 29 asthmakranken Kindern mit
Fischölkapseln oder Placebo für 10 Monate führte ebenfalls
zu einer Verbesserung der Symptomatik und einer reduzierten
Empfindlichkeit bei Provokationstests in der Fischölgruppe.
Aus dem Kräuterbereich gibt es eine Doppelblindstudie mit
dem entzündungshemmenden
Weihrauch. Die
Einnahme von 300 mg Weihrauch dreimal täglich führte im
Vergleich zur Kontrollgruppe zu einer signifikanten Abnahme
der Asthmaanfälle sowie einer deutlichen Verbesserung der
Lungenfunktionsparameter.
Auch eine Studie mit Bestandteilen von
Ginkgo Biloba
führte zu einer Symptomreduktion bei Asthmapatienten. Für
Erwachsene wird die Einnahme von 120-240 mg standardisiertes
Ginkgo Biloba Extrakt dreimal täglich empfohlen.
Diese Information basiert auf verschiedenen
Veröffentlichungen. Für die Richtigkeit der Aussagen
übernehmen wir keine Haftung. Ferner sollte diese
Information nicht zur Behandlung von Erkrankungen genutzt
werden. Falls Sie Medikamente einnehmen oder in ärztlicher
Behandlung sind, sollten Sie vor der Einnahme jeglicher
Nahrungsergänzungsmittel Ihren Arzt zu Rate ziehen.
Die Anwendung von Nahrungsergänzungsmitteln bei Kindern
sollte in jedem Fall mit dem behandelnden Arzt abgestimmt
wer, da die meisten Studien mit Erwachsenen durchgeführt
werden und Verzehrsempfehlungen für Kinder sowie eventuelle
Nebenwirkungen nicht bekannt sind. |
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