Wussten Sie eigentlich, dass Schnarchen das Hirn schrumpfen lässt? Bei den Über-50-Jährigen sind bereits 60 bis 80 Prozent aller Männer sowie 30 bis 40 Prozent der Frauen vom schnarchinduzierten Hirnabbau bedroht, denn sie sägen regelmäßig nachts Holz oder verjagen wilde Tiere.
Dass Schnarchen zum Verlust von Hirnsubstanz führt, bewiesen jetzt koreanische Forscher der Sungkyunkwan University School of Medicine in Seoul im Rahmen einer Studie, die sie im Fachmagazin "Sleep" veröffentlichten (2010; 33(2): 235-241). Das Team um Seung Bong Hong verglich dazu Hirnscans von Schnarchern und Nicht-Schnarchern. Die Studienteilnehmer waren durchschnittlich 42 Jahre alt. Das Ergebnis der Studie lässt einen erschrecken, denn die Hirnsubstanz der Personen mit den nächtlichen Atemaussetzern war bereits in verschiedenen Regionen sichtbar reduziert.
Menschen, deren Nachtruhe durch schnarchen belastet ist, haben im Laufe der Nacht oft zahlreiche Atemaussetzer. Der Grund ist eine erschlaffte Rachenmuskulatur, die bewirkt, dass die Luftröhre während des Atmens kurzfristig zusammenfällt und sich so verschließt. Folgen sind steigender Blutdruck und eine Unterversorgung des Gehirns mit Sauerstoff. Da Betroffene im Schlaf immer wieder aufschrecken, sind sie am Tage erschöpft, auch wenn sie sich nicht mehr an das nächtliche Erwachen erinnern.

Doch damit nicht genug, denn es gibt außerdem noch die Co-Betroffenen. 30% der Partnerinnen bzw. Partner von Schnarchern liegen Nacht für Nacht durchschnittlich 2 Stunden wach, weil es einfach zu laut ist. Dieser Schlafmangel summiert sich und führt über 10 Jahre bereits zu einem Defizit von 7300 Stunden. Deutlicher ausgedrückt: Körper und Geist fehlen innerhalb von 10 Jahren ganze 304 Tage (also fast ein komplettes Jahr) an wichtiger Regenerationszeit.
Doch Schnarchen ist nicht nur eine Beziehungs- und Lautstärkeangelegenheit, sondern es ist ein gefährliches Gesundheitsproblem.
Testen Sie sich selbst! Wenn Sie die folgenden Fragen beantwortet haben, wissen Sie, ob Sie gefährdet sind. Addieren Sie einfach die Punkte der Fragen, die Sie mit "JA" beantworten.
- Schnarchen Sie sehr laut? (15 Punkte)
- Schnarchen Sie unregelmäßig? (15 Punkte)
- Schnarchen Sie in allen Körperlagen? (25 Punkte)
- Brauchen Sie unbedingt Ihren Mittagsschlaf? (10 Punkte)
- Sind Sie am Tage oft so müde, dass Sie es über einem Buch, während einer Autofahrt oder in einer langweiligen Konferenz kaum schaffen, wach zu bleiben? (10 Punkte)
- Sind Sie vergesslich und unkonzentriert? (10 Punkte)
- Machen Ihnen Sachen, die Sie früher mochten, inzwischen keinen Spaß mehr? (5 Punkte)
- Haben Sie öfter schon früh am Tag Kopfschmerzen? (5 Punkte)
- Haben Sie die Lust am Sex verloren, vielleicht sogar Erektionsstörungen? (5 Punkte)
- Ist Ihr Blutdruck zu hoch? (10 Punkte)
- Haben Sie irgendwelche Herzprobleme? (10 Punkte)
Achtung! Wenn Sie mehr als 40 Punkte erreicht haben, könnten Sie unter dem gefährlichen Schlafapnoe-Syndrom leiden. Sie sollten in dem Fall unbedingt mit Ihrem Hausarzt darüber sprechen. Er untersucht meist Rachen, Nase und Atemwege. Anzeichen sind beispielsweise ein schlaffes Gaumensegel, ein überlanges Zäpfchen, ein verdickter Zungengrund, Engstellen im Kehlkopf oder der Luftröhre und Behinderungen der Nasenatmung.
Zusätzlich werden für eine genaue Diagnose weitere Faktoren wie Übergewicht, Allergien und Schlafgewohnheiten erfragt. In manchen Fällen verschreibt der Arzt eine Polygrafie. Dabei wird der Patient nachts im Schlaf von einem kleinen Gerät überwacht. Dies geschieht völlig unkompliziert zu Hause in der gewohnten Umgebung. In dem kleinen Kasten werden beispielsweise Atem- und Schnarchgeräusche, die Körperlage und die Herzfrequenz aufgezeichnet.
Tipp: Schnarch-Stopp 2 für 1 Doppelpack-Aktion
