Alzheimer'sche Krankheit
Bei der Alzheimer'schen Krankheit handelt es sich um eine
Erkrankung des Gehirns von bisher ungeklärter Ursache, die
in höherem Lebensalter auftreten kann. Zu den Symptomen
gehören Vergesslichkeit, Konzentrationsschwäche,
Schwierigkeiten bei der Erledigung von Routinetätigkeiten,
Sprachprobleme, Desorientiertheit, eingeschränktes
Urteilsvermögen, Denkprobleme, das Verlegen von Dingen,
Depression, Irritabilität, Verfolgungswahn, Feindseligkeit
und ein Mangel an Initiative.
Es gibt eine Reihe von Nahrungsergänzungsmitteln, die das
Fortschreiten der Erkrankung verzögern können. Dazu gehören:
Acetyl-L-Carnitin in einer Dosierung von
dreimal täglich 1 g, das in einigen Studien die
Merkfähigkeit und das Gesamtverhalten nachweislich
verbessern half.
Vitamin E: In einer Studie erhielten Patienten
mit Alzheimer'scher Krankheit 2000 I.E. Vitamin E für 2
Jahre, eine Kontrollgruppe bekam ein Scheinmedikament. Um
Verzerrungen bei der Auswertung zu verhindern, wussten weder
Untersucher noch Patienten wer zur Vitamin E- und wer zur
Kontrollgruppe gehörte (daher "Doppelblind-Studie"). Es
wurde festgestellt, dass die Patienten, die Vitamin E
erhalten hatten, länger in der Lage waren tägliche
Routineaufgaben wie baden oder anziehen zu bewerkstelligen
als die Teilnehmer der Kontrollgruppe.
Vitamin B1: Für bestimmte Nervenverbindungen
im Gehirn ist Vitamin B1 erforderlich. In zwei
Doppelblindstudien konnte gezeigt werden, dass die tägliche
Einnahme von 3 g Vitamin B1 zu einer Verbesserung der
Hirnfunktion bei Patienten mit Alzheimer'scher Krankheit
führte.
Phosphatidylserin, das verwandt ist mit
Lecithin, kommt natürlicherweise im Gehirn vor. Einige
Studien konnten eine positive Wirkung dieser Substanz bei
einer Dosierung von 100 mg dreimal täglich feststellen. Auch
für eine unterstützende Wirkung von Lecithin gibt es
Hinweise in der Literatur.
Eine Untersuchung mit nur 2 Patienten, die beide an einer
angeborenen Form der Alzheimer'schen Krankheit litten,
brachte deutliche Verbesserungen in einem und nahezu
vollkommene Erholung in dem anderen Patienten bei Einnahme
von Coenzym Q10 (60 mg), Eisen (150 mg Natrium -
Ferrocitrat) und Vitamin B6 (180 mg).
Die Einnahme von Zink bei Alzheimer'scher Krankheit ist
umstritten. In einer Studie mit 4 Patienten wurden
verbesserte Hirnfunktionen nach Einnahme von 30 mg täglich
festgestellt.
NADH konnte ebenfalls die Hirnfunktionen
steigern.
Vitamin B12- und Folsäuremangel wird bei
Patienten mit Alzheimer'scher Krankheit häufiger beobachtet
als bei gesunden Kontrollpersonen. Daher sollte auf
ausreichende Versorgung mit diesen Vitaminen geachtet
werden, um das Fortschreiten der Erkrankung nicht unnötig zu
begünstigen.
DHEA in einer Dosierung von 50 mg 2 mal
täglich führte in einer Studie ebenfalls zu besseren
Hirnleistungen. Dieses Hormon ist bei vielen
Alzheimer-Patienten im Blut in geringerer Menge vorhanden
als bei gesunden Kontrollpersonen.
Im Frühstadium der Erkrankung konnte die Wirksamkeit von
Ginkgo Biloba Extrakt in 4 Doppelblindstudien bei
Alzheimer Patienten nachgewiesen werden. Die empfohlene
Dosierung beträgt 40 bis 80 mg dreimal täglich. Die Wirkung
tritt möglicherweise erst nach 6 bis 8 Wochen ein.
Einen aussichtsreichen Therapieansatz haben jetzt Forscher
der Universität des Saarlandes und der Freien Universität
Berlin entdeckt. Ihre Studien mit Alzheimer-Mäusen zeigen,
dass die Bildung von schädlichen Amyloid-Ablagerungen
(Plaques) verzögert werden kann, wenn den Tieren verstärkt
Kupfer zugeführt werden. Alzheimer-Patienten
weisen einen signifikant veränderten Spiegel des
essentiellen Elementes Kupfer im Hirngewebe auf wie
Forscherkollegen aus Kanada bestätigen.
Diese Information basiert auf verschiedenen
Veröffentlichungen. Für die Richtigkeit der Aussagen
übernehmen wir keine Haftung. Ferner sollte diese
Information nicht zur Behandlung von Erkrankungen genutzt
werden. Falls Sie Medikamente einnehmen oder in ärztlicher
Behandlung sind, sollten Sie vor der Einnahme jeglicher
Nahrungsergänzungsmittel Ihren Arzt zu Rate ziehen.
Die Anwendung von Nahrungsergänzungsmitteln bei Kindern
sollte in jedem Fall mit dem behandelnden Arzt abgestimmt
wer, da die meisten Studien mit Erwachsenen durchgeführt
werden und Verzehrsempfehlungen für Kinder sowie eventuelle
Nebenwirkungen nicht bekannt sind. |
|