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Home Herz / Gefäße Wer seine Werte kenn, kann vorbeugen
Herz / Gefäße

Wer seine Werte kenn, kann vorbeugen

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Herzinfarkt und Hirnschlag sind in Mitteleuropa bei Frauen und Männern die häufigste Todesursache und oft ein Grund für Invalidität. Nicht selten hört man, dass jemand von einem Herzinfarkt oder Hirnschlag wie von einem Blitz aus heiterem Himmel getroffen wurde. Doch dies stimmt nicht in jedem Fall. Bei über 90 Prozent der Betroffenen lagen meistens über Jahre Risikofaktoren vor, die sich langsam aber sicher verstärkt haben.

Obwohl in der Behandlung des Herzinfarkts große Fortschritte erzielt wurden, überleben mehr als 30 Prozent der Patienten einen Herzinfarkt nicht. Viele versterben bevor sie in einer Klinik angekommen sind. Nicht nur die Zahl der tödlichen Ereignisse ist erschreckend, sondern auch die hohe Rate an Behinderungen und die massive Einschränkung der Lebensqualität, die aus einem Hirnschlag oder einem Herzinfarkt resultiert.

Risikofaktoren
Es ist heute allgemein bekannt, dass Rauchen, Bewegungsarmut, falsche Ernährung, Übergewicht und weitere Faktoren das Herzinfarkt- und Hirnschlagrisiko markant erhöhen können. Doch Herz-Kreislauferkrankungen sind hinterhältig. In frühen Stadien treten kaum oder keine Beschwerden auf. Die Betroffenen können sich dadurch kein Bild ihres persönlichen Risikos machen und haben somit auch keine Motivation zur Veränderung.
Sehr viele Apotheken bieten bereits einfache Tests auf der Basis der Blutfettwerte und des Blutdrucks an. In nur gut 10 Minuten erhält man ein persönliches Risikoprofil. Wer ein erhöhtes Risiko hat, sollte seinen Lebensstil unbedingt ändern und seine Blutfette regelmäßig überprüfen lassen.
Bereits aus dem Gesamtcholesterinwert kann man ableiten, ob das persönliche Risiko erhöht ist, und man einen Arzt aufsuchen sollte. Werte unter 200 mg /dl (oder etwa 5,2 mmol/l) sind bei gesunden Menschen in Ordnung. Wer einen höheren Wert oder weitere Erkrankungen hat, bei dem sollte auch die Menge an HDL-Cholesterin und LDL-Cholesterin bestimmt werden.

Gesamtcholesterin in mg/dl (mmol/l)
< 200 (< 5,16) wünschenswert
200-239 (5,16-6,17) grenzwertig
≥ 240 (≥ 619) erhöht

LDL Cholesterin in mg/dl (mmol/l)
< 110 (< 2,58) optimal
100-129 (2,58-3,33) gut
130-159 (3,35-4,11) grenzwertig hoch
160-189 (4,13-4,88) erhöht
≥ 190 (≥ 4,9) pathologisch erhöht

HDL Cholesterin in mg/dl (mmol/l)
< 40 (< 1,03) niedrig
≥ 60 (≥ 1,55) hoch

Quelle: Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie zur Prävention kardiovaskulärer Erkrankungen

Der Weltherztag wurde von der World Heart Federation (WHF), der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der UNESCO ins Leben gerufen mit dem Ziel, auf die weltweit wachsende Bedeutung der Herz-Kreislauf-Krankheiten aufmerksam zu machen und zur besseren Vorbeugung zu motivieren.
 

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Schlagzeilen

Ein neuer Wirkstoff gegen Krebs tarnt sich als Vitamin B12, um unerkannt in Tumorzellen zu gelangen. In Tests an Hunden hat er sich bereits bewährt: Amerikanische Forscher beobachteten, dass Tumoren bei täglicher Verabreichung der Nitrosylcobalamin (NO-Cbl) genannten Substanz innerhalb weniger Monate erheblich schrumpften. Das neue Mittel macht Krebszellen zudem empfänglicher für andere Antitumormedikamente und verursacht nahezu keine Nebenwirkungen, versprechen die Wissenschaftler. Nach den positiven Ergebnissen bei den Tieren wolle man das Mittel nun möglichst bald beim Menschen testen, berichten Joseph Bauer und seine Kollegen.