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Home Gehirn / Nerven Depressiv durch Lichtmangel im Herbst?
Gehirn / Nerven

Depressiv durch Lichtmangel im Herbst?

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Werden die Nächte länger, verdunkelt sich bei vielen auch die Stimmung. Vorübergehend gedrückte Stimmung, wenn mit dem Sommer auch der Schwung geht, gehört zum Leben und ist noch keine Depression.
Mangelnde Energie, verminderter Antrieb, niedergedrückte Stimmung, Schuldgefühle und Freudlosigkeit sind Kennzeichen der saisonalen Verstimmung. Im Unterschied zur dauerhaft auftretenden Depression haben Betroffene häufig Heißhunger auf Süßes und nehmen eher an Gewicht zu als ab. Außerdem schlafen sie mehr.

Weniger natürliches Tageslicht und verminderte Lichtstärke könnten Auslöser der saisonal abhängigen Verstimmung sein. Bestimmte biochemische Abläufe im Gehirn ändern sich. Licht wirkt auf die Produktion des Hormons Melatonin, das unter anderem den Schlaf-Wach-Rhythmus des Körpers beeinflusst. Während der dunkleren Jahreshälfte wird vermehrt Melatonin gebildet, was dazu führen könnte, dass sich manche Menschen zunehmend schlapp und schläfrig fühlen.

Verkriechen Sie sich nicht den ganzen Tag in geschlossenen Räumen. Regelmäßige Bewegung im Freien gibt Ihnen wieder Auftrieb. Genießen Sie frische Luft und Herbstsonne oder gehen Sie trotz stürmischen und nasskalten Wetters an nach draußen, atmen Sie dabei tief durch.
Achten Sie auf Ihre Ernährungsgewohnheiten. Das beste Weg zur Ausschöpfung aller Möglichkeiten besteht in der Entscheidung für Nahrungsmittel, die reich an Vitaminen der B-Gruppe sind. Die Vitamine B1 (Thiamin), B2 (Riboflavin), B5 (Pantothensäure), B6 (Pyridoxin) und B9 (Folsäure) sind für das Funktionieren des Nervensystems unerlässlich. Viel Fisch in der Ernährung stabilisiert auch die Seele. Ein niedriger Omega-3-Fettsäuren-Spiegel führt zu Serotoninmangel, was Verstimmungen hervorrufen kann. Sanfte Hilfe bringt auch eine Nahrungsergänzung mit pflanzlichen Produkten.
Aktualisiert ( Donnerstag, 01. Oktober 2009 um 07:20 )  

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Schlagzeilen

Wissenschaftliche Studie legt nahe, dass Männer früher mit der Darmkrebsvorsorge beginnen sollten als Frauen

Die Darmspiegelung erkennt Vorstufen – so genannte Adenome - und frühe Formen von Dickdarmkrebs. Dadurch sinkt das Risiko, an den Tumoren zu erkranken und zu sterben. Der Nutzen der „Koloskopie“ in der Vorsorge des Dickdarmkrebses gilt in der medizinischen Fachwelt mithin als gesichert. Weniger klar ist allerdings, in welchem Alter die erste Darmspiegelung erfolgen sollte. Derzeit empfehlen medizinische Fachgesellschaften Menschen ohne familiäre Vorbelastung für Dickdarmkrebs, sich ab dem 55. Lebensjahr alle 10 Jahre per Koloskopie untersuchen zu lassen. Im Sinne einer bevölkerungsweiten Vorsorge erstatten die gesetzlichen Krankenkassen die Untersuchung ab diesem Alter. Zwischen Männern und Frauen wird allerdings nicht unterschieden, ein für Prof. Dr. Frank Kolligs im Lichte einer neuen Studie „unbefriedigender Zustand“. Der Leitende Oberarzt der Medizinischen Klinik und Poliklinik II des Klinikums der Universität München und seine Kollegen haben die Daten von 625.000 Koloskopien detailliert ausgewertet, die die kassenärztliche Vereinigung Bayern dokumentiert hat. Eindeutiges Resultat: „Männer haben in jedem Alter ein deutlich höheres Risiko als Frauen, dass im Rahmen einer Darmspiegelung ein fortgeschrittenes Adenom oder Darmkrebs gefunden wird“, wie Prof. Kolligs erklärt. Konsequenterweise sollten Männer früher mit der Dickdarmkrebs-Vorsorge beginnen als Frauen.