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Alzheimer wird zur Volkskrankheit

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Forscher von der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore rechnen mit einem dramatischen Anstieg bei der Demenzkrankheit Alzheimer. Computersimulierten Schätzungen zufolge wird im Jahr 2050 auf 85 Menschen ein Alzheimer-Patient kommen. Die Forscher schätzen, dass rund 43 Prozent davon eine intensive Pflege nötig haben werden, etwa in einem Pflegeheim. "Wir stehen einer globalen Alzheimer-Epidemie gegenüber, da die Weltbevölkerung im Schnitt immer älter wird", erklärt der Mediziner Brookmeyer von der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore. Selbst geringe Fortschritte bei der Alzheimer-Therapie hätten damit riesige Auswirkungen auf die Gesundheit der Weltbevölkerung.

Alzheimer ist eine Erkrankung, die Gehirnfunktionen bei älteren Menschen über die Jahre zerstört. Zu den Symptomen zählt in frühen Stadien Vergesslichkeit, später kommen Sprachstörungen und Orientierungslosigkeit hinzu. In Deutschland leiden derzeit rund 900.000 Menschen an Alzheimer. Die Zahl der Erkrankungen kann sich durch die Verschiebung der Alterspyramide in den kommenden zehn Jahren verdoppeln, schätzen Mediziner.

Es gibt eine Reihe von Nahrungsergänzungsmitteln, die das Fortschreiten der Erkrankung verzögern können:
  • Phosphatidylserin (PS), das verwandt ist mit Lecithin, kommt natürlicherweise im Gehirn vor. Einige Studien konnten eine positive Wirkung dieser Substanz bei einer Dosierung von 100 mg dreimal täglich feststellen. Auch für eine unterstützende Wirkung von Lecithin gibt es Hinweise in der Literatur.
  •  In einer Studie erhielten Patienten mit Alzheimer'scher Krankheit 2000 I.E. Vitamin E für 2 Jahre, eine Kontrollgruppe bekam ein Scheinmedikament. Um Verzerrungen bei der Auswertung zu verhindern, wussten weder Wissenschaftler noch Patienten wer zur Vitamin E- und wer zur Kontrollgruppe gehörte (daher "Doppelblind-Studie"). Es wurde festgestellt, dass die Patienten, die Vitamin E erhalten hatten, länger in der Lage waren tägliche Routineaufgaben wie baden oder anziehen zu bewerkstelligen als die Teilnehmer der Kontrollgruppe.
  • NADH konnte ebenfalls die Hirnfunktionen steigern.
  • Vitamin B12- und Folsäuremangel wird bei Patienten mit Alzheimer'scher Krankheit häufiger beobachtet als bei gesunden Kontrollpersonen. Daher sollte auf ausreichende Versorgung mit diesen Vitaminen geachtet werden, um das Fortschreiten der Erkrankung nicht unnötig zu begünstigen.
  • Im Frühstadium der Erkrankung konnte die Wirksamkeit von Ginkgo Biloba Extrakt in 4 Doppelblindstudien bei Alzheimer Patienten nachgewiesen werden.
  • Huperzin A, ein Moos-Extrakt, der aus der traditionellen chinesischen Medizin bekannt ist, wirkt nach ersten Erkenntnissen von US-Forschern genau so wie die drei am häufigsten verschriebenen Alzheimer-Medikamente.
Aktualisiert ( Montag, 15. Dezember 2008 um 14:34 )  

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Schlagzeilen

Ob Menschen Krebs bekommen, hängt unter anderem von der Ernährung ab. Eine Studie des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung zeigt, dass der Verzehr von fettreichen Lebensmittel ein erhöhtes Brustkrebs-Risiko mit sich zieht. Dabei spielten andere Faktoren, wie Gewicht, die Einnahme von Hormonen oder das Alter der Frauen während der Studie keine Rolle. Zu diesem Ergebnis kam ein Wissenschaftlerteam um Heiner Boeing vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE), nachdem es die Daten der EPIC (European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition) Studie ausgewertet hatte. Die Forscher identifizierten eine Ernährungsweise, die mit einem erhöhten Brustkrebsrisiko in Zusammenhang steht.