Altersbedingte
Makuladegeneration (AMD)
Was versteht man unter "altersbedingter
Makuladegeneration"?
Die altersabhängige Makuladegeneration (AMD) ist die
häufigste Erblindungsursache in Industrienationen. Genetisch
bedingte Veränderungen in der Regulation des körpereigenen
Immunsystems beeinflussen das Risiko, an einer AMD zu
erkranken. Das zeigen neue Untersuchungen, die
Wissenschaftler und Ärzte auf dem internationalen
Forschungskolloquium der Pro Retina-Stiftung zur Verhütung
von Blindheit in Potsdam im März 2008 präsentierten.
In Deutschland leiden schätzungsweise 4,5 Millionen Menschen
an einer altersabhängigen Makuladegeneration (AMD). Bei
diesem Leiden wird die Stelle des schärfsten Sehens auf der
Netzhaut (Makula) zunehmend geschädigt. Die Patienten können
nicht mehr lesen, die Fähigkeit zur selbstständigen
Lebensführung geht verloren. Über die genauen Ursachen des
Leidens wissen die Augenärzte bislang vergleichsweise wenig:
Erbfaktoren spielen eine Rolle, aber auch beeinflussbare
Faktoren wie das Rauchen.
Mit
Abstand am häufigsten tritt die so genannte trockene Form
der altersbedingten Makuladegeneration auf, die mit
Pigmentveränderungen im Bereich des gelben Flecks
einhergeht. Es kommt zu einem langsamen oder schnellen
schmerzlosen Verlust des zentralen Sehens, wobei das
periphere Sehen -also die Sehfähigkeit in den äußeren
Bezirken der Netzhaut- unbeeinträchtigt und auch das
Farberkennen noch möglich ist.
Wie funktioniert das menschliche Auge?
Im Prinzip lässt sich die Funktion gut mit der eines
Fotoapparates vergleichen. Der Blende bei der Kamera
entspricht die Pupille, die das Ausmaß des Lichteinfalls ins
Auge reguliert: Bei Dunkelheit wird die Pupille über
Muskeln, die sich in der Iris befinden, weit gestellt, um
möglichst viel Licht durchzulassen. Im Hellen dagegen
verengt sie sich und die ins Auge dringende Lichtmenge nimmt
entsprechend ab. Um ein scharfes Bild zu erzeugen, braucht
das Auge ebenso wie der Fotoapparat eine Linse.
Die Linse ist der einzige Teil des Auges dessen Brechkraft
veränderbar ist. Sie ist mit Bändern an Muskeln des so
genannten Ziliarkörpers aufgehängt. Diese regulieren die
Dicke der Linse, indem sie die Bänder anspannen oder
erschlaffen lassen und dadurch eine abgeflachte oder mehr
gekrümmte Form der Linse bewirken. Die Wölbung der Linse
wird aber auch von ihrer Elastizität bestimmt. Diese nimmt
im Alter ab, was zur so genannten Altersweitsichtigkeit
führt.
Nachdem ein ins Auge einfallender Lichtstrahl Pupille und
Linse passiert hat, trifft er auf den durchsichtigen,
gallertigen Glaskörper, der dem Auge seine Form, Festigkeit
und Größe verleiht und natürlich auch an der Lichtbrechung
beteiligt ist. Schließlich erreicht er die Netzhaut, die dem
Film im Fotoapparat entspricht. Auf der Netzhaut befinden
sich die Sinneszellen, die auf die einfallenden
Lichtstrahlen reagieren.
Man unterscheidet zwei Arten von Fotorezeptorzellen: Die so
genannten Stäbchen befinden sich vor allem im äußeren
Bereich der Netzhaut und werden durch Helligkeit aktiviert,
das heißt sie vermitteln das "Schwarz-Weiß-Sehen". Für das
Erkennen von Farben sind die so genannten Zapfen zuständig,
die in erster Linie am gelben Fleck (auch Makula genannt)
angetroffen werden. Dies ist der Ort des schärfsten Sehens
im Auge. Er befindet sich am hinteren Augenpol und hat
seinen Namen von der intensiven Gelbfärbung, die er den
Carotinoiden Lutein und Zeaxanthin verdankt. Das auf der
Netzhaut entstandene umgekehrte verkleinerte Bild unserer
Umgebung wird über den Sehnerv, der am so genannten blinden
Fleck der Netzhaut beginnt, an die Sehrinde des Gehirns
weitergeleitet. Hier findet dann das eigentliche Erkennen
statt.
Welche Rolle kann die Nahrungsergänzung für das Sehen
spielen?
Um diese Frage zu beantworten, müssen wir uns zunächst mit
der Aufgabe der Carotinoide beschäftigen. Wie oben bereits
beschrieben, befinden sich am gelben Fleck -dem Ort des
schärfsten Sehens- hohe Konzentrationen der Carotinoide
Lutein und Zeaxanthin. Beides sind gelbe Pigmente, die vor
allem in Eigelb, gelben Früchten und Gemüsen sowie in
dunkelgrünem Blattgemüse (besonders Spinat, Kohl) vorkommen.
Sie haben antioxidative Eigenschaften und schützen so die
Sinneszellen vor dem schädlichen Einfluss freier Radikaler.
Darüber hinaus absorbieren sie ultraviolettes Licht, das
ebenfalls die Netzhaut schädigen kann. Ist die Pigmentdichte
- also die Menge an Lutein bzw. Zeaxanthin- am gelben Fleck
reduziert, so besteht ein erhöhtes Risiko an grauem Star
(=Katarakt) oder altersbedingter Makuladegeneration
(=Degeneration des gelben Flecks) zu erkranken.
Wie kann man sich schützen?
Zahlreiche Studien konnten zeigen, dass die Aufnahme von
großen Lutein- und Zeaxanthinmengen mit der Nahrung (z. B.
aus Spinat, Broccoli oder Eiern) das Risiko an grauem Star
zu erkranken um bis zu 20% senken konnte. Für die
altersbedingte Makuladegeneration wurde sogar eine
Risikoreduktion um bis zu 40% beobachtet. Die tägliche
Einnahme von 6 mg Lutein konnte das Risiko an diesem
Augenleiden zu erkranken sogar nahezu halbieren.
Unerwünschte Nebenwirkungen wurden bisher nicht beobachtet.
Eine Nahrungsergänzung mit Lutein kann also nachweislich
helfen die Sehfähigkeit bis ins hohe Lebensalter zu erhalten
und daher uneingeschränkt empfohlen werden.
Tipp: Lesen Sie einen interessanten Artikel zur
MDR-Fernsehsendung "Hauptsache Gesund: Vitamine gegen
Makuladegeneration" auf
http://www.mdr.de/hauptsache-gesund/345931.html
Zusammenfassung:
Beim der altersbedingten Makuladegeneratuion handelt es sich
um eine häufige Augenerkrankungen, die zu einem allmählichen
Verlust der Sehfähigkeit führen können. Die regelmäßige
Aufnahme von Lutein - einem Nahrungsergänzungsmittel aus der
Gruppe der Carotinoide - kann das Risiko für diese
Augenleiden nachweislich erheblich senken, und das völlig
ohne Nebenwirkungen.
Weiterführende Informationen:
2,5 Millionen Europäer leiden an altersabhängiger
Makula-Degeneration (Artikel zu einer aktuellen
Studie, Deutsches Ärzteblatt)
Diese Information basiert auf verschiedenen
Veröffentlichungen. Für die Richtigkeit der Aussagen
übernehmen wir keine Haftung. Ferner sollte diese
Information nicht zur Behandlung von Erkrankungen genutzt
werden. Falls Sie Medikamente einnehmen oder in ärztlicher
Behandlung sind, sollten Sie vor der Einnahme jeglicher
Nahrungsergänzungsmittel Ihren Arzt zu Rate ziehen.
Die Anwendung von Nahrungsergänzungsmitteln bei Kindern
sollte in jedem Fall mit dem behandelnden Arzt abgestimmt
wer, da die meisten Studien mit Erwachsenen durchgeführt
werden und Verzehrsempfehlungen für Kinder sowie eventuelle
Nebenwirkungen nicht bekannt sind. |
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